Saturday, November 26, 2022
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Die Mutter zweier hingerichteter politischer Gefangener: „Haltet die Köpfe aufrecht und sterbt mit offenen Augen!“

Die Behörden respektierten nicht einmal ihren letzten Wunsch, die Mutter zu umarmen

NWRI – Die Mutter der Brüder Fathi, zweier politischer Gefangener, die, von der Diktatur der „Moharebeh“ – „Feindschaft gegen Gott“ – angeklagt, gestern hingerichtet wurden, sagt in einer Botschaft: Als ich während des letzten Besuches meinen Söhnen gegenüberstand, sagte ich ihnen: Haltet die Köpfe aufrecht und sterbt mit offenen Augen; seht dem Henker, wenn er euch die Schlinge um den Hals legt, in die Augen! – So der Bericht von Iran-Khabar.

Frau Mahvash Alasvandi fügte hinzu: Meine Söhne sind einmal gestorben – doch die Mörder, Folterer und die mit diesem Fall Beschäftigten sterben hundertmal jeden Tag, sie werden niemals mehr zum Frieden kommen, besonders Rahimi, Bahrami, Oberst Hoseindazeh und der Ankläger Isfahans Habibollah nicht; so Iran-Khabar am 17. Mai.

Sie wandte sich an die Henker des Regimes, die den letzten Abschied zwischen Mutter und Söhnen verhinderten und berichtete: „Meine Söhne baten darum, daß ihnen die Handschellen für kurze Zeit abgenommen würden, damit sie mich zum Abschied umarmen könnten. Die Beamten sagten: ‚Nein!’ Wo in aller Welt wird einem Verurteilten der letzte Wunsch ausgeschlagen? Mein Sohn sagte, er wolle seine Mutter umarmen und die Handschellen ablegen. Die Beamten erlaubten es nicht und sagten: ‚Nein! So will es das Gesetz’. Ich sagte zu meinen Söhnen: ‚Hu! Seht nur, was für eine gesetzestreue Regierung wir haben! Ich sagte: So werde ich euch umarmen, wie ich es seit eurer Kindheit getan habe.’“

In ihrer Botschaft sagte die trauernde Mutter: „Als sie meine Söhne ermordet hatten und die Ambulanz mit ihren Leichen abfahren sollte, wurden die schwer bewaffneten Wachen von unbewaffneten Leuten, auch Jugendlichen, erschreckt, die nichts taten als zu weinen und zu schreien. In den Augen der Wachen war die Angst zu lesen. Ich bitte Sie, zum Gedächtnis meiner Söhne Kerzen zu entzünden; lassen Sie uns auf eine Welt hoffen, in der es kein Gefängnis gibt. Lassen Sie uns hoffen, daß die Hinrichtungen überall in der Welt aufhören werden!“