Sunday, December 4, 2022
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Die Revolution von 1979 im Iran 43 Jahre später


Archivfoto: Ein Transparent, das die Ereignisse rund um die Rückkehr Khomeinis in den Iran feiert und sein Bild und das seines Nachfolgers Khamenei enthält, wird von aufrührerischen Jugendlichen angezündet.

Der diesjährige 11. Februar ist der 43. Jahrestag der antimonarchischen Revolution im Iran. Nach Jahrzehnten der Korruption und Unterdrückung waren die Iraner des Pahlevi Regimes überdrüssig und stürzten es. Aber der Frühling der Demokratie und der Freiheit im Iran war nur von kurzer Dauer. Ruhollah Khomeini und seinesgleichen haben die Revolution gekapert und es begann der Winter der „Islamischen Republik“. Jetzt, 43 Jahre später, haben Khomeini und seine Schüler den Iran in einen totalen Ruin geführt.
In seiner ersten Ansprache an das iranische Volk von 1979 im Friedhof Behesht-e Zahra redete Khomeini von Freiheit und Demokratie und darüber, dass Muhammad Reza Pahlevi „unsere Nation ruiniert und unsere Friedhöfe gefüllt hat“.
Aber bald hat er sein wahres Gesicht gezeigt und die Mission des Schahs der Unterdrückung der Freiheit nur noch vervollständigt durch das Errichten eines Reichs des Terrors. Seit 1979 wurden Zehntausende freiheitsliebender Iraner an den Galgen gebracht. Khomeini verlängerte den Iran-Irak-Krieg und hinterließ damit Millionen Toter und Dutzende an zerstörten Städten auf beiden Seiten. Als er zuletzt gezwungen war, den Waffenstillstand mit dem Irak zu akzeptieren, ordnete er die Massenhinrichtung politischer Gefangener an, in erster Linie der Mitglieder der Mujahedin-e Khalq (MEK).
Khomeinis Nachfolger haben sein übles Erbe auf Dauer gestellt, wo der Iran unter dem Mullah Regime in der Welt führend ist bei den Pro Kopf Zahlen der Hinrichtung der eigenen Bürger. Im November 2019 haben die Revolutionsgarden (IRGC) mehr als 1500 friedliche Protestierer niedergeschossen. Mit der Fortführung der kriminellen Politik, bei der Täuschung und Untätigkeit im Zentrum stehen, hat das Regime Iraner in das Minenfeld von Covid-19 geschickt und mehr als eine halbe Million Bürger getötet.

