Friday, January 27, 2023
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Bischöfe der Church of England verurteilen gemeinsam das iranische Regime

„Das Regime wird von internationalen Menschenrechtsorganisationen wegen seiner bestürzenden Menschenrechtsbilanz kritisiert.“

In Rahmen einer Initiative, die von dem ehemaligen Erzbischof von Canterbury, Lord (Rowan) Williams of Oyster mouth vorangetrieben wurde, haben mehr als 50 Bischöfe der Church of England eine Erklärung unterzeichnet, in der die vom Teheraner Regime begangenen Menschenrechtsverletzungen und die Art, wie es die religiösen Minderheiten des Iran behandelt, verurteilt werden.

Presseerklärung

Leitende Persönlichkeiten des Vereinigten Königreichs – aus England, Wales und Schottland – fordern dazu auf, den Iran wegen seiner Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen 

Mehr als 50 Bischöfe des Vereinigten Königreichs haben sich dem Rt. Rev. (‚sehr zu achtenden‘) und Rt. Hon. (‚sehr ehrenwerten‘) Dr. Rowan Williams angeschlossen, um die im Iran begangenen Menschenrechtsverletzungen, besonders die Bedrückung der religiösen Minderheiten, zu verurteilen.

„Heute geben wir die Initiative von Dr Rowan Williams bekannt, die von mehr als 50 Bischöfen des Vereinigten Königreichs und 78 Kirchenführern der Vereinigten Staaten unterstützt wird und das Schicksal des iranischen Volkes und der religiösen Minderheiten im  Iran, besonders der Christen, ins Licht rückt; wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, angesichts der von der Regierung begangenen Drangsalierung und Verfolgung ihre Rechte zu verteidigen“ – so der Rt. Rev. John Pritchard, der ehemalige Bischof von Oxford, einer der Unterzeichner.

In der Erklärung heißt es: „Das Regime ist wegen seiner bestürzenden Menschenrechtsbilanz bereits 64mal von verschiedenen Institutionen der Vereinten Nationen und internationalen Menschenrechtsorganisationen verurteilt worden. Die Mehrheit der von den Menschenrechtsverletzungen des Regimes Betroffenen sind schiitische Muslime; doch auch Angehörige religiöser Minderheiten, darunter Christen, Juden, Angehörige des sunnitischen Zweiges des Islam und Mitglieder anderer Glaubensrichtungen sind wegen ihres persönlichen Glaubens angegriffen worden.“

Außerdem weist die Erklärung auf die Art hin, wie das iranische Regime sich der Religion des Islam bedient, um Millionen Iranern eine Theokratie aufzuerlegen; sie erkennt das Verlangen des iranischen Volkes nach einem wirklichen Wechsel in ihrem Lande an, wie ein landesweiter Aufstand es bezeugt, der seit dem Dezember vergangenen Jahres anhält.

Die Erklärung von Dr. Rowan Williams wird von Bischöfen in England, Wales und Schottland unterstützt, darunter

