Thursday, February 9, 2023
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Die einzigartige Rolle Soleimanis in dem von den Mullahs betriebenen Export des Terrorismus

Durch Qassem Soleimani leitete Khamenei die Terror-Operationen im Nahen Osten

Der Höchste Führer der Mullahs, Ali Khamenei, gab sich große Mühe, um die entscheidende Bedeutung zu erläutern, die Qassem Soleimani, der Kommandeur der Quds-Truppe des IRGC, der in der vorigen Woche im Irak durch eine Drohne der USA getötet wurde, in der Strategie des Mullah-Regimes, Terrorismus und Chaos in der Region zu verbreiten, gespielt hatte.

Ein strategischer Schlag gegen das Regime und desssen tödlicher Engpaß

Die Ausschaltung von Qassem Soleimani, dem Kommandeur der Quds-Truppe des Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), bedeutet für das iranische Regime einen wesentlichen, irreparablen Schlag. Seine Bedeutung wird noch gesteigert durch den Aufstand des iranischen Volkes, der im November 2019 begann. Der Aufstand bedeutet eine neue Zeit und Veränderungen des Macht-Gleich-gewichts.

Dem Aufstand im ganzen Iran waren im Irak Massendemonstrationen vorausgegangen, die sich gegen die iranische Einmischung in die irakische Gesellschaft des Irak und seine politischen Angelegenheiten richteten. Beide Bewegungen erschütterten das iranische Regime und zerstörten seine strategische Tiefe. Teheran antwortete, um die hohle Hegemonie des Höchsten Führers Ali Khamenei wiederherzustellen, mit einer Reihe von Operationen im Irak, die sich gegen die Truppen der Vereinigten Staaten richteten und zugleich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von deren gerechtem Verlangen, das iranische Regime aus dem Irak zu vertreiben, ablenken sollten. Während der Operation, die irakische Söldner des Regimes und die Quds-Truppe des IRGC durchführten, wurde ein Amerikaner getötet; drei weitere wurden verletzt.

Nach dem Angriff auf die Raffinerien von ARAMCO und Flughäfen in Saudi-Arabien hatte Khamenei bis dahin von den Vereinigten Staaten noch keine Reaktion erlebt. Daraus schloß er, das Regime verfüge über eine Gelegenheit, seine strategische Tiefe durch Terror-Operationen im Irak wiederherzustellen. Doch diese Strategie stellte sich, während er sie verfolgte, als Fehlkalkulation heraus; denn diesmal erhielt er eine entschiedene Antwort.

Zu dieser Fehlkalkulation kam Khamenei, weil er die Tiefe und Bedeutung des Aufstands des irakischen Volkes und des November-Aufstandes im Iran falsch einschätzte; denn durch beide wurde das Gleichgewicht der Macht verschoben. Vom Tage seiner Gründung an hatte sich das iranische Regime auf den Export des Terrorismus und das Schüren von Krise und Krieg im Ausland gestützt.

Diese Politik verfolgte den Zweck, seine hohle Hegemonie zu beweisen und damit andere Parteien zur Unterwerfung unter seine Erpressungs-Kampagnen zu zwingen. Die fehlgeleitete Politik der Beschwichtigung, die die internationale Gemeinschaft dem Mullah-Regime entgegenbrachte, wurde von ihm als der entscheidende Grund eingeschätzt, diese Politik fortzusetzen, die schon seit einiger Zeit begonnen hatte, sich als Fehlschlag herauszustellen.

Der Aufstand des iranischen Volkes im Dezember 2017 und Januar 2018 machte klar, wie sehr es dies Regime und seine Politik des Exports des Terrorismus verabscheute. So kam es in folgenden Slogans zum Ausdruck: „Weder Gaza noch Libanon – mein Leben gilt dem Iran!“ und: „Hände weg von Syrien – denkt an uns!“ Dadurch geriet die Strategie des Regimes, den Terrorismus zu exportieren, ins Wanken.

Die Aufstände des iranischen Volkes erteilten der westlichen Politik der Beschwichtigung den Gnadenschuß. Das wurde von dem Präsidenten des Regimes, Hassan Rouhani, eingeräumt, als er den Rückzug der USA vom Nuklearabkommen im Jahre 2018 als Anzeichen eines grundsätzlichen Wandels der amerikanischen Politik beschrieb.

Als die Protestbewegung im Iran sich auf den Irak und den Libanon wirksam ausdehnte, bewies sie, daß die strategische Tiefe des Regimes zerstört worden war; hinzu kam, daß die November-Demonstrationen im Iran an den Tag brachten, wie hohl sein Macht-gehabe war. Und als Qassem Soleimani eliminiert wurde, bedeutete dies definitiv das Ende seiner hohlen Hegemonie.

Das Symbol Soleimani ist nicht mehr imstande zu verbergen, wie hohl der Anspruch Teherans auf die Hegemonie in Wahrheit ist; derart wird die Welt jetzt zum Zeugen dessen, wie grundlos sein gesamtes Machtgehabe war.

Es hat ja sein Bestes getan, um diesen Wandel zu verheimlichen. Es hat Rache angedroht; es hat Schüler gezwungen, Formulare auszufüllen, die sich für eine Vergeltung seitens des Regimes aussprachen, und es hat die Teilnahme der Öffentlichkeit an der Bestattung Soleimanis angeordnet. Doch all das war vergebens – der tödliche Engpaß, in dem das Regime sich befindet, ist nicht mehr zu verbergen.

