Tuesday, December 6, 2022
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Die Erklärungen staatlicher Amtsträger zeigen ihre Furcht vor dem Aufstand im Iran

Der große Aufstand im Iran geht in seinen zwölften Tag; er stellt für die herrschende Theokratie eine wesentliche Bedrohung dar und demoralisiert die Unterdrückungskräfte. Während die Amtsträger den Sturz des Regimes am Horizont sehen, nehmen ihre inneren Kämpfe zu.
Die Demonstrationen erstrecken sich über den ganzen Iran und Videos aus Hunderten von Städten zeigen furchtlose Protestierer, viele Frauen und Jugendliche, die ihre Stellung behaupten und mit den Unterdrückungskräften des Regimes aneinander geraten.

Trotz des brutalen Vorgehens des Regimes, das bis jetzt 200 Tote hinterlassen hat, sind die Bürger des Iran entschlossen, ihr Land vom Joch des Hauptfördererstaats von Terrorismus zu befreien.
Diese Ausdauer hat die Kräfte des Regimes demoralisiert, was einhergeht mit der zunehmenden internationalen Isolation des Regimes. Ein Video aus Teheran, wo in jeder Nacht Proteste stattfinden, zeigt Hossain Ashtari, den Befehlshaber der Staatssicherheitskräfte (SSF), bei einer Aufmunterungsrede für eine Gruppe seiner Untergebenen.
„Haltet eure Stellung und zweifelt nicht an eurem Weg“, erklärte er am 25. September, wie später von der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Ashtaris Äußerungen haben die Verletzlichkeit und Frustration der Sicherheitsmannschaften des Regimes bloßgelegt.
In einem anderen Video hat Gholamhossein Mohseni-Ejei, der Justizchef des Regimes, der vorher in einer öffentlichen Stellungnahme seine Zähne gezeigt und den Protestierern gedroht hatte, seine Äußerungen um die Erwähnung von „erschöpften Kräften“ erweitert, die „seit Tagen nicht ausgeschlafen hätten!“

In einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen am 26. September hat auch Mohsen Ghadiri Abianeh, jemand, der dem Obersten Führer des Regimes nahesteht, die sich verschärfende Furcht in den Reihen des Regimes eingestanden.
„Einige Amtsträger, die einmal Minister oder Parlamentsmitglieder waren, haben gedacht, dass das System dabei sei zusammenzubrechen. Sie zeigen jetzt ihr wahres Gesicht“, meinte er.
Da die Angehörigen verschiedener Fraktionen im Regime gelegentlich über einander herziehen wegen Interessenkonflikten, haben manche offenbart, dass die meisten staatlichen Amtsträger ihren Nachwuchs in westliche Länder geschickt hätten. Die Sprösslinge haben mittlerweile doppelte Staatsbürgerschaft und bahnen den Weg dafür, dass ihre Eltern sich ihnen anschließen, falls es zum Sturz des Regimes kommt.

Mit anderen Worten: Trotz der jahrelangen Predigten und blumigen Wiederholungen über die Zerstörung des Westens würden Leute aus dem iranischen Staatsapparat sich lieber in die Sicherheit „globaler Arroganz“ begeben, wenn die Zeit gekommen ist.

2019 hat der IRGC Brigadegeneral Morteza Mirian in einem im Fernsehen übertragenen Interview zugegeben: „Heute leben fast 4000 Kinder von Leuten aus dem Staatsapparat in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Kanada“.

In seinen Ausführungen im Parlament vom 26. September hat das MP Modschtaba Zolnour eingestanden, dass in das Seminar des Regimes Furcht eingesickert ist und dass die neuesten Proteste die Mullahs aufgestört haben.

Er rief das „Sondergericht für den Klerus“ auf, sich mit diesen „Verrätern“ zu befassen und ermutigte die demoralisierten Sicherheitsmannschaften des Regimes, „Begräbniskleidung anzuziehen und auf das Schlachtfeld zu kommen“.
Eine historische Erinnerung
General Abbas Gharebaghi, der letzte Innenminister des Schahs, hat in seinen Memoiren zugegeben, dass die Unterdrückungskräfte des Regimes „wie Schnee dahin geschmolzen sind“.

Das ist tatsächlich das Schicksal aller diktatorischen Regimes angesichts der hellen Sonne der Revolution. Deshalb prophezeit die sich steigernde Furcht innerhalb des Regimes – nach nur zehn Tagen des Aufstands – eine helle Zukunft für das Volk des Iran.