Friday, January 27, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteDas iranische Regime verstärkt die Spaltung der Geschlechter aus Furcht vor sozialen...

Das iranische Regime verstärkt die Spaltung der Geschlechter aus Furcht vor sozialen Unruhen

NWRI – Die Umsetzung des repressiven Plans der Aufspaltung nach Geschlecht, demzufolge in der Stadtverwaltung von Teheran männliche und weibliche Angestellte getrennt werden, dehnt sich jetzt auf andere Bereiche im iranischen Regime aus,

wie staatliche Medien berichten. (Jener Plan wurde im letzten Monat von dem Bürgermeister von Teheran Mohammad Bagher Qalibaf verkündet).    

Die repressive Maßnahme hat verschiedene Teile der Gesellschaft verärgert, besonders die Frauen. Die wütende Reaktion hat Beamte des Regimes dazu gezwungen, ihren frauenfeindlichen Plan zu verteidigen.

Um den Plan zu rechtfertigen, sagte Teherans Bürgermeister Qalibaf: „Wir sollten einer Dame nicht erlauben, während der Bürostunden sich mit Fremden zusammenzutun oder in Kontakt zu ihnen zu treten und mehr Zeit mit Fremden zu verbringen als mit ihren engen Familienangehörigen, ihrem Mann und mit ihren Kindern. Was ist mit unserer Würde geschehen?“

 

Der Chef des Verwaltungsgerichts Ali Akbar Bakhtiari charakterisierte den Plan als Maßnahme als „Sicherung  der Integrität der Frauen in der Arbeitsumgebung“. Er meinte, das bedeutet keine ‚Diskriminierung oder Trennung nach Geschlecht‘.

 

Hassan Rohanis Innenminister Mostafa Pour-Mohammadi betrachtet diesen Plan als „in Übereinstimmung mit den Werten des Regimes, das die Einkünfte steigern werde“. (Die Nachrichtenagentur Fars, 23. Juli 2014).

 

Mostafa Pour-Mohammadi ist als ‚Todesminister‘ bekannt wegen seiner Mitgliedschaft im dreiköpfigen ‚Todesausschuss‘, das für das Massaker von 1988 an mehr als 30.000 politischen Gefangenen verantwortlich ist.

 

Eine Gruppe von 183 Mitgliedern des Parlaments des iranischen Regimes ‚haben einen Plan des Teheraner Bürgermeisters Mohammad Baqer Qalibaf unterstützt, weibliche und männliche Angestellte in der Teheraner Stadtverwaltung zu trennen‘. Sie meinten, die Maßnahme erbringe eine „besondere Aufmerksamkeit und Respekt für die Frauen“.

In einer Direktive, die vom Rat der Bürgermeister und ihren Stellvertretern am 17. Mai 2014 verabschiedet worden ist, heißt es: „Alle hochgestellten oder mittleren Direktoren sollten nur männliche Angestellte für Positionen wie Bürochef, Sekretär, Telefonist, Schreibkraft und als Nachfolger für sich vorsehen…“ (staatliche Nachrichtenagentur ISNA, 16. Juli 2014)

Die Stadtverwaltungen wurden über diese vertrauliche Direktive vom Rat der stellvertretenden Bürgermeister der Stadtverwaltung in Teheran unterrichtet.

Im Zuge der Umsetzung dieser Direktive wurden Frauen von der Einnahme einiger Positionen in den Stadtverwaltungen ausgeschlossen und verloren ihre Jobs.

Es passt zu dieser Politik der Geschlechterapartheid, dass die Stadtverwaltung in Teheran plant, getrennte Bänke für Jungen und Mädchen in öffentlichen Parks einzurichten.

Die Universität für Naturwissenschaften und Technik in Teheran hat eine Reihe von repressiven Regelungen unter dem Namen „Moralische Charta“ erlassen, nach der ‚keine soziale Interaktion weiblicher und männlicher Studenten auf dem Campus erlaubt ist‘. Die Charta ächtet auch den Gebrauch von Parfums und After Shave.

Abgesehen von diesem Plan hat das Regime repressive Maßnahmen gegen Frauen aus vorgetäuschten Gründen verstärkt.

 Es gibt mittlerweile 10 Bloggerinnen, die im Gefängnis sind. Eine junge Frau wurde von den Agenten der Polizei (Einheiten der Staatssicherheit) festgenommen, während sie in der Stadthalle von Karaj ein Musikstück aufgeführt hat.

Die Polizei beleidigt, erniedrigt und belästigt weiterhin Frauen unter dem Vorwand unzureichender Verschleierung.

Frau Sarvnaz Chitsaz, die Vorsitzende des Frauenausschusses des Nationalen Widerstandsrats Iran sagte, die Umsetzung der Geschlechterapartheid, unterdrückerischer mittelalterlicher Pläne und die Ausweitung der Repression gegen iranische Frauen enthüllt die schändliche Natur der ‚Mäßigung‘ von Hassan Rohani. Diese Maßnahmen zeigten die Furcht des Regimes vor sozialer Unruhe im Iran, wo Frauen eine führende Rolle spielten, ergänzte Frau Chitsaz.

„Schweigen und Sich Blind Stellen in den westlichen Ländern für die desaströse Lage der Menschenrechte im Iran, besonders der Rechte von Frauen  unter dem Vorwand der Atomgespräche werde nur zu weiterer Repression im Iran führen. Alle politischen oder wirtschaftlichen Verhandlungen oder Vereinbarungen mit dem iranischen Regime sollten eine Verbesserung im Hinblick auf die Menschenrechte im Iran zur Bedingung machen, vor allem der Rechte der freiheitsliebenden Frauen“, erklärte Frau Chitsaz.

Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrats Iran

1. August 2014