Friday, January 27, 2023
StartNachrichtenDesinformationskampagne des iranischen Regimes rutscht ungeprüft bei einer anerkannter Zeitung durch

Desinformationskampagne des iranischen Regimes rutscht ungeprüft bei einer anerkannter Zeitung durch

Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), die als Teil des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) agieren, sind die größte Bedrohung für das iranische Regime. Sie sind die einzige funktionsfähige Hauptopposition zum Regime. Sie sind daher auch das Hauptziel der berüchtigten Propagandamaschine des Regimes.

Das iranische Regime hat immer schon eine Menge Lügen über die Opposition verbreitet und viele Ressourcen für seine zahllosen Desinformationskampagnen eingesetzt.

Normalerweise ist das im Westen kein größeres Problem, weil die dortigen Nachrichtenagenturen und Zeitungen auf diese Propaganda nicht herein fallen. Doch dieses Mal scheint es dennoch der Fall gewesen zu sein. Am 9. November veröffentlichte The Guardian einen Artikel von Aaron Reza Merat.

Der Artikel mit dem Titel: „Terroristen und Sektenanhänger – Die Champions der iranischen Demokratie? Die wilde Geschichte der MeK“ war voller Unwahrheiten und falscher Informationen, der irgendwie durch die Redaktionen in eine Zeitung rutschte, die sonst eigentlich für ihre Qualität der Artikel bekannt ist.

Merat bezeichnet die Mitglieder der MeK als Geiseln, welche die Gruppe nicht nach freiem Willen verlassen könnten. Er erwähnt explizit den Fall Mustafa Mohammadi, der seine Tochter von der MeK „retten“ wollte.

Seine Tochter Somayeh ist eines der Mitglieder der Opposition, die in Camp Ashraf und später in Camp Liberty im Irak lebte. Die Dissidenten mussten dort eine Reihe von Angriffen erdulden, die über Jahre hinweg erfolgten und über alle von ihnen wurde berichtet. Somayeh war eine der Bewohnerinnen, die am Ende – zusammen mit weiteren Hunderten MeK Mitgliedern – nach Albanien verteilt wurden.

Ihr Vater trat damals einen medialen Sturm los und sagte, dass er nicht in der Lage ist, sie aus den Klauen der MeK zu befreien und dass sie dort gegen ihren Willen fest gehalten wird.

Doch das ist weitab jeglicher Realität und es ist für The Guardian leicht gewesen, dies heraus zu finden. Zum Beispiel wurde Somayeh in der Zeit der Kontrolle von Ashraf durch die US Armee vom FBI im Einzelgespräch befragt und dort gab sie an, dass sie aus freien Stücken dort ist.

Oberst Martin, der früherer Leiter der US Abteilung für Information in der Armee sowie früherer Offizier für Anti – Terrorismus in der Koalition im Irak und Kommandeur von Ashraf hat bestätigt, dass Somayeh und jeder andere Bewohner des Camps jederzeit die Freiheit hatte, Ashraf zu verlassen, wenn er dies gewünscht hätte. Er und viele andere haben bestätigt, dass die Aussagen des Vaters von Somayeh jeglicher Grundlage entbehren.

Weiterhin schreibt Merat in seinem Artikel im The Guardian, dass das Camp der MeK in Albanien wie eine Festung bewacht wird. Oberst Martin sagte dazu, dass dies fernab jeglicher Realität ist. Er hat das Camp mehrfach bei verschiedenen Anlässen besucht und bestätigt, dass es „keine Verteidigungsanlagen und auch keine Waffen auf dem Grundstück sind“.

Es ist sehr enttäuschend und auch beunruhigend, dass solche äußerst fragwürdigen Publikationen einfach naiv und ungeprüft veröffentlicht werden können. In dem Artikel von Merat sind viele weitere Lügen vorhanden, die leicht hätten überprüft werden können. Die Redaktion des The Guardian sollte in der Lage sein, die Unwahrheiten in dem Artikel zu erkennen und die Veröffentlichung solcher absurden Behauptungen verhindern.