Aufruf zur Aufdeckung aller Atomabkommen und enthaltener Inspektionen von militärischen und zivilen Anlagen
Die Paragraphen des „Separaten Abkommens II“, die durch Assiociated Press aufgedeckt wurden, sind ein de facto Abkommen für die Aufgabe der Inspektionen in Parchin und ein Freibrief für die Mullahs,
frühere Aktivitäten zum Bau der Bombe geheim zu halten und mit seinen Aktivitäten fortzufahren.
Die Unterschrift des Dokuments durch Hosseini Tash, dessen Rolle im Atomwaffenprogramm durch den iranischen Widerstand bereits vor 11 Jahren enthüllt wurde, zeigt die sensible Natur von Parchin. Eine genaue Inspektion der Anlage wird viele atomare Geheimnisse des Regimes enthüllen.
NWRI – The Associated Press (AP) berichtete über das „separate Abkommen II zwischen der islamischen Republik Iran und der internationalen Atomenergiebehörde“. Es zeigt deutlich, dass das iranische Regime in großer Angst davor ist, dass die Aktivitäten in Parchin aufgedeckt werden, welche das Ziel zum Bau einer Atombombe haben und dass das Regime unter keinen Umständen eine Inspektion der Anlage durch Verhandlungen und Dialog gestatten wollte.
Die sechs Paragraphen des Abkommens sind ein Ergebnis von mehreren Jahren der Verhandlungen und Duzender Treffen und Diskussionen der höchsten Diplomaten und Minister. Es ist ein de facto Abkommen zur Verhinderung der Inspektion von Parchin, welches dem Regime die perfekte Möglichkeit gibt, seine Arbeit in der Vergangenheit zum Bau von Kernwaffen geheim zu halten und dort den geheimen Bau von Kernwaffen weiter zu führen.
Das Abkommen ist von Brigadegeneral Ali Hosseini Tash von den Revolutionsgarden unterschrieben. Er war in den letzten beiden Jahrzehnten einer der zentralen Leiter im Atomwaffenprogramm für das iranische Regime und er kennt die Täuschungen und geheimen Projekte des Regimes sehr gut. Seine Unterschrift zeigt, wie sensibel die Anlage in Parchin für das iranische Regime ist und dass dort kein Raum gelassen wurde, um Inspektionen zu tätigen, welche viele Geheimnisse des Atomwaffenprogramms des iranischen Regimes aufdecken würden. Dort fanden unter anderem Tests in Sprengkammern statt. Hosseini Tash ist einer der wichtigsten Vertreter, die direkt am Bau von Kernwaffen für das Regime beteiligt waren.
Das Abkommen zeigt auch, dass die Mullahs keine andere Sprache als Entschlossenheit verstehen und dass die Verhandlungen der letzten zwei Jahrzehnte keinen anderen Nutzen hatten, als die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen und weiter am Atomwaffenprojekt zu arbeiten.
Solche Abkommen mit dem Regime zudem unter welchem Grund auch immer geheim halten zu wollen, gibt den Mullahs weiteren Raum zur Täuschung. Daher fordert der iranische Widerstand, alle Abkommen zwischen den internationalen Parteien und dem iranischen Regime und über die angestrebten Inspektionen von militärischen und zivilen Anlagen öffentlich zu machen. Dies ist das Recht des iranischen Volkes und für den Weltfrieden dringend nötig und es ist die mindeste Garantie, um das Regime am Bau von Kernwaffen zu hindern, welches die Welt bereits seit mehr als drei Jahrzehnten täuscht. Wenn die Mullahs wirklich das Kernwaffenprogramm stoppen wollen, dann gibt es keinen Grund, die Veröffentlichung dieser Abkommen zu verhindern.
General Hosseini Tash war über mehrere Jahre Leiter der Forschungsabteilung des Verteidigungsministeriums und eng mit dem Atomwaffenprojekt betraut. Er war zwischen Februar 2004 und September 2005 stellvertretender Verteidigungsminister. In dieser Zeit wurde die zuständige Abteilung für den Bau von Kernwaffen von Mohsen Fakhrizadeh geleitet, der von Hoseini Tash überwacht wurde.
In Rohani’s Buch „Nationale Sicherheit und atomare Diplomatie“ von 2011 erklärt dieser, dass die Mitglieder des „Obersten atomaren Komitees im Sekretariat des obersten Nationalen Sicherheitsrates (SNSC)“ von den Anführern des Regimes handverlesen wurden. Zu ihm gehörte Velayati, die rechte Hand von Khamenei, Kharrazi (Außenminister), Younessi (Geheimdienstminister), Shamkhani (Verteidigungsminister), Hosseini Tash (stellvertretender Verteidigungsminister), Aghazadeh (Leiter der Atomenergiebehörde des Regimes) und Hassan Rohani selbst als damaliger Sekretär des obersten Nationalen Sicherheitsrates. (Seite 141).
Während der Amtszeit von Ahmadinejad war Ali Hosseini Tash stellvertretender SNSC Sekretär für strategische Angelegenheiten und Mitglied im Verhandlungsteam. Während dieser Zeit leitete er die Gespräche mit Rußland. Danach wurde er zum Leiter der Imam Hossein Universität ernannt, wo die Grundlagenforschung im atomaren Bereich betrieben wird. 2013 wurde Hosseini Tash wieder als stellvertretender Sekretär des SNSC für strategische Angelegenheiten ernannt.
Im April 2004 deckte der iranische Widerstand die Rolle von Hosseini Tash als verantwortlicher Vertreter des Forschungs- und Bildungsinstitutes (ERI) auf, welche zum Verteidigungsministerium gehört und eine Unterabteilung des SPND ist. Im November 2004 deckte der iranische Widerstand dann auf:“ Der stellvertretende Verteidigungsminister Hosseini Tash leitete zusammen mit Mohsen Fakhrizadeh atomare Projekte und mit Nader Maqsoudi zusammen Projekte über biologische Kampfstoffe.“
Der iranische Widerstand enthüllte weiter im Februar 2005, dass die Produktion von Berylliumoxid (in Verbindung mit Plutonium 210 notwendig für den Bau atomarer Zünder) geheim durch Dr. Nasser Ehsani unter der Aufsicht von Hosseini Tash in der Industriellen Universität Malek Ashtar statt findet und dass das Projekt vom Verteidigungsministerium finanziert wird.
Parchin ist eine der zentralen Anlagen zum Bau von Komponenten für den Bau von Kernwaffen und das SPND war dort unter dem früheren Namen „Zentrum für neue Verteidigungstechnologien und -bereitschaft“ aktiv. Einer der Direktoren des SPND ist Saeed Borji, welcher der Lehrling von Danilenko war, einem ukrainischen Wissenschaftler, der Sprengkammern in Parchin bauen ließ. Lange Zeit war Borji Leiter des METFAZ (Zentrum für Forschung und Entwicklung von Explosions- und Schocktechnologie). Er lernte damals direkt von den Erfahrungen Danilenko’s in diesem Gebiet.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
21. August 2015
