Wednesday, December 7, 2022
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EDITORIAL: Die Lügen und die Tatenlosigkeit des Regimes Hauptursachen der kritischen Ausbreitung des Coronavirus

Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) gab in einer Erklärung bekannt, daß der vom Coronavirus im Iran geforderte Todeszoll am Montag, den 2. März die Zahl 1000 überschritten habe.

Fotos aus dem Iran zeigen ferner, daß viele Menschen nach der Infektion durch das DOVID-19-Virus auf den Straßen und an vielen anderen Orten das Bewußtsein verlieren und stürzen.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich im Iran zu einem enormen Problem, einer humanitären Krise entwickelt, und dafür sind die Lügen und die Tatenlosigkeit des geistlichen Regimes verantwortlich.

Nachdem das Regime die Zahlen der von dem Aufstand im November 2019 geforderten Todesopfer gefälscht und über den Abschuß des ukrainischen Flugzeugs Lügen verbreitet hatte, verärgert es nun die Öffentlichkeit durch Lügen über die Ausbreitung des Coronavirus im Lande.

Dadurch verschärfen sich auch die Konflikte im Inneren des Regimes; einer stellt den anderen bloß.

Ein Abgeordneter aus der Stadt Rasht sagte, die offizielle Statistik sei ein Scherz; er habe von einigen Friedhöfen realistische Zahlen erhalten, und „diese Friedhöfe können nicht versteckt werden. In den Dörfern sterben Menschen und werden beerdigt.“

Eines der Zentren bilden die Gefängnisse des Landes, in denen das Coronavirus sich wegen Mangels an medizinischer Sorgfalt ausgebreitet hat.

Das gilt besonders für die Gefängnisse, in denen die während des Aufstandes im November Verhafteten gehalten werden. Einige von ihnen sind mit der Seuche angesteckt worden.

Einer von ihnen wurde vor wenigen Tagen zum Tode verurteilt – wegen Teilnahme an regimekritischen Demonstrationen. Es besteht ernste Besorgnis über den Zustand der politischen Gefangenen. Die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, Frau Maryam Rajavi, warnte erneut: „Der Ausbruch der Coronavirus-Seuche in den iranischen Gefängnissen bedeutet eine große Gefahr.“

Sie forderte den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für die Menschenrechte und deren Menschenrechtsrat zu sofortiger Intervention auf, um das Leben der Häftlinge zu retten und im Iran eine größere humanitäre Katastrophe zu verhindern.

Der Iran ist unter der Herrschaft der Mullahs zum Zentrum der Ausbreitung des Virus auch in andere Länder geworden.

Dazu schreibt die „New York Times“ am 28. Februar: „Von den Nachbarländern und sogar Ländern aus, die so weit entfernt sind wie Kanada, Norwegen und Neuseeland, sind Infektionen in den Iran zurück verfolgt worden.“ Ferner berichtet die „Associated Press“:

„Von Bahrain aus sind alle Fälle in den Iran zurückverfolgt worden.“ Außerdem berichtet das „Time“-Magazin von der beunruhigenden Situation, die die Ausbreitung des Virus im Iran hergestellt hat; es zitiert wie folgt iranische Ärzte:

Nachdem die Nachricht von der Ausbreitung des Coronavirus in China mitgeteilt worden war, haben sämtliche Nationen ihre Beziehungen zu China abgebrochen und alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Coronavirus in ihrem Lande zu verhindern.

Doch im Iran wurden keine Maßnahmen ergriffen, um die Beziehungen zu China abzubrechen. Die Luftfahrtlinie „Mahan“, die den Revolutionsgarden (IRGC) gehört, nutzt die Gelegenheit des Handels und Verdienstes auf Kosten des Lebens und der Zukunft des iranischen Volkes.

Diese Firma wurde anstelle anderer Luftfahrtunternehmen eingesetzt, um Passagiere aus China hinaus zu transportieren; und diese Praxis wird – trotz der Dementis des Regimes – bis jetzt fortgesetzt.

Berichten zufolge hat sich das Virus ursprünglich am Ende des Monats Januar im Ausgang von einigen reisenden Chinesen ausgebreitet, die in einem der Hotels der Stadt Qom abgestiegen waren. Aber das Regime verheimlichte diese Tatsache mit Rücksicht auf die Farce der Parlamentswahl.

Der Innenminister des Regimes, Abdolreza Rahmani Fazli, gab am 23. Februar zu: „Einige Personen haben die Verschiebung der Wahl empfohlen. Mit Bezug auf Qom beharrten sie darauf, daß dort die Wahl verschoben werde. Als der für die Wahl verantwortliche Funktionär habe ich keine von diesen (Empfehlungen) akzeptiert.“

Dies Geständnis des Innenministers des religiösen Regimes zeigt deutlich, daß es über die Ausbreitung des Coronavirus im Iran, besonders in Qom, im Bilde war.

Es hätte die Chance gehabt, wegen der Ausbreitung des COVID-19 die Wahl zu verschieben; doch aufgrund politischer Interessen setzte es das Leben von tausenden Iranern aufs Spiel und war entschlossen, durch Verdeckung der Nachrichten an der Parlamentswahl festhalten zu können.

Darum hat sich das Coronavirus über den gesamten Iran verbreitet – und von dort auch in andere Teile der Welt.

Daher gilt die Veröffentlichung jedweder Statistik über das Ausmaß des Desasters als streng vertraulich und eine Frage der Sicherheit.

Die staatliche Tageszeitung „Resalat“ zitierte am 29. Februar die Sekretärin eines Schwesternheims: „Die Statistik der Patienten, Schwestern und medizinisch Bediensteten, die mit dem Coronavirus angesteckt worden sind, ist im Ganzen eine Frage der Sicherheit; sie wird nicht zur Verfügung gestellt; selbst die Leiter der Krankenhäuser nehmen sie nicht wahr; es gibt nur einen spezifischen Kanal.“

Die Lügen und die Tatenlosigkeit des Regimes und der Umstand, daß dem Volk selbst das Mindestmaß an hygienischen Maßnahmen wie Schutzmasken und Mittel der Desinfektion unzugänglich ist, verärgert es tief; die tiefe Verärgerung und das Mißtrauen des Volkes frustrieren ihrerseits das Regime.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Wider-standsrates des Iran (NWRI), hat unterstrichen:

Die Entscheidung des Regimes zur Vertuschung ist ein fruchtloser Versuch, dem Volk und der rebellischen Jugend zu begegnen und den Ausbruch eines Aufstands und des Volkszorns zu vereiteln.

In solch einer Situation muß das Bedürfnis betont werden, den Ärger in jedem möglichen Ausmaß durch Demonstrationen und Streiks zum Ausdruck zu bringen. Erneut betonte sie, daß die medizinischen Gerätschaften von dem Monopol des IRGC befreit und statt dessen den Ärzten, Krankenhäusern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollten.

Mit Bezug auf die vom Regime begangene Täuschung und Tatenlosigkeit wandte sie sich wie folgt an die Vereinten Nationen und die internationalen Organisationen: „Die Vereinten Nationen, die WHO und andere internationale Menschen-rechtsorganisationen müssen den religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, zwingen, alle Tatsachen und Zahlen zum COVID-19 zu veröffentlichen und sie den relevanten internationalen Organi-sationen zur Verfügung zu stellen, um das Leben des iranischen Volkes und anderer Länder der Region zu retten.“