Tuesday, November 29, 2022
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Die zerstörte Öl-Infrastruktur im Iran

Die Infrastruktur für die Ölgewinnung im Iran wurde aufgebaut vor der antimonarchischen Revolution von 1979. Nach vier Jahrzehnten ist die Ölindustrie immer noch eine Hauptstütze der Wirtschaft des Landes. Die Investitionen in diese Infrastruktur durch das iranische Regime sind hier unzureichend.

Nach Verhandlungen mit der OPEC hat der Iran seine Ölproduktion auf vier Millionen Barrel pro Tag erweitert, nach dem der Gemeinsame umfassende Maßnahmeplan (JCPOA – das Atomabkommen) in Kraft getreten ist. Die Medien im Iran haben die Vereinbarung in der OPEC als eine ‚diplomatische Errungenschaft‘ bezeichnet, die das Königreich Saudi Arabien auf dem globalen Ölmarkt schwäche.

Aber die Ölindustrie des Iran hatte nicht die Kapazitäten, vier Millionen Barrel Öl pro Tag zu erzeugen. Als der iranische Ölminister Bijan Namdar Zangeneh das nach Produktionsvolumen größte Feld im Iran, nämlich Süd-Pars, aufrief, seine Produktion zu steigern, meinten Experten, dass der Druck auf die Ölreservoirs und –quellen zunehmen werde und dass eine bedeutende Zahl der Quellen im Land für immer verloren gingen.

Es wurde berichtet, dass Hashd al-Shaabi, die irakische schiitische Miliz, die unter iranischer Kontrolle steht, mehr als 40 000 Barrel irakischen Öls pro Tag in den Iran bringe, um die fehlende Erzeugungsmenge zu kompensieren.

Der internationale Standard für  den Wartungszyklus für Raffinerien ist drei Jahre, aber im Jahr 2017 gab Zanganeh bekannt, dass der Zyklus für die Wartung für die Raffinerien von vier auf fünf Jahre erhöht werde. Das hat die Produktionsmenge nur verringert, hat aber die arbeitenden Menschen einiges gekostet.

Die Nachrichtenagentur Fars berichtet, dass zehn verschiedene Vorfälle sich in iranischen Raffinerien  ereignet hätten, seit Präsident Rohani sein Amt angetreten hat. Vielleicht am meisten Aufsehen erregte eine Explosion in der Raffinerie Shazand in Arak, die vier Tote und vier Verletzte hinterließ.

Viele andere iranische Industrien, darunter Unternehmen für Stahl, Zuckerrohr, Bergbau und verarbeitendes Gewerbe, sind in einer ähnlichen Situation. Der Sprecher im Parlament Jalal Mahmoudzadeh warnte schon vor dem Rückzug der USA aus dem Atomabkommen, dass mehr als 60% der Industrie des Landes  geschlossen werden könnten, womit die Arbeitslosigkeit stark ansteigen werde. „Es gibt jetzt sechs Millionen arbeitslose junge Leute im Land, wobei die Statistiken des Regimes über die Arbeitslosigkeit nicht korrekt sind, weil sie jeden als mit Arbeit angeben, der auch nur eine Stunde in der Woche arbeitet“, teilte Mahmoudzadeh der Nachrichtenagentur Fars mit.

Wenn man der Islamischen Republik Zeit lässt, ihre Wirtschaft wieder aufzubauen, wird sie wahrscheinlich ihre von Ideologie geleitete Politik fortsetzen, statt im Interesse des Volkes im Iran zu handeln. Als unter dem Atomabkommen die Vermögen des Iran frei gegeben wurden, wurden sie vom iranischen Regime benutzt, um den syrischen Diktator Bashar Assad und seine Milizen in der Region zu unterstützen.

Die iranische Bevölkerung will einen Regimewechsel erreichen. Die Zahl ihrer friedlichen Proteste und fortgesetzten Streiks sind im Vorderen Orient beispiellos. Sie hat die verbreiteten Verletzungen der Menschenrechte satt und organisiert immer wieder Streiks in den Fabriken, in den Schulen und auf den Straßen.