Thursday, December 8, 2022
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Bericht der UN Atomorganisation: Untersuchung im Iran im Wesentlichen blockiert

Freitag, den 29. Mai 2015 um 18:08 Uhr

Während die Atomverhandlungen zwischen den sechs Weltmächten und dem iranischen Regime in vollem Gange sind, berichtet die UN Atomorganisation am Freitag, dass die Arbeit an der Schlüsselfrage – einer genauen Beurteilung der Vorwürfe,

dass Teheran an Atomwaffen arbeitet – im Wesentlichen blockiert wird. Dies berichtet Associated Press aus Wien.

In dem Bericht der Internationalen Atomenergie Organisation wird zum wiederholten Male darauf  hingewiesen, dass von Teheran mehr Kooperation erwartet wird, um volle Klarheit über seine derzeitigen Aktivitäten zu bekommen.

Ohne eine solche, sagt die IAEO, kann sie nicht „zu dem Schluss kommen, dass alles atomare Material im Iran für friedliche Aktivitäten genutzt wird“.

Diplomaten in Wien sehen in dem Zögern des Iran, sich für Untersuchungen durch die Internationale Atomenergie Organisation offen zu zeigen, ein Zeichen dafür, dass er davor zurückschreckt, voll zu kooperieren, bis die Strafsanktionen, die ihm auferlegt wurden, aufgehoben werden als Teil eines Ausgleichs mit den Mächten, berichtet Reuters.

Die IAEO konzentriert sich auf 12 Aktivitäten, die auf Versuche des Regimes der Kleriker hindeuten, dass Atomwaffen hergestellt werden, darunter auf Aktivitäten, die mit der Arbeit an der Entwicklung von atomarer Sprengkraft für Raketen in Zusammenhang stehen.

Die IAEO hat vor zwei Jahren ihre Untersuchung wiederaufgenommen, indem sie nach weniger sensitiven Arbeiten in Bezug auf Atomwaffen  gefragt hat, die von Teheran ausgeführt worden sein könnten, in der Hoffnung, größere Probleme später angehen zu können.

Seit August „muss der Iran immer noch neue praktische Maßnahmen vorschlagen“, um die Untersuchungen voranzubringen, heißt es in dem Bericht.

In dem IAEO Report, der dem aus Personen aus 35 Nationen zusammengesetzten Gouverneursrat und dem UN Sicherheitsrat vorzulegen ist, steht, man sei weiterhin „besorgt über die mögliche Existenz von nicht deklarierten atomtechnischen Aktivitäten, an denen mit dem Militär in Verbindung stehende Organisationen beteiligt sind, darunter Aktivitäten, die die Entwicklung nuklearer Sprengladungen von Raketen betreffen“.

„Der Iran muss bei allen offenen Fragen voll mit der Organisation zusammenarbeiten“.

Von Seiten der in Wien ansässigen IAEO heißt es auch, es bleibe entscheidend wichtig, dass der Iran die Fragen der Organisation beantworte und Zugang zur Militärbasis in Parchin gewähre, das für westliche Amtsträger unter dem Verdacht steht, dass Teheran dort Tests mit Sprengungen ausführt, die für Atombomben relevant sind.

„Die (IAEO) ist weiterhin bereit, die Beantwortung aller offenen Fragen unter dem Rahmenabkommen für die Kooperation zu beschleunigen. Dies kann realisiert werden durch mehr Kooperation vom Iran und durch die rechtzeitige Gewährung von Zugang zu allen relevanten  Informationen, zu Anlagen, zu Material und Personal im Iran je nachdem, was die Organisation erforderlich hält“, so der Report.

Am 2. April waren das iranische Regime, die Vereinigten Staaten, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China zu einer versuchsweisen Übereinkunft gelangt.

Es bleiben aber Kernprobleme ungelöst, darunter  das Tempo der Aufhebung westlicher Sanktionen und das Ausmaß der Maßnahmen zu Überwachung und Prüfung, um sicherzustellen, dass Teheran sich an ein Abkommen irgendeiner Art hält.

Das iranische Regime hat den Zugang von Inspektoren zu militärischen Anlagen ausgeschlossen, eine Position, die die westlichen Mächte ablehnen.

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