Sunday, December 4, 2022
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Demonstranten im Irak rufen zum Abbruch der Beziehungen mit dem iranischen Regime auf

File photo: Iraqis protest against Iranian regimeNWRI – Hunderte Iraker riefen am Montag auf einer friedlichen Demonstration die Regierung auf, ihre Beziehungen mit dem iranischen Regime nach der Besetzung des Fekka Ölfeldes durch iranische Streitkräfte zu beenden. Dies berichtet die Aswat al-Irak Nachrichtenagentur.

 „Die verärgerten Menschen riefen die irakische Regierung auf, die Beziehungen mit dem Iran einzufrieren, bis die iranischen Einheiten vom Ölfeld abgezogen sind und eine offizielle Entschuldigung an das irakische Volk für die Überschreitung seiner Grenzen erfolgt ist.“, sagte einer der Demonstranten, Hamad Abdulah (42) gegenüber der Agentur.

Der Protest ging von einigen Treffpunkten in Richtung Zentrum von Ramadi. Ramadi ist die Hauptstadt der al-Anbar Provinz, 110 km westlich von Bagdad.

Ähnliche Proteste fanden in anderen Städten statt. „Eine Großdemonstration wurde gegenüber dem iranischen Konsulat in Karbala gegen die Besetzung des Fekka Ölfeldes abgehalten“, berichtet Al-Shaqiya TV am Montag. Irakische Stammesführer, Persönlichkeiten und Repräsentanten der Gewerkschaften standen dabei in vorderster Linie.

In Hawjah (Nordbagdad) demonstrierten Hunderte gegen die Besetzung des Ölfeldes, berichtet Al-Bagdad TV.

Während dessen hat der irakische Vizepräsident Tariq al-Hashemi am Dienstag die Aktion des iranischen Regimes verurteilt und sie eine „schamlose Provokation gegen die irakische Souveränität“ genannt.

„Der Irak ist nicht schwach und wird einen Bruch seiner Souveränität oder seiner heimischen Interessen nicht dulden“, sagte der Vizepräsident in einer Erklärung. Dies berichtet dpa.

Die Aktionen des Irans am Freitag „bestätigen die Ambitionen des Iran, dass er sich an irakischen Gebiet und seinem Wohlstand bereichern will“, sagte al-Hashemi.

Er sagte, dass das Herunterlassen der iranischen Flagge auf dem Ölfeld „nicht genug“ sei. „Wenn der Iran gute Beziehungen zum Irak aufbauen will, dann sollte er aufhören, seine Grenzen zu mißachten.“

Seine Äußerungen stehen im starken Kontrast zu den Aufrufen zu Beschwichtigung durch Premierminister Nuri al-Maliki, der ein shiitischer Muslim ist, welcher von 1982 bis 1990 im Iran im Exil lebte, betont der Bericht.