dem Erzbischof von Wales, dem Most Reverend (‚höchst achtbaren‘) John Davies, dem ehemaligen Erzbischof von Wales, dem Rt Rev. Dr. Barry Morgan; dem Bischof von Moray, Ross und Caithness und Primus der episkopalen Kirche Schottlands, Most Reverend Mark Strange, dem Lordbischof von Durham, Rt Rev. Paul Butler, der Lordbischöfin von Gloucester, Rt Rev. Rachel Treweek, dem Lordbischof von Ely, Rt Rev. Stephen Conway, dem Lordbischof von Peterborough, Rt Rev. Donald Allister, dem Lordbischof von Coventry, Rt Rev. Dr Christopher Cocksworth, dem Lordbischof von Worcester, Rt Rev. Dr. John Inge, dem Lordbischof von Leeds, Rt Rev. Nick Bains, dem Lordbischof von St. Albans, Rt Rev. Gregory Clayton Smith, dem Lordbischof von Portsmouth, Rt Rev. Christopher Richard James Foster, dem Lordbischof von Chester, Rt Rev. Peter Forster, dem Lordbischof von Chelmsford, Rt Rev. Stephen Cottrell, dem Bischof von Sodor und Man, Rt Rev. Peter Eagles, dem Bichof von Sheffield, Rt Rev. Dr. Pete Wilcox, dem Bischof von Guildford, Rt Rev. Andrew Watson, dem Bischof von Stepney, Rt Rev. Adrian Newman, dem Bischof von Hereford, Rt Rev. Richard Frith, dem Assistierenden Bischof von Durham, Rt Rev. David Stancliffe, dem ehemaligen Lodbischof von Salisbury, Rt Rev. Nick Holtam, dem Bischof von Wakefield, Rt Rev. Tony Robinson, der Bischöfin von Ripon, Rt. Rev. Dr. Helen-Ann Hartley, dem Bischof von Southampton, Rt Rev. Dr. Jonathan Frost, dem Bischof von Barkind, Rt Rev. Peter Hill, dem Bischof von Kirkstall, Rt Rev. Paul Slater, dem Bischof von Stafford, Rt Rev. Geoff Annas, dem Bischof von Stockport, Rt Rev. Libby Lane, dem Bischof von Birkenhead, Rt Rev. Keith Sinclair, dem ehemaligen Bischof von Sodor und Man, Rt Rev. Robert Paterson, dem Bischof von Lewes, Rt. Rev. Richard Jackson, dem Bischof von Bedford, Rt Rev. Richard Atkinson, OBE, dem Bischof von Buckingham, Rt Rev. Dr. Alan Wilson, dem Bischof von Shrewsbury, Rt Rev. Mark Rylands, dem Bischof von Doncaster, Rt. Rev. Peter Burrows, dem Bischof von Beverley, Rt. Hon. Glyn Webster, dem Bischof von Dover, Rt Rev. Trevor Willmott, dem Bischof von Hertford, Rt Rev. Dr. Michael Beasley, dem Bischof von Llandaff, Rt Rev. June Osborne, dem Bischof von Monmouth, Rt Rev. Richard Pain, der Bischöfin von St Davids, Rt Rev. Joanna Penberthy, dem Bischof von Beverley, Rt Rev. Glyn Webster, dem Bischof von Wolverhampton, Rt Rev. Clive Gregory, dem Bischof von Burnley, Rt Rev. Philip North, dem Bischof von Willesden, Rt Rev. Pete Broadbent, dem Bischof von Edmonton, Rt Rev. Rob Wickham, dem Bischof von Kensington, Rt Rev. Dr. Graham Tomlin und dem Bischof von Islington, Rt Rev. Rick Thorpe.

Die Erklärung ruft die internationale Gemeinschaft auf, der Forderung von Freiheit und Menschenrechten im Iran Aufmerksamkeit zuzuwenden, wie sie während der großen internationalen Versammlung, die am 30. Juni in Paris stattfinden soll, erhoben werden wird. Das Regime ist wegen seiner bestürzenden Menschenrechtsbilanz bereits 64mal von verschiedenen Institutionen der Vereinten Nationen und internationalen Menschenrechtsorganisationen verurteilt worden. Die Mehrheit der von den Menschenrechtsverletzungen des Regimes Betroffenen sind schiitische Muslime; doch auch Angehörige religiöser Minderheiten, darunter Christen, Juden, Angehörige des sunnitischen Zweiges des Islam und Mitglieder anderer Glaubensrichtungen sind wegen ihres persönlichen Glaubens angegriffen worden.

Es heißt in der Erklärung: „Diese Forderung wird während der Großen Versammlung ‚Freier Iran‘ am 30. Juni in Paris erneut zum Ausdruck gebracht werden, um die Freiheit und die Menschenrechte im Iran zu fördern; es werden religiöse, politische und soziale Würdenträger aus aller Welt daran teilnehmen.“

Der Rt Rev. John Pritchard fügt hinzu: „In unserer Erklärung rufen wir alle Länder auf, bei der Gestaltung ihrer Beziehungen zum Iran die beklagenswerte dortige Menschenrechtssituation in Betracht zu ziehen, insbesondere die schmerzliche Lage der religiösen Minderheiten. Wir rufen alle Länder auf, jede Verbesserung ihrer Beziehungen zum Iran davon abhängig zu machen, daß die auf die Minderheiten ausgeübte Repression sowie die Hinrichtungen im Iran ein Ende nehmen.“

Petition zum Schutz religiöser Minderheiten im Iran

Es ist an der Zeit, auf das Los der Iraner, insbesondere der dort lebenden religiösen Minderheiten, aufmerksam zu werden. Schon viele Jahre lang leidet die gesamte Bevölkerung des Iran unter der Knute der religiösen Diktatur; besonders die religiösen Minderheiten werden bedrückt und verfolgt.

