Tuesday, November 29, 2022
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Deutschland erhöht Druck auf Unternehmen, Geschäftsverbindungen mit dem Iran aufzulösen

German exports to Iran in Billions of EurosNWRI – Die deutsche Regierung erhöht den Druck auf Unternehmen, Geschäfte mit dem Iran zu unterlassen und versuchte sogar, eine Wirtschaftskonferenz zu stoppen, an der der Ölminister des Iranischen Regimes teilnimmt. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung Handelsblatt am Dienstag.

Letzte Woche bat die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel die deutsche Vereinigung für den nahen und mittleren Osten (NUMOV) in einem Brief darum, die zwei Konferenzen zu beenden, sagt das Handelsblatt. „Diese Veranstaltungen widersprechen klar der Politik der Regierung und können großen Schaden im Ausland für Deutschland bedeuten“, zitiert das Handelsblatt aus dem Brief des Wirtschaftsministeriums.

„Aus diesem Grund möchten wir sie im Namen des Bundeswirtschaftsministerium und des Büros der Kanzlerin bitten, nicht weiter mit dieser Veranstaltung fort zu fahren“, sagt der Brief.

Die beiden Veranstaltungen (eine Informationsveranstaltung über den Iran für deutsche Unternehmen in Düsseldorf und ein Treffen deutscher Firmen mit Vertretern des iranischen Ölministers Gholamhossein Nozari in Berlin) gingen dennoch weiter, sagt die Zeitung.

Deutschland ist traditionell einer der größten Handelspartner des Iran. Frühere Ereignisse zeigen, dass Berlin eine klare Verweigerung von neuen Kreditgarantien an Unternehmen begonnen hat, die mit dem Iran Geschäfte machen, dennoch stiegen die Exporte aus Deutschland im Jahre 2008, so sagen es die offiziellen Statistiken.

Der Druck trägt erst jetzt Früchte, sagt das Handelsblatt, der Handel zwischen Deutschland und dem Iran ist im Vergleich zum Januar 2008 in gleichen Monat 2009 um 30 % zurück gegangen.

*Quelle: Wire News Dispatches