Friday, February 3, 2023
StartNachrichtenEsmail Ghaani vom iranischen Regime ist der neue Pate des Terrors

Esmail Ghaani vom iranischen Regime ist der neue Pate des Terrors

Von: Struan Stevenson

Esmail Ghaani wurde nach Qassem Soleimani zum neuen Oberbefehlshaber der Quds-Truppe der Terroristen des IRGC ernannt.
In einem Artikel der United Press International (UPI) enthüllt Struan Stevenson, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments und Leiter der „Delegation des Parlaments für die Beziehungen zum Irak“, einige Tatsachen über den neuen Chef der Quds-Truppe des Corps der Revolutionsgarden des iranischen Regimes (IRGC), Esmail Ghaani.Sein Vorgänger Qassem Soleimani wurde am 3. Januar durch einen Luftschlag der Vereinigten Staaten getötet.

Herr Stevenson schreibt: „Die iranischen Mullahs haben sich zu willigen Anwälten des Drehbuches der Mafia gemacht; sie haben ihr gefallenes Idol Qassem Soleimani, der durch eine amerikanische Drohne ausgeschaltet wurde, durch seinen Stellvertreter Esmail Ghaani ersetzt. Gleich seinem brutalen Vorgänger hat Ghaani den Posten des Oberbefehlshabers der terroristischen Quds-Truppe übernommen, des extraterritorialen Flügels des Corps der Islamischen Revolutionsgarden.“

„General Ghaani, an dessen Händen viel Blut klebt, ist“ – so fährt Stevenson fort – „Ayatollah Ali Khameneis beste Wahl für das Kommando über das Äquivalent der Gestapo. Jahrelang hat er das Volk des Iran aktiv unterdrückt, während er zugleich zu der vom Regime betriebenen aggressiven Expansion im Nahen Osten und darüber hinaus beitrug.“

„Er bezeichnete sich selbst und Soleimani als ‚Kinder des Krieges‘; der 62 Jahre alte Mann wurde in Bonjourd, in der Provinz Nord-Khorasan, geboren. In den vergangenen Jahren war er der Stellvertreter Soleimanis; er stieg schnell auf, nachdem er geholfen hatte, den dem Sturz des Schahs während der Revolution von 1979 folgenden Aufstand der Kurden niederzuschlagen. Während Soleimani sich auf die Stellvertreterkriege des iranischen Regimes in Syrien, im Jemen, im Libanon und im Irak konzentrierte, bestand die Aufgabe Ghaanis darin, die Terror-Milizen in Pakistan, Afghanistan und in Afrika zu stützen.“ Derart wirft Herr Stevenson Licht auf Ghaanis Vergangenheit.

„Im Jahre 2012 wurde er“ – so heißt es in dem Artikel – „auf Amerikas Schwarze Liste der Terroristen gesetzt, nachdem in Nigeria 13 Containerschiffe, die nach Gambia fahren sollten und angeblich ‚Pakete von Glaswolle und Paletten von Steinen‘ geladen hatten, aufgebracht worden waren, wobei herauskam, daß ihre Ladung in 107mm-Katyusha-Raketen, Gewehrmunition und sonstigem militärischen Gerät bestand.“

Über die aktive Rolle Ghaanis beim Export des Terrorismus und seine Beziehungen zu anderen Terror-Gruppen im Nahen Osten schreibt Herr Stevenson: „Seit 2014 hat sich Ghaani immer mehr dem Nahen Osten zugewendet. Während des Krieges gegen den Islamischen Staat des Irak wurde er des öfteren als Mitglied von Delegationen der Quds-Truppe gesehen, die mit einer Völkermord-Kampagne gegen die vorwiegend sunnitische Bevölkerung der Provinz al-Anbar beschäftigt waren, wo in den alten Städten Fallujah und Ramadi und später in Mosul – im Gouvernement von Niniveh – hunderttausende unschuldiger Zivilpersonen ‚ethnisch gesäubert‘ wurden.“

„Auch war er“ – so fährt Herr Stevenson fort – „direkt an Operationen der Huthi-Rebellen im Jemen beteiligt; offen prahlte er im staatlichen Fernsehen des Iran mit dieser Verbindung. Nach der Ermordung des Kommandeurs des IRGC Hossein Hamedani in Syrien im Oktober 2015 übernahm Ghaani das Kommando über die Hilfstruppen des religiösen Regimes in Aleppo, Syrien; er beaufsichtigte und unterstützte das blutige Massaker, das Bashar al-Assad unter seinen eigenen Bürgern anrichtete.“

Darnach schreibt Herr Stevenson: „Darauf bedacht, seine Stellung als neuer Kommandeur der Quds-Truppe zu festigen, kam Ghaani unmittelbar nach der Bestattung Soleimanis in Teheran mit Ismail Haniyeh, dem Chef der terroristischen Hamas, dessen Stellvertreter Saleh al-Arouri und anderen Mitgliedern des Politbüros der Hamas zusammen. Der Iran unterstützt den militärischen Flügel der Hamas, die Brigaden ‚Izz ad-Din al Qassam‘, seit diese im Jahre 2007 die Kontrolle über den Gaza-Streifen übernahmen, mit Ausbildung, Geld und Waffen.“

Ferner nimmt Herr Stevenson Bezug auf die prahlerische Behauptung Ghaanis, er werde an der Tötung Soleimanis „harte Rache“ nehmen: „Das grobe Gerede Ghaanis und seine blutige Vergangenheit mögen in den Augen der tyrannischen Diktatoren des Iran sein mafioses Prestige vielleicht befördern; doch die Entschiedenheit der 80 Millionen Einwohner der Islamischen Republik – ihrer von Sorgen heimgesuchten und um das Überleben kämpfenden Bevölkerung -, die in den vergangenen Wochen zu hunderttausenden auf die Straßen gingen, um gegen die Käuflichkeit der regierenden Mullahs und ihre fahrlässigen Investitionen in Krieg und Terror zu protestieren, wird davon kaum beeindruckt werden.“

Herr Stevenson schließt mit den Worten: „Zu der brutalen Niederschlagung der Demonstrationen, die von Khamenei angeordnet und von Ghaanis Vorgänger Soleimani enthusiastisch ausgeführt wurde, gehörte dies, daß die Schurken des IRGC 1 500 junge Demonstranten erschossen, darunter 400 Frauen, 4 000 verletzten und mehr als 12 000 verhafteten. Die tapferen Widerstandseinheiten der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK), die an der Organisation des Aufstands zentral beteiligt waren, werden von Ghaanis Auftreten auf der Bühne nicht eingeschüchtert werden. Ihm sollte das blutige Hinscheiden Soleimanis zur Warnung dienen, daß es für die Täter des Bösen wie für die Paten der Mafia seit alten Zeiten keine Straflosigkeit gibt.“

Struan Stevenson ist der Koordinator der „Kampagne für den Wandel im Iran“. Er vertrat von 1999 – 2014 Schottland im Europäischen Parlament, war von 2009 – 2014 Präsident der Delegation des Parlaments für die Beziehungen zum Irak und von 2004 – 2014 Vorsitzender der „Überparteilichen Gruppe ‚Freunde eines Freien Iran‘. Er hält auf internationaler Bühne Vorträge über den Nahen Osten und ist der Präsident der „Europäischen Vereinigung ‚Freiheit für den Irak‘“.