Tuesday, February 7, 2023
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Die Vereinigten Staaten unterstützen die streikenden Lehrer im Iran

Der Koordinierungsrat der Lehrergewerkschaften im Iran (CCTSI) rief die Lehrer auf, in ihren Schulen Sit-ins abzuhalten und den für den 14. und 15. Oktober vorgesehenen Unterricht ausfallen zu lassen.

Die Organisation erklärte, dass der Streik notwendig geworden sei, weil nichts getan werde im Streit mit dem Bildungsministerium über die Beschneidungen bei Bezahlung und Budgets.

Der CCTSI hofft darauf, dass die Sit-ins die Regierung zum Handeln zwingen werde, warnte aber zugleich, das werde nicht das Ende sein, wenn nichts geschieht. Er erklärte: „Die Sit-ins in diesem Oktober sind nur der Anfang: wenn wir keine schnellen, konstruktiven und konkreten Änderungen bei der Zahlungsausfällen bei den aktiven und pensionierten Beschäftigten im Bildungswesen und bei den Stipendien der Studenten sehen, werden wir im November unsere allgemeinen Streiks ausweiten“.

Die Lehrer sind zornig, dass das iranische Regime den jungen Menschen im Iran das Recht auf Bildung für alle verweigert. Die steigenden Kosten im Zusammenhang mit der Schule und für die Bücher bedeuten, dass immer weniger Menschen im Land Zugang zum Bildungswesen haben.

Während die Kosten für die Bildung steigen, verschlechtert sich die Lebensqualität der Lehrer. Darüber hinaus lebt die Mehrheit der Lehrer unter der Armutslinie.

Die Lehrer werden von verschiedenen Seiten unterstützt, darunter von dem Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) und seiner Führerin Frau Maryam Rajavi. Die Führerin des Widerstands ermutigte alle, die an den Streiks teilnehmen, nicht nur die Lehrer, sondern auch die Lastwagenfahrer, die jetzt seit drei Wochen streiken, um die Stoßkraft aufrechtzuerhalten. Frau Rajavi führte aus, dass die Lehrer gegen die elenden Bedingungen protestieren, die sie erdulden müssten, ebenso wie gegen die repressive Atmosphäre in den Schulen. Sie meinte, das Ziel der Proteste sei, dass die Lehrer ihre Rechte zurückbekommen, auf die vom iranischen Regime herum getrampelt werde.

Heather Nauert, Sprecherin des US Außenministeriums, sprach ebenfalls den Streiks, die im ganzen Iran stattfinden, ihre Anerkennung aus. In einer Twitter-Botschaft  erklärte sie: „Wir verfolgen die Berichte über die landesweiten Streiks im #Iran. Wir unterstützen das Recht des iranischen Volkes, ihre berechtigten Forderungen friedlich zum Ausdruck zu bringen. Von diesen Streiks geht eine Botschaft an das Regime aus: Hört auf damit, den Wohlstand des Iran im Ausland zu verschwenden und fangt an, euch um die Bedürfnisse eurer eigenen Bevölkerung zu kümmern“.

Wir verfolgen die Berichte über die landesweiten Streiks im #Iran. Wir unterstützen das Recht des iranischen Volkes, ihre berechtigten Forderungen friedlich zum Ausdruck zu bringen. Von diesen Streiks geht eine Botschaft an das Regime aus: Hört auf damit, das Geld aus dem Wohlstand des Iran im Ausland zu verschwenden und fangt an, euch um die Bedürfnisse eurer eigenen Bevölkerung zu kümmern.

Lehrer in mehr als hundert Städten im ganzen Iran streiken in 29 der 31 Provinzen. Darüber hinaus haben die Studenten der Schule für Sozialwissenschaften in der Universität von Teheran am Montag eine Kundgebung abgehalten. Sie gingen nicht zu den vorgesehenen Lehrveranstaltungen als Unterstützung der Lehrer, die sich im Streik befinden. Die Studenten riefen auch dazu auf, dass den Forderungen der Lehrer entsprochen wird und dass die Lehrer, die von den Behörden interniert worden sind, freigelassen werden.

Seit Ende Dezember des vergangenen Jahres setzen sich die landesweiten Proteste fort und die Bevölkerung im Iran hat sehr klar gemacht, dass sie einen Regimewechsel will. Sie kritisiert das Regime für seine betrügerische Haltung und die Ineffizienz, die so viele schreckliche Konsequenzen für das Leben der Menschen hat.