Friday, January 27, 2023
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Ehemaliger hochrangiger UN Vertreter: Martin Kobler hat bewußt die Iraner in Camp Liberty in Gefahr gebracht

NWRI – Die Vereinten Nationen haben bewußt Iraner aus Camp Ashraf (Irak) in Gefahr gebracht und sie nach Camp Liberty verlegt. Eine unabhängige Untersuchungskommision muß den tödlichen Angriff auf das Camp untersuchen. Das sagte der frühere hochrangige UN Vertreter Tahar Boumedra.

Boumedra war dreieinhalb Jahre lang Chefberater des UN Vertreters im Irak und war an der Planung des Umzuges der Bewohner von Ashraf nach Camp Liberty beteiligt.

Aus Protest gegen die Arbeit von Martin Kobler, dem UN Beauftragten für den Irak, legte Boumedra sein Amt nieder.

Camp Liberty befindet sich in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad. Dort leben nun Tausende Mitglieder der iranischen Opposition. Die Volksmojahedin Iran wurden gezwungen, nach 26 Jahren Camp Ashraf zu verlassen und nach Liberty zu ziehen.

Boumedra sagte am 27. Februar auf einer Konferenz im UN Hauptquartier in Genf:“ Camp Liberty war als ernste Bedrohung für die Bewohner von Ashraf bekannt. Die UN wußte das und dennoch haben wir sie dorthin geschickt. Nun sind wir Zeuge dieses Anschlages geworden und wir wissen, dass sie verwundbar sind. Menschen mußten dafür sterben.

„Wer immer hinter diesem Anschlag steckt, muß zur Rechenschaft gezogen werden. Es muß eine Untersuchung des Anschlages geben, bei dem sieben Menschen starben und über 100 Menschen verletzt wurden.“

„Die UN spielt eine zentrale Rolle in dieser Operation. Daher muß der Fall vor eine unabhängige Untersuchungskommision.“

Boumedra unterstrich die zentralen Punkte, warum die Bewohner nun von Liberty nach Camp Ashraf gehen sollten.

Er ergänzte:“ Es ist eine Frage der Sicherheit. Dort können sich die Menschen in Bunkern verstecken und sind vor solchen Anschlägen geschützt.“

„In Camp Liberty gibt es solche Anlagen nicht, darum ist Ashraf ein besserer Ort.“

„Unser Ziel muß es sein, sie vor allen Gefahren zu schützen. Wir sollten den Erfassungsprozeß stoppen und uns auf ihre Sicherheit konzentrieren. Wir müssen so lange auch die Verteilung in Drittländer stoppen. Jeden Moment kann es weitere Anschläge geben, wir müssen diese Menschen schützen!“

„Ich habe es bereits zuvor gesagt und wiederhole es gerne noch einmal. Es gibt eine dringende Gefahr und wenn wir nicht handeln, werden wir in den nächsten Wochen über einen weiteren Angriff reden. Am Ende werden Menschen getötet, wir verurteilen das und es wird dann immer so weiter gehen. Die Gefahr ist immanent vorhanden und daher müssen wir handeln, um diese Menschen zu schützen.“