Tuesday, December 6, 2022
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Ein Häftling im Evin-Gefängnis wird fast zu Tode geschlagen

Politischer Gefangener Afshin Shahsavari

Eine internationale Kommission muß die Gefängnisse besuchen, um sie zu untersuchen und mit den Häftlingen zu sprechen

Am Freitag, den 25. Dezember 2020 wurde Afshin Shahsavari, ein Freund der Volksmojahedin und jetzt politischer Gefangener, im Evin-Gefängnis fast zu Tode geschlagen. Es begann damit, daß er gegen die Mißhandlung zweier nicht aus politischen Gründen in der Quarantäne von Abteilung 4 des Evin-Gefängnisses Einsitzender durch die Wärter protestierte. Daraufhin wurde er von zehn Wärtern bzw. Mitgliedern der Spezialtruppen von Evin angegriffen. Sie trieben ihn auf den Gefängnishof, warfen ihn auf den schneebedeck-ten Boden nieder, schlugen ihn brutal und traten ihn mit Stiefeln. Das Resultat waren Wunden nahe den Augenbrauen, Nasenbluten, die Verrenkung einer Schulter und Prellungen am Leibe. Ein Zeuge sagte, die Wärter hätten ihn noch geschlagen, als er bereits das Bewußtsein verloren habe. Ohne jede medizinische Versorgung wurde er in seine Zelle zurückgebracht. Die drei Verbrecher, die sich an den brutalen Schlägen beteiligten, wurden als Jala Mobini, Mehdi Mahmouli und Amrollahi identifiziert.

Afshin Shahsavari, 38 Jahre alt, wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und befindet sich seit März 2019 im Gefängnis.

Der iranische Widerstand fordert den Generalsekretär der Vereinten Nationen und die zuständigen Sonderberichterstatter sowie die internationalen Menschenrechtsorganisationen auf, sofort mit dem Zweck Maßnahmen zu ergreifen, daß die Folter und Hinrichtungen im Iran aufhören. Erneut fordert er die Bildung einer internationalen Untersuchungs-Kommission, die die iranischen Gefängnisse besuchen und mit den Häftlingen, besonders den politischen Gefangenen, zusammenkommen würde.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
27. Dezember 2020