Thursday, December 8, 2022
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Das Fernsehen der iranischen Opposition kündigt ein viertägiges Telethon an

Der Satelliten-Fernsehsender der iranischen Opposition namens Simay-Azadi („Bilder der Freiheit“) kündigt ein viertägiges Telethon an, das vom Freitag, den 22. August bis zum Montag,

den 25. August 2014 dauern und der finanziellen Unterstützung seiner Programme dienen soll. 

Auf der neuen Facebook-Seite des Fernsehsender heißt es: „Der Zweck von Simay-Azadi besteht darin, ein zuverlässiges Medium für einen demokratischen Iran zu schaffen, in dem die Menschenrechte aller geachtet werden.“

Der Fernsehsender arbeitet ohne Profit. Er ist auch unter dem Namen „Iran National Television (INTV)“ (‚Iranisches Nationalfernsehen’) bekannt. Er ist im Iran verboten, weil er Berichte bringt, die die Menschenrechtsverletzungen der Mullahs enthüllen, und das Bewußtsein von Millionen Iranern auf den Fundamentalismus des Regimes, die Unterdrückung ethnischer Minderheiten, die Einmischung der Mullahs in die Angelegenheiten anderer Länder und besonders ihre Unterstützung des Terrorismus in Syrien, dem Irak und anderswo in der Region richtet.

Trotz technischer Anstrengungen, diesen sehr populären Fernsehsender zu stören und trotz sehr harter Strafen für jene, die ihn im Iran benutzen, nimmt die Zahl derer, die sein Programm verfolgen, ständig zu.

Am 14. August des vorigen Jahres gab die Polizei für moralische Sicherheit des iranischen Regimes bekannt, sie habe im Zuge einer Unterdrückung der Satellitensender-Netzwerke 107 Personen verhaftet und in 19 Städten  16 000 Satellitenschüsseln beschlagnahmt. 

Diese Beschlagnahmen erfolgten, nachdem zehntausende Iraner  während eines viertägigen Telethons 4,55 Millionen Dollar für Simay-Azadi gesammelt hatten. 

Gholamreza Khosravi, ein Freund der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“, wurde am 1. Juni 2014 hingerichtet – wegen Feindschaft gegen Gott: Er wurde beschuldigt, Informationen für INTV (Simay-Azadi) gesammelt und den Sender finanziell unterstützt zu haben. 

Doch trotz dieser repressiven Maßnahmen kommt ein neuer Bericht des Forschungszentrums des Parlaments des Regimes zu dem Ergebnis: „Diese Maßnahmen haben das gewünschte Ergebnis nicht erzielt, sondern sie haben das Verlangen nach dem Gebrauch des Satellitenfernsehens in die entlegensten und ärmsten Dörfer und Vororte der Städte gebracht.“