Das Regime ist nicht weniger als 64mal von verschiedenen Institutionen der Vereinten Nationen verurteilt und von internationalen Menschenrechtsorganisationen wegen seiner bestürzenden Menschenrechtsbilanz kritisiert worden. Die Mehrheit der von den Menschenrechtsverletzungen des Regimes Betroffenen sind schiitische Muslime; doch auch Angehörige religiöser Minderheiten, darunter Christen, Juden, Angehörige des sunnitischen Zweiges des Islam und Mitglieder anderer Glaubensrichtungen sind wegen ihres persönlichen Glaubens angegriffen worden.

In einem Bericht, den UNO-Generalsekretär António Guterres am 26. Februar 2018 dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen erstattete, heißt es: „In bezug auf die Situation der religiösen und ethnischen Minderheiten wurde keine Verbesserung festgestellt; weiterhin unterliegen sie Restriktionen. Der Generalsekretär ist weiterhin besorgt angesichts der Berichte von anhaltenden Menschenrechtsverletzungen und anhaltender Diskriminierung, begangen an ethnischen und religiösen Minderheiten.“

In ihrem Jahresbericht für 2018 erklärt die US-Kommission über die  Religionsfreiheit, eine Agentur der Regierung: „Im vergangenen Jahr hat sich die Religionsfreiheit sowohl von anerkannten als auch von nicht-anerkannten religiösen Gruppen verringert. … Zum Christentum Übergetretene und Leiter von Hauskirchen hatten es mit zunehmend strengen Urteilen zu tun: Viele wurden wegen der Ausübung ihrer Religion zu mindestens 10 Jahren Haft verurteilt. Religiöse Reformer und Dissidenten waren von Haftverlängerung und der Gefahr der Hinrichtung betroffen.“

Im Kontrast mit den radikalen Predigten islamischer Extremisten einschließlich des iranischen Regimes handelt es sich bei dem Islam um eine abrahamitische Religion, die sich gegenüber den Anhängern anderer Glaubensrichtungen für Toleranz einsetzt und für die friedliche Koexistenz aller Rassen, Geschlechter und Religionen eintritt.“

Die Leiterin der iranischen Opposition, Maryam Rajavi, eine Muslimin, hat erklärt: Der Geist des Islam verabscheut alle Formen des Zwangs, angefangen von dem Schleierzwang über die Anwendung von Auspeitschung und Terror bis hin zu der Erzwingung des Fastens und der Gebete und zur Verhinderung des Baus von sunnitischen Moscheen -, besonders jedoch zu der Auferlegung der Regierung im Namen Gottes und des Islam.

Durch einen landesweiten Aufstand, der das Regime in seinen Grundfesten erschütterte, hat das iranische Volk im Dezember unter Beweis gestellt, daß es die im Namen des Islam herrschende Theokratie verwirft und sich nach einem demokratischen Wandel in seinem Lande sehnt.

Unter diesen Umständen fordern wir alle Länder auf, bei der Gestaltung ihrer Beziehungen zum Iran die dortige beklagenswerte Situation der Menschenrechte in Betracht zu ziehen, insbesondere die schmerzliche Situation der religiösen Minderheiten. Wir fordern sie auf, jede Verbesserung ihrer Beziehungen zum Iran von einem Aufhören der auf die Minderheiten ausgeübten Repression und der Hinrichtungen abhängig zu machen.

 

Es ist für uns an der Zeit, auf das Verlangen des iranischen Volkes nach Freiheit, einschließlich der Religionsfreiheit, aufmerksam zu werden. Dies Verlangen wird während der großen, internationalen Versammlung „Freier Iran“ am 30. Juni in Paris manifestiert werden – zur Förderung der Freiheit und der Menschenrechte im Iran und in Anwesenheit religiöser, politischer und sozialer Würdenträger aus aller Welt.