Monday, December 5, 2022
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Ehemaliger UN-Gesandter: Der Westen muss sich vereinen, um Iraner in Camp Liberty zu schützen

NWRI. – Die internationale Gemeinschaft muss sich vereinigen, um die iranischen Oppositionellen in Camp Liberty zu schützen und zu verteidigen, wo sie der täglichen Verletzung ihrer Menschenrechte ausgesetzt sind. Das hat der frühere Besondere Vertreter in der Hilfsmission der Vereinten Nationen für den Irak (UNAM) gefordert.

 

Adrianus Melkert verlangte auch ‚Versöhnung, Frieden, Demokratie und sozialen Fortschritt im Iran und im Mittleren Osten‘. 

Er  sagte auf der Versammlung von Iranern, die am 27. Juni in Paris stattfand und dem Wechsel zur Demokratie im Iran gewidmet war: „Der humanitäre Imperativ und die Sache der Menschenrechte müssen höher stehen als politische Überlegungen und Kalküle, für die keine Person zur Geisel genommen werden darf. 

Dies ist aber leider, wie wir wissen, immer noch der Fall und betrifft die, die in Ashraf entwurzelt wurden und sich dann in einer Situation wiederfanden, wo sie sich nicht in Frieden und Sicherheit ansiedeln konnten, obwohl das ihnen versprochen worden war. 

Es sind unzählige Anstrengungen unternommen worde, um auf eure Angehörige, Freunde und Kollegen, unsere Mitmenschen, aufmerksam zu machen und sie an einen besseren Ort zu bringen. Die Welt, in der wir leben, hat es aber vorgezogen, an ihnen und ihrer Not vorbeizuschauen. Darum habe ich Premierminister Maliki immer wieder gedrängt, den unerträglichen Druck zu vermindern und sich an einer echten friedlichen Lösung zu beteiligen. 

Darum habe ich auch bei so vielen Gelegenheiten die diplomatische Gemeinschaft in Bagdad gedrängt, die Verantwortung der ganzen Welt für die humanitäre Lage dieser Flüchtlinge auf sich zu nehmen und ihr Herz zu öffnen, um den Bewohnern von Liberty Zufluchtsorte zu schaffen, wo sie sicherer als im Irak wären. 

Jetzt, etwa drei Jahre später bin ich tief besorgt darüber, dass Camp Liberty zu einem Ort geworden ist, der diesen Namen nicht verdient. Ein friedliches Ende ist nicht in Sicht, die internationale Gemeinschaft schweigt, anstatt sich zu empören. 

Wer wird, bei so vielen groben Menschenrechtsverletzungen, die immer mehr werden, – wer wird es noch wagen, an die Tür der Gerechtigkeit zu klopfen und den Bewohnern von Camp Liberty Schutz zu bieten?“ 

Ad Melkert fügte hinzu: „Mehr denn je: Alle, die an die Kraft des Menschen und humanitärer Überzeugung glauben, sollen die Gewalttaten gemeinsam verhindern und das Ruder in der Region herumwerfen. 

Für die Sache der Menschenrechte und in Erfüllung des humanitären Imperativs lasst uns unsere Anstrengungen verdoppeln, für die Menschen von Camp Liberty, die wir nicht im Stich lassen dürfen, Lösungen zu finden und ihnen die Freiheit zu geben.“