Thursday, December 8, 2022
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EU: Der Iran hat 2005 mehrere Kinder hingerichtet

ImageDie Europäische Union (EU) hat dem Iran am Dienstag anhaltende und schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Sie reichen von Pressezensur bis zu Hinrichtungen von Kindern.

In der EU-Erklärung heißt es u.a.: "Die EU ist tief besorgt, dass sich die Menschenrechtslage im Iran in den vergangenen Jahren nicht deutlich verbessert hat und dass sie sich teilweise sogar verschlechtert hat". Darin wird eine Reihe von Vorwürfen erhoben. So gebe es Berichte über Folter. Die EU mache sich zudem Sorgen über die Behandlung von Minderheiten im Iran und die häufige Anwendung der Todesstrafe schon bei geringfügigen Delikten. "Der Iran hat 2005 mehr Kinder hingerichtet, als in irgendeinem Jahr zuvor", hieß es in der Erklärung.

Die Kritik wurde am Vorabend neuer Gespräche zwischen Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit Vertretern des Iran über dessen Atomprogramm in Wien veröffentlicht. Der Westen fordert vom Iran, alle Arbeiten einzustellen, die zum Bau einer Atomwaffe führen könnten.

Bei dem Treffen am Mittwoch geht es nach Angaben von EU-Diplomaten um Vorgespräche. Von ihrem Ergebnis werde es abhängen, ob man sich im Januar erneut treffe.