Saturday, December 10, 2022
StartNachrichtenAktuellesDer Westen hat ‚keine klare Strategie’ im Kampf gegen ISIS; damit ermöglicht...

Der Westen hat ‚keine klare Strategie’ im Kampf gegen ISIS; damit ermöglicht er iranischen Terroristen ihr Gedeihen – so heißt es in einem Bericht

Die Vereinigten Staaten und die übrigen Westmächte haben in ihrem Krieg gegen den Islamischen Staat ‚keine klare Strategie’. Sie schieben den Schlag gegen die Terrorgruppe auf und erlauben kriminellen Milizen, die dem Iran nahe stehen, ihr Gedeihen in der Region;

zu dieser Verurteilung kommt ein neuer Bericht.

Die in Brüssel ansässige „Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak“ hielt den Vereinigten Staaten und der Koalition vor, die Art, wie sie den früheren irakischen Premierminister während ihrer Besetzung des Landes unterstützt hätten, sei die Hauptursache der gegenwärtigen Krise. 

Der für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bestimmte ausführliche Bericht der EIFA erklärt: „Es ist schon 100 Tage lang bombardiert worden. Die Vereinigten Staaten haben den irakischen Truppen und den Peshmergas in Kurdistan Waffen und Munition verschiedener Arten geschickt, und doch zeichnet sich ein erfolgreiches Ende des Krieges gegen diese barbarische Gruppe immer noch nicht ab. Vertreter der amerikanischen Regierung meinen, dieser Kampf könne noch Jahre dauern.“

In nur 40 Tagen gelang im Jahre 1991 die Befreiung Kuwaits von den irakischen Truppen; der Konflikt des Jahres 2003 zum Sturz Saddam Husseins dauerte ungefähr drei Wochen – so bemerkt der Bericht.

Er fügt hinzu: „Man fragt sich verwundert: Warum hält der Krieg gegen eine terroristische Gruppe, die mit der irakischen Armee jener Tage nicht verglichen werden kann, schon so lange an, ohne daß ein Ende in Sicht wäre?

Es duldet keinen Zweifel, daß die gegen ISIS gebildete Koalition – und besonders die Regierung der Vereinigten Staaten – keine klare Strategie haben. Sie wollen keine Truppen entsenden, obwohl weder im Irak noch in Syrien eine verläßliche örtliche Truppe vorhanden ist. 

Es folgt, daß die terroristischen, kriminellen Milizen, die mit dem Iran verbunden sind, erstarken; sie haben ISIS bereits einige Gebiete abgenommen. Die Zahl der Verbrechen, die diese schiitischen Truppen im Irak während des letzten Jahrzehnts begangen haben, ist erheblich größere als die der von ISIS begangenen. 

Es duldet keinen Zweifel, daß die Fehler, die die USA und die Koalitionstruppen während der Besetzung des Irak begangen haben, als sie die autoritäre Regierung Malikis unterstützten und den Irak dem Iran auf einem Silbertablett überreichten, die Hauptursache der gegenwärtigen Krise sind.“

Weiter heißt es in dem Bericht: „Vom militärischen Standpunkt her gesehen, bleiben die Bombenangriffe ohne aktive Unterstützung durch die sunnitischen Stämme wirkungslos. Die Sunniten haben sich wiederholt bereit erklärt, sich der Koalition anzuschließen. Sie verfügen über wertvolle Erfahrungen im Kampf gegen al-Qaida – aus der Zeit, als General Petraeus die US-Truppen im Irak kommandierte. 

Doch nachdem sie al-Qaida aus dem Irak vertrieben hatten, wurden sie von den Amerikanern sich selbst überlassen, darnach von Maliki brutal unterdrückt. Daher sind sie im Recht, wenn sie ihre Beteiligung am Krieg gegen ISIS an Bedingungen knüpfen.“

Die einzige Möglichkeit, die sunnitischen Stämme erneut zu beteiligen, besteht darin, dem iranischen Einfluß auf die irakische Regierung durch Verringerung des Einflusses der terroristischen schiitischen Milizen ein Ende zu machen; andernfalls würde aus dem Krieg gegen ISIS ein Konflikt zwischen Schiitischen und Sunniten, heißt es in dem Bericht. 

Er fügt hinzu: „Wir brauchen für Sunniten wie Schiiten eine kulturelle und religiöse Alternative, um der gewalttätigen, reaktionären und extremistischen Interpretation des Islam entgegenzutreten. Wir sollten jene Muslime unterstützen, die für einen toleranten Islam eintreten.

Um dies Ziel zu erreichen, muß man gegenüber dem religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, eine entschiedene Haltung einnehmen; man muß ihn aus dem Irak und aus Syrien vertreiben. Dann könnte es zu einer umgekehrten Tendenz kommen. 

Es scheint jedoch, daß die Vereinigten Staaten in der Hoffnung, sich mit den Ayatollahs zu befreunden, einer solchen Lösung widerstreben. Diese Haltung könnte zum Desaster führen.“