Sunday, January 29, 2023
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Der Angriff auf die US Botschaft im Irak und die Umsturzkrise des iranischen Regimes

Angriff auf die US Botschaft in Bagdad, Irak, am 31. Dezember durch vom Iran unterstützte Milizen 

Nach dem Angriff auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Bagdad von den Stellvertretergruppen des iranischen Regimes am Dienstag, dem 31. Dezember, als Reaktion auf den Luftschlag der USA auf Lager der Kataib Hisbollah im Irak und in Syrien, hat sich das Gleichgewicht zu Ungunsten des iranischen Regimes verschoben.

Die Führer der Volksmobilisierungskräfte (PMF) und bekannten Agenten des Mullah-Regimes im Irak wie Abu Mahdi Al-Muhandis, Befehlshaber von Kataib Hisbollah, Hadi Al- Ameri, Befehlshaber des terroristischen Badr Corps, Faleh Fayyad al-Qaisi und Nawaz al-Qaisi Chef von Al-Haq waren an dem Angriff auf die US Botschaft in Bagdad beteiligt und führten ihn faktisch persönlich an.

Einige Experten sehen in dem Angriff auf die US Botschaft einen wichtigen Wendepunkt in den Beziehungen der USA zum iranischen Regime. Das wird damit begründet, dass die USA anders als in der Vergangenheit die Basen von Kataib Hisbollah, eines irakischen Ablegers der iranischen Revolutionsgarden als Reaktion auf die indirekten Angriffe des Regimes auf US Interessen angriffen und keinen Unterschied zwischen dem iranischen Regime und seinen Handlangern gemacht haben.

„Der Iran hat einen amerikanischen Vertragsunternehmer getötet und viele Leute verwundet. Wir haben stark reagiert und werden das immer tun. Jetzt orchestriert der Iran einen Angriff auf die US Botschaft im Irak. Sie werden dafür vollständig zur Verantwortung gezogen werden. Außerdem erwarten wir, dass der Irak seine Kräfte benutzt, um die Botschaft zu schützen, dies ins Stammbuch!“ erklärte US Präsident Donald Trump und betonte, dass das iranische Regime den Angriff organisiert habe.

„Der Angriff heute wurde von Terroristen orchestriert – Abu Mahdi al Muhandis und Qays al-Khazali – und angestiftet von iranischen Ablegern – Hadi al Amari und Faleh al-Fayyad. Von allen ist auf Bildern zu sehen, dass sie sich vor unserer Botschaft befinden“, gab US Außenminister Mike Pompeo dazu an.

Mit dem Angriff des iranischen Regimes auf die Botschaft der Vereinigten Staaten ist die Krise des Regimes in eine neue Phase der Verschärfung eingetreten. Anscheinend war das Ziel des Regimes beim Angriff auf die US Botschaft, von den Aufständen der irakischen Bevölkerung abzulenken und die Aufmerksamkeit von den Demonstranten weg auf ein anderes Ziel zu richten. Der Hauptslogan der Aufstände war ja, dass das iranische Regime aus dem Irak vertrieben werden solle.

Genau deshalb startete das Mullah-Regime in den letzen beiden Monaten 11 Angriffe auf US Truppen im Irak. Da jedoch diese Angriffe meist nur die Lage sondiert haben und allein die Umgebung der Basen trafen, reagierten die USA nicht mit Gewalt. Das hat das Regime ermutigt. Beim letzten Angriff am 26. Dezember auf die Basis K1 in Kirkuk wurde ein Vertragsunternehmer der USA getötet und mehrere US Soldaten verletzt. Dieser Angriff hat eine heftige Gegenreaktion der US Regierung ausgelöst. Es folgte ein Luftschlag auf sieben Garnisonen der irakischen Kataib Hisbollah.

Nach dieser Bombardierung und der heftigen militärischen Antwort der USA sah sich das Regime vor einem Dilemma. Wenn es auf den US Angriff nicht seinerseits reagieren würde, würde seine Schwäche in Bezug auf die Machtbalance eine sofortige enorme Abfallbewegung seiner Kräfte im Irak und im Iran hervorrufen. Im andern Fall aber musste das Regime bereit sein, die Folgen des Angriffs auf sich zu nehmen.

Es scheint, dass der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei den zweiten Weg eingeschlagen hat wegen der neuesten landesweiten Proteste im Iran und der Notwendigkeit, seine Repressionskräfte zu behalten. Zugleich sagen einige poltische Beobachter, dass Khamenei mit Einschränkungen der Handlungsfähigkeit des US Präsidenten rechnet wegen des Wahljahres in den USA.

Dieses Dilemma und eine neue Krisenwelle haben die Kämpfe innerhalb des Regimes angefeuert. Die Befürworter der jeweiligen Option beschuldigen einander, dass die jeweilige Alternative das Regime in seine Zerstörung und den letztendlichen Sturz führen werde. Weil für das Regime eine neue Phase der Spannungen mit den USA und weil zugleich seine Krisen eines drohenden Sturzes, wo seit den Aufständen vom November nichts mehr rückgängig zu machen ist, begonnen haben und weil es zudem noch die Aufstände in der irakischen Bevölkerung gibt, wurden die Pfeiler der Existenz des Regimes erschüttert. Diese Krisen werden den letztendlichen Sturz des Mullah-Regimes beschleunigen.