Friday, December 2, 2022
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EDITORIAL: Das kriminelle Verschulden des iranischen Regimes bei der erschütternden Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus

Laut den neuesten Berichten gehen die Todesfälle durch das Coronavirus nahe an die 245 000 und kommen in 535 Städten im ganzen Land vor mit 56 000, die ihr Leben allein in der Hauptstadt verloren haben. Die Amtsträger haben zuletzt eine bittere Realität eingeräumt, die die Erfahrung von mehreren zehn Millionen Iranern ist. „Wir haben die Kontrolle über COVID-19 verloren“, gab der Gesundheitsminister des Regimes Said Namaki zu.
Unbestritten hat COVID-19 nahezu jedes Land auf der Welt verheert. Aber nirgendwo war die Reaktion der Regierung so unverantwortlich, von Unfähigkeit und Missmanagement geprägt und so schlechtweg kriminell wie im Iran.

Amtsträger, darunter der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei und sein Präsident Hassan Rohani, die monatelang die Schwere der Krise geleugnet haben, warnen jetzt vor einer vierten Welle des Virus, die die Nation heimsuche und beschuldigen die Bevölkerung dafür, dass „sie die Gesundheitsregeln nicht einhalten“.

Khameneis Verbot von Covid-19 Impfstoffen bereitet den Boden für eine Katastrophe
Tatsache ist jedoch, dass Khamenei und Rohani die letzte Verantwortung für die erschütternde Zahl der Todesfälle tragen. Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, erklärte, dass die schreckliche und neue Welle des Coronavirus auf die kriminelle Politik des Kleriker Regimes zurückzuführen sei. Sie fügte hinzu: „Mit erstaunlicher Grausamkeit hat Khamenei den Import von englischen und amerikanischen Impfstoffen in das Land verboten, während zugleich den Arbeitern das schiere Minimum aus einem Reichtum von Hunderten Milliarden Dollar verweigert wird, mit denen das iranische Volk ausgeraubt wurde und die in Institutionen unter seiner Kontrolle aufgehäuft sind. Damit hat er sie gezwungen in die Todesfelder von COVID-19 zu gehen, um über die Runden zu kommen“.

Tatsächlich hat das Regime im Januar 2020 die Nachrichten über die Verbreitung des Virus im Iran vertuscht, um eine hohe Beteiligung bei der Farce der Parlamentswahlen sicherzustellen. Es weigerte sich, in Städten Quarantäne einzurichten, und unterließ es, irgendeinen finanziellen Beistand zu leisten, wie es die meisten Länder getan haben, um die Wirkungen des Verlusts von Jobs abzumildern. Es monopolisierte die Lieferung von Hygieneartikeln wie Masken und Gels und verzögerte die Auszahlung von Gehältern an Tausende von Krankenschwestern und Pflegern, die mit erheblichem persönlichem Risiko rund um die Uhr gearbeitet haben, um das Leben ihrer Landsleute zu retten.
Diese kriminelle Politik war Teil einer Strategie von massenhaften Todesopfern, um eine Barriere gegen den Ausbruch von Aufständen zu schaffen, wie es sie im Dezember 2017 und im November 2019 gab, als landesweite Proteste die Fundamente des Regimes erschütterten. Als das Virus das erste Mal im Iran zuschlug, nannte Khamenei es eine Gelegenheit und einen Segen. Das Ziel war von zweierlei Art. Die wachsende Zahl der Todesfälle hatte zweifellos eine demoralisierende Wirkung auf die Menschen, die mit dem Verlust von nahen Angehörigen und den Versuch, das eigene Leben zu bewahren, fertig werden mussten. Abgesehen davon zögerten mit der wilden Ausbreitung des Virus selbst die am meisten Erzürnten und Lautstarken, sich mit ihrem Zorn in Massenversammlungen zu wagen, was tatsächlich hätte dazu führen können, dass sie sich mit dem Virus anstecken.
Coronavirus Ausbruch im Iran und Khameneis Umgang damit
Obwohl kurzfristig wirksam, ging die Politik doch auch nach hinten los, wie es die Proteste in Kazerun, Khorramshahr, Borazjan und Sistan und Belutschistan in den letzten Monaten wiederspiegelten. Im Laufe der wochenlangen Erhebung in Sistan und Belutschistan (im Südosten des Iran) erschossen die Sicherheitskräfte im Februar 2021 40 Protestierer und verletzten 100, um die Proteste zu ersticken. Diesem Aufstand folgten landesweite Streiks und Proteste in verschiedenen Sektoren, so die von Lastwagenfahrern, Rentnern, Arbeitern in der Ahwaz Stahl- und der Haft-Tappeh Zuckerrohr-Fabrik, von Lehrern, Studenten und Krankenschwestern sowie von Arbeitern im Öl- und Gassektor, in petrochemischen Raffinerien und Kraftwerken.
Die fortgesetzten Proteste verweisen auf die Erkenntnis der überwältigenden Mehrheit der Iraner, dass dieses Regime, solange es an der Macht ist, die Menschen weder vor den Folgen von Überschwemmungen, Erdbeben und Krankheiten noch vor wachsender Armut, Inflation und Arbeitslosigkeit schützen wird.