Wenn Khamenei die harsche Reaktion auf die Ausschaltung von Qassem Soleimani, die er angekündigt hat, nicht ins Werk setzen kann, dann wird – allen seinen Truppen zum Trotz – seine Führung zerbrechen und durch die Furcht vor dem Sturz ersetzt werden; damit wird das Tempo der Fehler zunehmen, die seine Regime begeht. Doch wenn er mit seiner Drohung Ernst macht, wird er einen noch größeren Preis entrichten müssen. Khamenei ist sich sehr wohl bewußt, wie zerbrechlich dies Regime ist. Auf der einen Seite benötigt er dessen bösartige Interventionen in der Region, doch auf der anderen Seite befindet es sich unter den obwaltenden Umständen auf dem niedrigsten Niveau seiner Macht.

Das Regime der Mullahs sieht einer Sackgasse entgegen. Gleichviel, für welchen Weg es sich entscheidet – es wird mit Hilfe der Widerstandseinheiten von einer aufgerührten Gesellschaft gestürzt werden. Auch die internationale Gemeinschaft steht vor einer Wahl: Entweder sie folgt der hohlen Rhetorik des Regimes, zieht sich zurück und ermöglicht es auf diese Weise den Mullahs, sie durch Terrorismus und Fortsetzung des Blutvergießens im Iran und in der Region als Geisel zu nehmen, oder sie findet zu einer entschiedenen Politik, die die Mullahs verstehen läßt, daß die Zeit der Beschwichtigung vorbei ist.

Während der Feierlichkeiten zur Bestattung Soleimanis kam Khamenei mit einer Delegation der Ewig-Gestrigen von Qom zusammen; dabei sprach er offen über die Rolle, die der erschlagene Kommandeur der Quds-Truppe bei der Erzeugung von Chaos und Instabilität in der Region gespielt hatte.

„Durch die Hilfe, die er den Ländern unserer Region zukommen ließ, gelang es Soleimani“ – so sagte Khamenei -, „die auf die westliche Region Asiens bezogenen illegitimen Pläne der Vereinigten Staaten zu vereiteln. Er half den kleinen, schwachen Ländern der Region, Amerika standzuhalten.“

Danach erklärte er einige besondere Fälle.

„Die Amerikaner wollten die Sache der Palästinenser zum Vergessen bringen; sie wollten sie in einer Position der Schwäche halten. Doch Soleimani gab ihnen das, was sie brauchten; er befähigte sie, ein so kleines Gebiet wie den Gaza-Streifen zu einem Zentrum des Widerstandes gegen die Zionisten zu machen und brachte diese innerhalb von 48 Stunden dazu, um einen Waffenstillstand zu bitten. Das tat Qassem Soleimani. Mehrere Male haben unsere palästinensischen Brüder diese Tatsache in meiner Gegenwart anerkannt. Ich war natürlich bereits im Bilde.“

Was Khamenei meinte, als er sagte, Soleimani habe die Bedürfnisse der Palästinenser befriedigt, ist nichts anderes als dies: Er hat den Anführern der Hamas im Gazastreifen Millionen Dollars in bar übergeben; außerdem spielte er in der Art, wie der palästi-nensische Staat geschwächt wurde, dadurch, daß er die Hamas im Gazastreifen anstachelte, eine destruktive Rolle.

Nach Palästina wandte er sich dem Libanon zu. Er prahlte mit der Macht und dem Einfluß der Hisbollah in diesem Lande. „Heute ist die Hisbollah Hand und Auge des Libanon. Tag für Tag ist sie stärker geworden. Der Anteil Soleimanis daran ist offenkundig.“ Khamenei sprach aber nicht von der Abneigung, die das libanesische Volk gegenüber der Hisbollah an den Tag legt – einer Abneigung, die zur Zeit auf den Straßen des Libanon und in der Sackgasse, in der das Land sich befindet, zum Ausdruck kommt.

Ähnlich lobte er die destruktive Rolle, die Soleimani im Irak und in Syrien gespielt hatte. „Die tapferen Gläubigen des Irak und dessen Jugend traten ebenso wie sein Klerus den USA entgegen, und Soleimani half ihnen; er unterstützte sie als großer Freund und tätiger Berater.“

Indem er Soleimani mit Lob überhäufte, bestätigte er die Tatsache, daß die Außenpolitik des Regimes gegenüber den Ländern der Region nicht von dem Außenministerium der Mullahs, sondern von der Quds-Truppe des IRGC vorbereitet und ausgeführt wird.

„Soleimani war nicht nur militärisch, sondern ebenso auch politisch aktiv. Mehr als einmal sagte ich den politisch Tätigen, sie sollten von Soleimani lernen – seiner politischen Tapferkeit, seiner Weisheit und seinem Einfluß.“

Die Botschafter des Mullah-Regimes in den Ländern der Region erhalten ihre Anweisungen regelmäßig durch die Quds-Truppe. Dessen gegenwärtiger Botschafter im Irak, Iraj Masiedi, spielte ebenso wie sein Vorgänger Danaifard nach dem Wechsel des Regimes dieses Landes im Jahre 2003 eine aktive Rolle.

Beide steckten hinter tödlichen Angriffen auf die MEK, als sie in den Lagern Ashraf und Liberty im Irak ansässig war, wobei 146 von den Bewohnern den Tod fanden, bevor diese im Jahre 2016 nach Albanien evakuiert wurden.