Friday, January 27, 2023
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Die Washington Post warnt: Die Einmischung des Iran im Irak unterminiert die Strategie der Amerikaner

Der Iran unterminiert die Strategie der USA im Irak, indem er sich in den Kampf des Landes gegen die Terroristen des „Islamischen Staates“ einschaltet.

Die Einmischung des iranischen Regimes schadet nach Auskunft der Zeitung den Zielen der USA, die Zentralregierung zu stärken, die irakische Armee neu aufzubauen und die Versöhnung mit der verbitterten sunnitischen Minderheit des Landes zu befördern.

Die Zeitung schreibt: „Mit schätzungsweise 100 000 bis 

120 000 bewaffneten Männern bedrücken die Milizen die dezimierte und demoralisierte irakische Armee, deren Kampfstärke auf 48 000 Soldaten geschrumpft ist, seitdem nach Auskunft amerikanischer und irakischer Regierungsvertreter im vorigen Sommer die Regierungstruppen in der im Norden gelegenen Stadt Mosul aufgerieben wurden.

Unlängst führte die Badr-Organisation in der Provinz Diyala eine Offensive gegen die Kämpfer des Islamischen Staates durch. Damit festigte die Miliz ihre führende Position in einem Gebiet, das vom südlichen Irak bis Kirkuk – im Norden – reicht.

Die Milizen gewinnen an Bedeutung, indem sie sich zu Zeiten der Taktik bedienen, den Sunniten weiterhin feindselig zu begegnen und dadurch den sektiererischen Aspekt des Kampfes zu verschärfen. Auch verstärken sie den bereits beträchtlichen iranischen Einfluß auf den Irak auf schwer umkehrbare Weise.“

Diese Miliz, die vom Iran unterstützt und weithin finanziert wird, bekennt sich offen zu ihrem Bündnis mit dem Iran; viele Gruppen, z. B. Asaib Ahl al-Haq und Kitaeb Hisbollah blicken zurück auf den Kampf, den sie führten, um die amerikanischen Truppen zu vertreiben, bevor diese sich 2011 verabschiedeten – so die Washington Post. 

Sie fügt hinzu: „Doch die Befehlskette reicht durch die Reihen ihrer Führer in vielen Fällen direkt bis in den Iran. Der Mann, der die Operationen koordinieren soll, ist der stellvertretende Berater für die nationale Sicherheit des Irak, Abu Mahdi al-Muhandis – das ist das Pseudonym eines Irakers, der von U. S. Treasury wegen seiner Rolle als irakischer Spitzenkommandeur im iranischen Corps der Revolutionsgarden geächtet wurde. Er wurde wegen seiner Beteiligung an der Bombardierung der amerikanischen und der französischen Botschaft in Kuwait im Jahre 1983 in absentia verurteilt.“

Auch heißt es in der Zeitung: „Während einer Fahrt durch unlängst befreite Dörfer wurde klar, daß die Rolle der Miliz darin liegen könnte, das Sektentum zu verstärken. In einem Dorf namens al-Askari hatte jedes Haus gebrannt – eine Taktik, die nach Meinung sunnitischer Politiker ganze Gebiete von Sunniten säubern und sie an der Rückkehr in ihre Häuser hindern soll.“