Saturday, November 26, 2022
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Dringend: Leben von kranken politischen Gefangenen in großer Gefahr

Das klerikale Regime hat den Druck auf kranke Gefangene stark erhöht

NWRI – Der iranische Widerstand macht auf den kritischen Zustand politischer Gefangener mit schweren Krankheiten aufmerksam und ruft zu dringenden Interventionen auf, um ihre Leben zu retten.

 

Mohsen Dokmechi (50) hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er wurde nach fünf Monaten unmenschlicher Schmerzen aufgrund fehlender medizinischer Behandlung operiert. Obwohl die Ärzte die Notwendigkeit einer Chemotherapie unterstrichen, brachten ihn die Henker des Regimes kurz nach seiner Operation zurück in Zelle 4 des Gohardasht Gefängnisses. Mohsen Dokmechi ist ein bekannter Händler auf dem Teheraner Bazar. Er wurde im September 2009 verhaftet und danach zu 10 Jahren Haft im Gohardasht Gefängnis verurteilt.

Mashallah (Hamid) Haeri befindet sich wegen innerer Blutungen und akuten Herzkrankheiten nach zwei Herzattacken in kritischem Zustand. Er wurde im Dezember 2009 verhaftet und nach schweren Folterungen als „Moharebeh“ zu 15 Jahren Haft im Gohardasht Gefängnis verurteilt.

Shir-Mohammad Rezaii hat akute Leiden im Verdauungssytem und braucht dringend eine Operation. Sein Zustand hat sich wegen fehlender medizinischer Versorgung im Gefängnis verschlechtert. Er ist Vater von zwei PMOI Mitgliedern, die in Camp Ashraf leben.

Alle drei waren schon in den 80er Jahren politische Gefangenen und haben brutale Folterungen erfahren müssen, weil sie seit vielen Jahren die PMOI unterstützen. Dieses Mal wurden alle drei zu langen Freiheitsstrafen verurteilt, weil sie Verwandte in Ashraf haben.

Sie gehören zu den 62 politischen Gefangenen, die seit dem 23. Januar in Zelle 4 des Gohardasht Gefängnisses sitzen und die gefoltert werden. Gefangene, die in diesen Kellern sitzen, werden Basisgüter zum Leben, medizinischer Versorgung, Familienbesuchen oder Telefonkontakten beraubt. Vor zwei Monaten starb eine Woche nach seiner Verlegung wegen der unmenschlichen Bedingungen in dieser Zelle der politische Gefangene Jaafar Sarbandi. Am 29.Januar 2011 starb Arash Arkan, ein weiterer politischer Gefangener im Evin Gefängnis, weil ihm die medizinische Behandlung seiner Nierenprobleme, die aus einer Folterung resultierten, verweigert wurde. Er saß bereits 15 Monate in Haft und wurde während der Aufstände im Jahre 2009 erneut verhaftet, weil er einem anderen Dissidenten das Leben retten wollte. 

Im Rasht Zentralgefängnis ist das Leben von Hadi Abed Bakhoda (51) bedroht. Er war bereits ebenfalls in den 80er Jahren politischer Gefangener und leidet an einer Schnittwunde im Rückenmark, einer Fehlfunktion einer Niere und Sepsis (Blutvergiftung). Er war eine Zeitlang in einem Krankenhaus und sollte laut seiner Ärzte eine Operation bekommen, doch dann wurde er vor einem Monat in das Zentralgefängnis von Rasht verlegt.

Abed Bakhoda wurde von einem Revolutionsgardisten in die Wirbelsäule geschossen, als er inhaftiert war und kam dann in die Gefängnisse Evin und Qezel Hessar, wo er trotz seines Zustandes gefoltert wurde. Er wurde wegen seiner Unterstützung der PMOI schwer unter Druck gesetzt. Seine Verhaftung war im November 2009.
 
Der physische Zustand von Hossein Ronaqi, einem politischen Gefangenen in Zelle 350 des Evin Gefängnisses, ist wegen einer Nierenentzündung kritisch. Anstatt ihn medizinisch zu versorgen, ordneten die Henker des Gefängnisses an, seine Niere zu entfernen. In einem ähnlichen Fall wurde ein politischer Gefangenen in ein Krankenhaus gebracht, um ihm angeblich medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Statt dessen wurde ihm ohne sein Wissen eine Niere entfernt.

Der iranische Widerstand will auf internationaler Ebene auf die grausamen Bedingungen der kranken politischen Gefangenen aufmerksam machen und ruft alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, die UN Hochkommisarin für Menschenrechte, relevante UN Gremien und medizinische Verbände auf, das unmenschliche klerikale Regime für seine widerwärtigen Verbrechen zu verurteilen und bindende Maßnahmen zu verabschieden, damit die kranken politischen Gefangenen sofort freigelassen werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
8. Februar 2011