Saturday, February 4, 2023
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Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten müssen auf den Irak dahingehend Druck ausüben, daß er die heimtückische Blockade gegen die Iraner in Camp Liberty aufgibt

den 27. August 2014 – Die Belagerung der iranischen Flüchtlinge in Camp Liberty bei Bagdad hält an. Die 2 800 Flüchtlinge, darunter 800 Frauen, haben keinen Brennstoff mehr. Die Generatoren sind abgeschaltet. Die Wasserpumpen sind funktionsunfähig. Die Lebensmittel, die in Kühlanlagen aufbewahrt werden,

verderben. Die Abwassertanks laufen über, da die irakische Regierung das Abwasser nicht aus dem Lager transportieren läßt. 

Ab Dienstag, den 26. August 2014 kann ins Lager kein Wasser mehr gepumpt werden; der von den Generatoren benötigte Brennstoff ist zu Ende gegangen. Die Truppen der irakischen Regierung hindern seit dem 16. August Brennstoff, Lebensmittel und medizinischen Bedarf am Einlaß ins Lager und rufen dadurch katastrophale Probleme hervor. Das Versagen der Generatoren bedeutet, daß die 2 800 Flüchtlinge keinen Strom haben; trotz 50º Grad Hitze arbeiten die Klimaanlagen nicht, und es gibt kein Wasser. Es handelt sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen von der iranischen Regierung, die ein „Memorandum der Verständigung“ mit der UNO unterzeichnet hat, in dem sie garantierte, sie werde für das Wohlergehen und die Sicherheit der Lagerbewohner sorgen. 

Es ist bereits eine Reihe von Bewohnern, darunter Frauen, gefährlich dehydriert; sie wurden zur Behandlung in irakische Kliniken gebracht. 

Ferner verhindert die irakische Regierung seit 11 Tagen die Einfahrt von Abwassertankwagen, so daß die Tanks nun überlaufen und schwere hygienische Probleme hervorrufen. 

Die UNO, die EU und die USA, die die Bewohner zwangen, ihren Wohnort Camp Ashraf zu verlassen, sind uneingeschränkt verantwortlich für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen und müssen daher auf den Irak dahingehend Druck ausüben, daß er diese tückische und gnadenlose Belagerung der unschuldigen Bewohner noch heute beendet.

Struan Stevenson

Präsident der Europäischen Vereinigung für Freiheit im Irak