Trotz ihrer Rolle bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit genießen Amtsträger des Regimes wie der Oberste Führer Ali Khamenei und sein Präsident Ebrahim Raisi, der als Mitglied der Teheraner „Todeskommission“ während des Völkermords von 1988 tätig war, Straflosigkeit und setzen ihre Gräueltaten fort. Es hat allein 2022 mindestens 50 Hinrichtungen gegeben und unabhängige Quellen bestätigen, dass im Jahr 2021 mindestens 365 Gefangene erhängt wurden.
Bei seiner Ankunft versprach Khomeini „Freie Elektrizität und Wasserversorgung und freien Transport und freie Busfahrten“ und dass die Iraner gemäß den Öleinkünften entlohnt würden. Demgegenüber hat die herrschende Theokratie den Reichtum des Volkes für seine böswilligen Bestrebungen verschwendet wie die Finanzierung von terroristischen Ableger-Gruppen einschließlich von Hamas, Hisbollah und Huthis und die Fortsetzung seiner heimlichen Raketen- und Atomprogramme.
Laut der staatlichen Tageszeitung Arman vom 4. Dezember 2021: „Es wird geschätzt, dass die Kosten des Nuklearprogramms zwischen 1,5 und 2 Billionen Dollar liegen sollte. Es scheint, dass die anfängliche Einschätzung des Experten der Budget- und Planungsorganisation nicht weit von der Realität entfernt war“.
Daneben haben die institutionalisierte Korruption und die Unfähigkeit des Regimes die elende Wirtschaftskrise des Iran verstärkt. Am 3. Januar hat Morteza Afghe, einer der Ökonomen des Regimes, bestätigt: „Laut dem Ministerium für Kooperative, Arbeit und sozialen Wohlstand haben 60 Millionen Menschen Anspruch auf Regierungshilfe, was bedeutet, das 60 Millionen Menschen unter der Armutslinie leben müssen“. Zugleich genießen Amtsträger der Regierung und ihre Verwandten ein Luxusleben. „Wir sprechen nicht über ein paar Amtsträger und ihre Kinder mit verschwenderischem Leben. Wir sollten die ausgedehnte Aristokratie, die in starkem Kontrast zu den Idealen der Revolution leben, berücksichtigen“, schrieb die staatlichen Tageszeitung Jomhouri-Eslami („Islamische Republik“) am 7. Januar.
Man kann mit ziemlicher Gewissheit davon ausgehen, dass die derzeitige schlechte wirtschaftliche Situation auf die Korruption und das Missmanagement der Mullahs zurückgeht. Khomeini hat die Revolution des Volkes gekapert mit dem Versprechen von wirtschaftlichem Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit. Nichts davon hat er herbeigeführt.
Schlussfolgerung
In Anbetracht der Gräueltaten, die die Kleriker, die in Teheran herrschen, in den letzten vier Jahrzehnten begangen haben, fragen manche, ob der Iran unter der Herrschaft des Schahs nicht besser dran war. So wohlmeinend sie sein mögen, wissen diese Stimmen nichts darüber, was zu der iranischen Revolution geführt hat und warum es sich schließlich so gewendet hat, wie es geschehen ist.
Während das iranische Volk die herrschende Theokratie gestürzt sehen möchte, will es nicht in die Vergangenheit zurückkehren, was eine der beliebten Parolen in den verschiedenen Protesten der letzten drei Jahre beweist: „Nieder mit dem Unterdrücker, ob Schah oder Führer (Khamenei)“.
In Wahrheit war Khomeini der rechtmäßige Erbe des Schahs. Ein halbes Jahrhundert der absoluten Repression unter der Pahlevis hat jede Chance dafür zerstört, dass die Demokratie im Iran Gestalt angenommen hat. Demokratische Bewegungen und Organisationen wurden von der berüchtigten Geheimpolizei des Schahs, der SAVAK, dezimiert. Tausende von Dissidenten schmachteten im Gefängnis unter der Folter. Deshalb schritten Khomeini und die Mullahs, als sie den Schah stürzten, in ein Machtvakuum. Die Krone wurde durch den Turban ersetzt.
Überflüssig zu sagen, dass außer ein paar progressiven Klerikern, die die Sicherheitskräfte verfolgten oder ins Gefängnis sperrten, das klerikale Establishment und die pro-Khomeini Elemente, die im postrevolutionären Iran das Machtmonopol haben, mit dem Schah Regime zusammenarbeiteten und die Öffentlichkeit entpolitisieren wollten, besonders die jüngere Generation.
Jetzt, 43 Jahre nach der antimonarchischen Revolution kämpfen Millionen Iraner mit der Armut und der Covid-19 Pandemie. Aber hat sich der mutige Geist, der zu jener ruhmreichen Revolution führte, abgeschwächt? Die fortgesetzten und sich ausdehnenden Proteste in jeder Ecke des Landes stellen klar, dass das Gegenteil davon der Fall ist.
Thomas Jefferson sagte einmal: „Wenn Unrecht Gesetz wird, wird Widerstand zur Pflicht“. Genau das ist die Geschichte der iranischen Nation. Heutzutage sind die Widerstandseinheiten der MEK die Vorreiter im Kampf gegen die herrschende Theokratie und sie erhalten den Geist der Revolution von 1979 lebendig mit ihren Aktivitäten und Anstrengungen, die Mauer der Repression zu brechen und einen landesweiten Aufstand in Gang zu setzen, der dem Albtraum der Herrschaft der Mullahs ein Ende setzt.