Saturday, February 4, 2023
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Die Versäumnisse des iranischen Regimes im Rahmen der Flutkatastrophe

In den letzten Wochen sorgten schwere Regenfälle für eine massive Flut im Iran. Dörfer und Städte liegen nun unter Wasser und selbst größere Städte sind davon betroffen.

Viele Menschen haben ihr Obdach und all ihren Besitz verloren und ihr ganzes Eigentum wurde zerstört. Doch am schlimmsten sind die vielen Todesopfer. Wir wissen bis heute nicht das ganze Ausmaß dieser Katastrophe, weil das iranische Regime kaum Informationen darüber heraus gibt. Es ist ein trauriger Fakt, dass all die Jahre des Mismanagement die sowieso schon schreckliche Situation noch einmal verschärft haben. Und es ist einfach beschämend, dass die Reaktion des Regimes auf die Katastrophe mehr als schlecht ist.

Die Sicherheitskräfte haben sogar den Zugang zu den Krankenhäusern blockiert, damit Journalisten nicht über die Lage berichten können. Sie gewähren den Familienmitgliedern keinen Zugang zu den Verwundeten und verweigern ihnen den Besuch im Krankenhaus.

Anstatt alle Behörden des iranischen Regimes zusammen an einem Strang ziehen, um die Auswirkungen der Krise zu minimieren, gibt es interne Streitigkeiten, Beleidigungen und Schuldzuweisungen.

Der Präsident des iranischen Regimes, Hassan Rouhani, kritisierte die Revolutionsgarden für ihre Maßnahmen im Umgang mit den Überschwemmungen und sagte, dass ihre Methoden nicht effektiv sind. Ein Vertreter der Revolutionsgarden stritt dies ab und sagte, dass die betroffenen Menschen für die Hilfe der Garden dankbar sind.

Die Flutkrise ist eine der schlimmsten Naturkatastrophen des Iran in den letzten 50 Jahren. Es ist davon auszugehen, dass rund ¼ des iranischen Volkes direkt von der Flut betroffen ist und dass nun mehr als eine Millionen Menschen obdachlos sind.

Große Teile der Straßen sind zerstört und Dämme und Brücken sind zusammen gebrochen.

Es ist eindeutig, dass die Situation nicht so dramatisch wäre, wenn man in den letzten Jahren nicht solche Umweltsünden begangen hatten. Das Regime hat hier auf niemanden gehört, auch nicht auf die mehrfachen Aufrufe von Umweltaktivisten.

Die Dämme wurden viel zu schnell gebaut. Ebenso Straßen und Bahnstrecken. Man hätte die Landschaft so gestalten können, dass sie als natürlicher Abflußkanal fungiert. Das Regime hat in der Infrastruktur viel Geld falsch eingesetzt und Entscheidungen getroffen, welche die Infrastruktur weiter geschwächt haben. Es hat Flüsse begradigt und Flüsse geteilt. Es hat große Waldbestände abholzen lassen und sie nicht wieder aufgeforstet und so das Überschwemmungsrisiko erhöht. Viele Gebäude wurden ohne minimalste Sicherheitsstandards gebaut und nun zahlt das iranische Volk den Preis dafür.

Das iranische Regime macht dafür – wie immer – andere verantwortlich. Es übernimmt für nichts die Verantwortung. Der Außenminister des iranischen Regimes, Mohammad Javad Zarif, sagte gar, dass die USA für die Zustände verantwortlich sind. Er sagte, dass seine Sanktionen die Hilfsaktionen behindern. Das ist jedoch völlig lächerlich, weil Lebensmittel, Medizin und humanitäre Hilfe nie Bestandteil der Sanktionen waren.

Das iranische Volk unterstützt sich – so gut es geht – gegenseitig, wie es immer schon in der Not der Fall war. Die ausländischen Medien zeigen Videos, wie Iraner ihren Nachbarn helfen und alles mit ihnen teilen. In den Zeiten der Verzweiflung stehen die Menschen noch enger zusammen.

Das iranische Regime ist komplett korrupt und inkompetent. All das stärkt den Wunsch des Volkes auf einen Regimewandel.