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Bilder aus dem Iran: Männer werden öffentlich durch die Straßen geführt und erniedrigt, ohne angeklagt zu sein

Dienstag, den 17. Februar 2015, 23. 41 Uhr

NCRI – Die Staatlichen Sicherheitskräfte (Polizei) des iranischen Regimes führten am Dienstag in der Stadt Mashdhad drei Männer mit gefesselten Händen und zusammengeketteten Füßen durch die Straßen,

ohne daß sie angeklagt oder verurteilt worden wären. 

Während sie durch die Straßen getrieben wurden, trugen sie am Hals große Schilder, die sie als Schurken beschimpften. Darauf standen ihre Namen und die Vergehen, die man ihnen vorwarf.

Der Ankläger der Stadt, Gholamhossein Sadeghi, sagte gegenüber der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA: „Die Justiz führt jene durch die Straßen der Stadt, die die soziale Ordnung stören – als Lektion für andere.“

Er bezichtigte diese Personen der Störung der öffentlichen Ordnung, der Belästigung anderer und des Diebstahls. 

Erniedrigende Strafen wie dies Spießrutenlaufen auf den Straßen und Auspeitschen werden von der iranischen Polizei regelmäßig eingesetzt, um im Publikum ein Klima der Angst zu erzeugen. 

Diese Strafen werden ohne Gerichtsverhandlung verhängt; oft werden junge Leute in der eigenen Nachbarschaft mit gefesselten Händen und zusammengeketteten Füßen durch die Straßen geführt. 

Ein im November erhaltenes Video zeigt maskierte Polizisten, die in der Öffentlichkeit eine Gruppe junger Männer schlagen und mißhandeln, während sie sie auf einem offenen Lastwagen mit am Rücken gefesselten Händen durch die Straßen fahren. 

Der Iran hat, seitdem Hassan Rouhani im Juli 2013 Präsident wurde, einen Anstieg der Hinrichtungen, der erniedrigenden Strafen und der Menschenrechtsverletzungen erlebt; damit soll in der Öffentlichkeit, besonders in der Jugend und unter den Frauen, ein Klima der Angst und Einschüchterung erzeugt werden.