Sunday, November 27, 2022
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Die iranische Wirtschaft wird nicht überleben, wenn die Mullahs im Amt bleiben

Die Auswirkungen  der im August verhängten US Sanktionen gegen den Iran können erst ansatzweise gesehen werden, aber die iranische Wirtschaft sieht sich schon jetzt vor einer schweren Krise nach Jahrzehnten der Korruption und des Missmanagements der Mullahs.

Diese instabile Wirtschaft wird durch die landesweiten Proteste gegen das Regime erschüttert, die im letzten Dezember aufgeflammt sind, und der Rückzug der USA aus dem Atomabkommen im Mai bedeutete einen nahezu schicksalhaften Schlag. Wir wollen einen Blick darauf werfen, wie sich die Wirtschaft jetzt darstellt.

  • BSP: Das Forschungszentrum des Parlament des iranischen Regimes sagt voraus, dass das Bruttosozialprodukt des Iran in diesem Fiskaljahr um 0.8 % zurückgehen wird und um 2,5 % im kommenden, während der Internationale Währungsfonds einen größeren Rückgang um jeweils 1,5 % und 3,6 % als Schätzung angibt. Das ist eine massive Abnahme gegenüber den 4 % Wachstum, die noch vor einigen Monaten vorausgesagt worden waren.
  • Inflation: Das statistische Zentrum des Iran hat eine Inflation von 4 % für September angegeben (was sich zu 88 % als jährlicher Rate hochrechnet), während die Zentralbank mit 6,1 % rechnet (oder jährlichen 103 %).
  • Wechselkurs: Das iranische Regime hat im April den Wechselkurs bei 42 000 Rial pro Dollar fixiert, aber der weltweite Wechselkurs erreichte die Marke von 200 000 Anfang Oktober. Viele spekulieren, dass der Rial weiter fallen wird, was die Preise für die iranische Bevölkerung in die Höhe treibt.
  • Beschäftigung: Die Arbeitslosenrate im Iran ist hoch und sie ist noch höher bei denen mit Abschlüssen. Es wurde geschätzt, dass ein Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen unter 30 mit College-Abschluss ohne Arbeit sind.
  • Wohnungsmarkt: Während die Preise in den Himmel schießen, sind die Menschen ängstlich beim Kauf in diesen Zeiten, wenn ihr Eigentum nach dem Kauf rapide an Wert verlieren könnte.
  • Exporte: Derzeit sind die Exporte noch hoch, aber bei den anstehenden Sanktionen gegen die Ölindustrie im Iran können wir nur erwarten, dass sie in der kommenden Woche zurückgehen werden.

Die Antwort des Regimes

Es scheint auch, dass das iranische Regime keinen klaren Plan hat dafür, wie es mit der Krise umgehen soll, sondern nur ein paar halb ausgegorene Ideen, die wahrscheinlich am Ende mehr Schaden als Nutzen stiften, wie das Verbot, Tomaten zu exportieren.

Es ist ihnen auch nicht gelungen, stärker gegen die Schmuggelaktivitäten durchzugreifen, die iranisches Öl ins Ausland bringen oder schwer erhältliche Nahrungsmittel zu einem erhöhten Preis ins Land bringen, obwohl die meisten Schmuggler mit dem Regime in Verbindung stehen, so dass uns das nicht überraschen sollte.

Der künstliche Wechselkurs erlaubt auch denen, die sich mit Import/Export beschäftigen – die Revolutionsgarden – , noch mehr Gewinne dadurch einzustreichen, dass sie den Unterschied ausnützen, während die iranische Bevölkerung verarmt.

Das iranische Regime scheint davon auszugehen, dass es die Präsidentschaft von Trump aussitzen kann, aber das kann es nicht. Die Wirtschaft scheitert und kein Pflaster wird die verbleibenden zwei Jahre halten, besonders nicht mit einer wachsenden Anti-Regime Einstellung in der iranischen Bevölkerung.

Die USA sollten die iranische Bevölkerung bei ihrem Streben nach einem Regimewechsel unterstützen.