Saturday, December 3, 2022
StartNachrichtenFrauenDas iranische Regime lässt zwei Frauen erhängen; 93 Frauen unter Rohani erhängt

Das iranische Regime lässt zwei Frauen erhängen; 93 Frauen unter Rohani erhängt

Zwei Frauen wurden am Dienstag, dem 23. Juli 2019 in den frühen Morgenstunden im Zentralgefängnis von Urmieh im Nordwesten des Iran erhängt.
Als Namen wurden genannt Arasteh Ranjbar und Nazdar Vatankhah. Sie waren schon 15 Jahre im Gefängnis. Die Anklage lautete jeweils auf Mord und Komplizenschaft bei Mord.

Nach einer informierten Quelle war den beiden Frauen zuvor ein Monat Zeit gegeben, worden, um sich mit den Eltern des Opfers zu einigen, das war ihnen aber nicht gelungen; und so wurden die Todesstrafen vollstreckt.
Am Montagmorgen, am 22. Juli, wurden sie in Einzelzellen gebracht, um auf den Galgen vorbereitet zu werden, so der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI).
Mit diesen neuesten Hinrichtungen hat die Anzahl der Frauen, die in den sechs Jahren der Präsidentschaft von Hassan Rohani hingerichtet worden sind, die 93 erreicht. Vier von ihnen wurden allein in den letzten 8 Tagen hingerichtet, was auf erhöhte Unterdrückung und das Zielen auf Frauen im Iran hindeutet.
Maliheh Salehian aus Minadoab wurde am 16. Juli wegen Mordes im Zentralgefängnis von Mahabad im westlichen Iran erhängt.
Am 17. Juli wurde eine weitere Gefangene, Zahra Safari Moghadam, 43, im Gefängnis von Nowshahr im Norden des Iran erhängt.
In den letzten sechs Jahren unter Rohani wurden etwa 3700 Personen hingerichtet. Das iranische Regime hält den Weltrekord bei den Hinrichtungen pro Kopf. Es vollstreckt die Todesstrafe und benutzt sie als Werkzeug um den Zugriff auf die Macht zu behalten und eine verstimmte Bevölkerung zum Schweigen zu bringen, die mehrheitlich unter der Armutslinie lebt, wobei zugleich die Arbeitslosigkeit im Land grassiert und es keine Freiheit der Rede gibt.
In Regel 61 der Regeln der Vereinten Nationen für die Behandlung von weiblichen Gefangenen und für die Überwachungsmaßnahmen für Straftäterinnen (die Bangkok Regeln) heißt es: „Bei der der Verurteilung von Straftäterinnen haben Gerichte die Befugnis, mildernde Umstände in Betracht zu ziehen wie fehlende Vorstrafen und eine relative Geringfügigkeit und mindere Schwere des kriminellen Verhaltens wegen der Verantwortlichkeiten der Frauen zur Fürsorge und typischer Hintergründe“.
Der Frauenausschuss der nationalen Widerstandsrats Iran hat die Hinrichtung von Frauen durch das Mullah-Regime verurteilt, weil sie Opfer frauenfeindlicher Gesetze und einer entsprechenden Politik des Kleriker-Regimes und dessen Zerstörung der Wirtschaft sind. Der Frauenausschuss im NWRI fordert die internationalen Organisationen zur Verteidigung der Menschenrechte und der Frauenrechte auf, etwas zu unternehmen, um die Praxis der Todesstrafe im Iran zu beenden.