Tuesday, February 7, 2023
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Das iranische Regime plant als Strafe, die Finger von Gefangenen abzuschlagen

NWRI – Das fundamentalistische Regime im Iran plant die Finger mehrerer Gefangener amputieren zu lassen, denen Diebstahl vorgeworfen wird, gab der örtliche Justizchef der Distrikte 16 und 17 am Dienstag bekannt.

Der örtliche Justizchef, ein berüchtigter Mullah mit dem Namen Sadeq Rezvani, sagte gegenüber der Online Nachrichtenagentur Mizan aus, die im Dienst des Regimes steht,  dass die Gefangenen alle in den letzten fünf Monaten in Teheran beim Diebstahl ertappt worden seien.
Er erklärte, mehrere Gefangene hätten Urteile erhalten, dass jeweils vier Finger abgehackt würden. Diese Fälle seien aber noch in der Berufung.
Am 9. Mai 2016 hat das Mullah-Regime  in der Stadt Maschad im Nordosten des Iran bei einem Mann im Alter zwischen 30 und 40 die Finger amputieren lassen. Das war bislang die letzte in einer Reihe von drakonischen Bestrafungen, die verhängt und vollzogen worden sind. 
Das inhumane Urteil wurde im Zentralgefängnis von Maschad vollstreckt. Die staatliche Zeitung Khorasan gab die Anfangsbuchstaben M.T. des Namens des Gefangenen an und fügte hinzu, er sei 39 Jahre alt. Der Gefangene war des Diebstahls beschuldigt worden und saß außerdem eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren ab.
Das Urteil war vom Berufungsgericht des Regimes aufrechterhalten worden.
Der Staatsanwalt des Regimes in Maschad Golamali Sadeqi äußerte dazu: „Eine der wichtigsten politischen Maßnahmen in diesem Jahr besteht darin, Kriminelle zu stellen und die Urteile sehr genau und entschieden auszuführen“.
Frau Farideh Karimi, Mitglied des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) und Aktivistin für die Menschenrechte, gab dazu den Kommentar, dass solche Verfahrensweisen „die Barbarei des Mullah-Regimes zeigen, die immer besorgniserregender wird wegen der Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft.
„Es ist nun an [dem UN Sonderberichterstatter für die Menschenrechtssituation im Iran] Herrn Ahmed Shahid, sofort die notwendigen und wirksamen Maßnahmen zu ergreifen, um die Welle der Hinrichtungen und mittelalterlichen Folterungen zu stoppen“, ergänzte sie.