Tuesday, November 29, 2022
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Berlin: Zwei Tage symbolischer Hungerstreik aus Solidarität mit den politischen Gefangenen im Iran

Aktuell:
• Mindestens 7 politische Gefangene in dringender Hinrichtungsgefahr
• Fall Sakine Ashtiani: Drohende Steinigung – Verurteilung von TV-"Zwangsgeständnissen"

Am Freitag veranstaltete die Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Irans eine Protestaktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin unter dem Motto " SOS-Hilferuf: Stoppt Hinrichtung und Steinigung im Iran!". Auf dem Pariser Platz wurden Szenen von Steinigung, Hinrichtung und Gefängnissen dargestellt, die viel Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Die Situation in den iranischen Gefängnissen ist äußerst abscheulich. Zahlreiche Gefangene befinden sich in den Todestrakten der iranischen Folterstätten, vor allem in den berüchtigten Evin- und Gohardasht-Gefängnissen.

Während der 31 jährigen Mullah-Diktatur sind über 120.000 politische Gefangene hingerichtet worden. Laut Augenzeugenberichten werden mindestens 74 physische und psychische Foltermethoden angewendet, um iranische Gefangene zu brechen.

Amnesty International warnte in ihrer jüngsten Urgent Action vor der drohenden Hinrichtung von 7 politischen Gefangenen, darunter Jafar Kazemi (48) und Ali Saremi (62). Der Vorsitzende der Busfahrer-Gewerkschaft Mansour Osanloo befindet sich nach wie vor in Haft. Mit einem Hungerstreik weisen die politische Gefangene auf die Menschenverachtenden zustände. In letzter Zeit hat das Regime von Ahmadinedjad  und Khameniei die politischen Hinrichtungen intensiviert, um die Proteste im Iran einzudämmen. Die Teilnehmer an der Berliner Protestversammlung haben mit einem symbolischen Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor, begleitet von Darbietungen, ihre Solidarität mit den politischen Gefangenen demonstriert und deren sofortige Freilassung gefordert.

Die Hungerstreikenden wandten sich mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung und die EU, bei der UN initiativ zu werden, damit sofortige Maßnahmen ergriffen werden, um die Hinrichtung politischer Gefangener zu verhindern und den abscheulichen Zustand der Gefängnisse zu untersuchen.