Saturday, November 26, 2022
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Bildungskrise im Iran

Hohe Abbrecherquoten, nicht genügend Lernräume, zu wenige Lehrer, unsichere Klassenzimmer, verfallende Versorgungseinrichtungen und vieles mehr sind Zeichen für eine Krise im iranischen Bildungssystem.

Hinzu kommen zahlreiche Fälle sexueller Belästigung und diverse Skandale in den Schulen, welche die Hoffnungen auf einer bessere Zukunft nehmen.

Laut des Leiters der Abteilung für Sanierung, Mehrale Rakhshani, ist die Qualität der Bildung im Bereich Räume und Versorgung „unterhalb der Armutsgrenze“ und in 11 Provinzen gibt es „eine Krisensituation“. Zu den Provinzen mit den schlimmsten Zuständen zählen: Sistan and Beluchistan, Nord – Khorasan, Alborz, Teheran, Ghom und Gilan,

Zu der Krise zählt auch der Verfall der Schulen. Viele Einrichtungen müssen entweder saniert oder gar komplett abgerissen werden. Rakhshani erklärte, dass 27% der Schulen saniert werden müssen und dass man 34% der Schulen ausbauen müsste.

1700 Schulen bestehen aus beweglichem Material, 987 aus Ton. Die schlimmsten Fälle gibt es in Sistan und Beluchistan (ISNA, 30. Mai 2018).

Budgetkürzungen im Bildungssektor

Trotz all dieser Probleme wird das Budget für Bildung im Iran gekürzt. Am 24. Dezember 2017 gab ISNA eine Erklärung des Parlamentariers Haji Babaei heraus. Er sagte:“ Das jährliche Budget für Bildung wurde in diesem Jahr von 16% auf 9% gekürzt.“

Laut Babaei ist die Höhe des Aufwands, welchen der Staat für Studenten betreibt, 1/5 von dem, wie es in entwickelten Ländern der Fall ist.

Während das Phänomen des Analphabetismus in vielen Ländern verschwindet, hat sich die Situation im Iran verschlechtert. Analphabetismus und teilweiser Analphabetismus betrifft mittlerweile zwischen 10-15 Millionen Iraner. Diese Zahl verwundert nicht, wenn die Regierung den Wohlstand des Volkes für schändliche Aktionen, wie die Verbreitung des Terrorismus und des Krieges in der Region, verschleudert, anstatt ihn in die Bildung seines Volkes zu investieren.