Tuesday, November 29, 2022
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Das iranische Regime lässt eine 39 Jahre alte Mutter erhängen und sagt zu den Zellengenossinnen, sie käme ins Krankenhaus

NWRI – Das fundamentalistische Regime im Iran ließ am Montag eine junge iranische Mutter in dem berüchtigten Gefängnis in Karaj, nordwestlich von Teheran,

erhängen.

Fatemeh Haddadi, 39, war zuvor im Qarchak Gefängnis für Frauen in Varamin, südöstlich von Teheran, in Haft.

Am Sonntag (den 9. August) holten Wärter Frau Haddadi aus der Halle 6 des Qarchak Gefängnisses unter dem Vorwand, sie ins medizinische Zentrum zu bringen. Sie wurde in das Gohardasht (Rajaishahr) Gefängnis in Karaj gebracht und dort einen Tag später hingerichtet, so die Internetseite der Organisation der Volksmudschahedin des Iran, PMOI (Mujahedin-e Khalq, MEK).

Frau Haddadi, die eine Tochter hatte, verbrachte die letzten acht Jahre im Gefängnis.

Es gibt unbestätigte Berichte, dass neun weitere Männer zusammen mit Frau Haddadi am Montag in Gohardasht erhängt wurden.

Das Qarchak Gefängnis, auch als ‚Qarchak Todeslager‘ bezeichnet, wurde vom Regime im Iran als der Ort brutaler Folterungen und Vergewaltigungen für diejenigen benutzt, die bei den Protesten der Bevölkerung von 2009 festgenommen worden sind. Der Tod von mindestens vier jungen Protestlern unter der Folter in Qarchak hat sich in einen Skandal für das iranische Regime verwandelt.

Zwei weitere Frauen wurden Ende Juli unter dem Regime im Iran erhängt.

Eine der Frauen, die als Pari-Dokht Molai-Far identifiziert worden ist, wurde am 29. Juli in dem ebenfalls berüchtigten Qezelhesar Gefängnis erhängt. Die Mutter eines Kindes war in den letzten drei Jahren im Qarchak Gefängnis inhaftiert und wurde zur Hinrichtung nach Qezelhesar gebracht.

Eine andere Frau wurde in dem Shabab Gefängnis in Kerman, im südöstlichen Iran, am 30. Juli erhängt.

„Nach den Berichten wurden im Iran bisher in diesem Jahr 600 Personen hingerichtet. Im vergangenen Jahr wurden mindestens 753 Menschen in dem Land hingerichtet“, hat der Hohe UN Kommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad Al Hussein am Mittwoch mitgeteilt.