Thursday, February 9, 2023
StartNachrichtenWiderstandBelgische Parlamentarier fordern die Streichung der PMOI von der europäischen Terrorliste

Belgische Parlamentarier fordern die Streichung der PMOI von der europäischen Terrorliste

NWRI – Die persische Sendung von „Voice of America“ strahlte am 26. November ein Interview mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des NWRI, Mohammad Mohaddessin, aus. Schwerpunkt war der Besuch Maryam Rajavis in Belgien.
Frage: Was bedeutet die Einladung des belgischen Parlaments für Maryam Rajavi?
Mohammad Mohadessin: Maryam Rajavi, die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, wurde vom belgischen Senat und von einigen belgischen Parlamentariern eingeladen. Sie wurde am 24. Oktober von der Präsidentin des Senats, Anne-Marie Lizin, begrüßt. In einem Treffen mit Frau Lizin wurde über den Iran, den Widerstand und die Bedrohung, die vom iranischen System ausgeht, gesprochen.
Das Gespräch fand im Anschluss an ein Treffen im Senat statt, bei dem Frau Rajavi zu den Senatoren und zahlreichen Abgeordneten sprach. Sie erwähnte die Gefahr der Diktatur der Mullahs, die entsetzlichen Verstöße gegen die Menschenrechte und die nuklearen Intentionen des iranischen Regimes.


Frage: Wie Sie wissen, wurde der belgische Botschafter in Teheran zweimal zum Außenministerium und zur iranischen Regierung eingeladen, die gegen den Besuch Protest einlegten und fragten, warum eine Organisation, die von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als terroristisch eingestuft wird, vom belgischen Parlament eingeladen worden ist. Welche Meinung haben Sie dazu?
Mohaddessin: Der belgische Botschafter wurde nicht alleine zum iranischen Außenministerium eingeladen, sondern auch der finnische Botschafter, der gegenwärtig den Vorsitz in der EU innehat. Die Dinge können nicht klarer sein: es zeigt, dass das Regime schwach und aus dem Gleichgewicht geraten ist und seine Opposition fürchtet. Es möchte die Repression, die es in den Straßen von Teheran anwendet auch in den Westen exportieren. Aber ich denke, dass es eine gute Antwort vom belgischen Senat erhalten hat.

Frage: Josy Dubié, Senator der Grünen, protestierte energisch gegen die Einladung von Frau Rajavi und ihre Anwesenheit im Senat.
M. Mohaddessin: Das ist völlig natürlich. Es gibt Leute und Tendenzen, die willens sind, dieses Regime einseitig zu unterstützen. Sie glauben, dass ein Dialog mit der iranischen Opposition, ein Dialog mit dem Nationalen Widerstandsrat und ihrer Präsidentin, ihre jahrelange Arbeit in Gefahr bringen könnte.
Dennoch gab offenbar die absolute Mehrheit der Mitglieder der belgischen Kammer und des Senats ihre Unterstützung und sagte, dass die Einladung und die Sitzung mit Frau Rajavi stattfinden soll, weil der Senat und die Abgeordnetenkammer einmütig für eine Resolution stimmten, die die Streichung der iranischen Volksmojahedin von der Terrorliste des Eu verlangt. Deshalb lud der belgische Senat Frau Rajavi ein.