Monday, November 28, 2022
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Exiliraner stehen weiter unter Gefahr neuer Angriffe und Deportationen

On July 28, Camp Ashraf was raided by Iraqi soldiers who ended up killing at least 11 people. Hundreds were seriously wounded and 36 men abducted. Beim letzten Angriff durch irakische Soldaten auf Camp Ashraf (vor Bagdad) haben 11 Menschen ihr Leben verloren. Es kann wieder passieren. Aber was die Bewohner mehr in Angst versetzt, ist eine Deportation in den Iran. Der auswärtige Ausschuß des norwegischen Parlamentes besprach die Angelegenheit mit dem UN Generalsekretär, als er letzte Woche Norwegen besuchte.

Es sind acht Monate vergangen, seit Hossein Khalkhali Shandiz von seinem Vater gehört hat. Ali Khalkhali Shandiz (67) ist mit 3.400 anderen in Camp Ashraf vor den Toren Bagdads von irakischen Streitkräften umzingelt. Als sie am 28. Juli das Camp angriffen, starben 11 Menschen und Hunderte wurden verletzt.

Ein norwegisch-iranischer Arzt, der in einem Krankenhaus arbeitet, sagt: “Ich mache mir große Sorgen, aber es gibt keine Möglichkeiten, Nachrichten von dort zu bekommen.”

Ein Bruder starb unter der Folter
Hossein kam 1990 aus dem Iran nach Norwegen und brachte seine Mutter und vier Geschwister mit.

Sein älterer Bruder war 19, als er unter der Folter starb. Sein Vater ging in den Irak, um sich dem Kampf gegen das Khomeni Regime anzuschließen.

Während der Regentschaft von Saddam Hussein wurde Camp Ashraf ein Stützpunkt der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), eine Widerstandsgruppe, welche das iranische Regime stürzen will. Nach der US Invasion bekamen sie Schutz unter der vierten Genfer Konvention, obwohl die USA behauptet, sie seien eine terroristische Organisation. Diese organisierten Exiliraner sagen, dass sie keine Gewalt ausüben, sondern Demokratie erreichen wollen. Durch den Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), der seinen Hauptsitz in Paris hat, machen sie Lobbyarbeit in westlichen Ländern. Ali Khalkhali Shandiz war in den 60er Jahren ein politischer Aktivist und ist ein langjähriges Mitglied des Widerstandes gegen das Regime im Iran.

Er war in der Lage, seine Familie in Norwegen per Telefon zu kontaktieren und über sein Leben und seine Aktivitäten in Camp Ashraf zu reden. Nachdem irakische Behörden die Verantwortung für das Camp übernahmen, ist der Kontakt zur Außenwelt abgeschnitten.

Eine brutale und überzogene Operation
Am 28. Juli wurde das Camp von irakischen Soldaten überfallen und mindestens 11 Menschen getötet. Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt und 36 Personen sind immer noch verhaftet. Ein Gericht im Irak ordnete die Freilassung dieser Personen an, aber die Polizei verweigerte deren Umsetzung.

Hossein weis nichts über die Situation seines Vaters. Er sagt: „Ich habe versucht alle zu fragen, die vielleicht etwas wissen könnten, aber niemand kann mir sagen, ob er verletzt ist oder nicht. Er ist nicht unter den Toten, aber es gibt keine Listen der Verwundeten.“

Nach Hosseins Aussagen ist das Leben in Ashraf aktuell von der ständigen Angst vor neuen Angriffen oder einer Ausweisung überschattet, wo ihnen langjährige Haftstrafen oder Hinrichtungen drohen.

Er sagt: „2000 bewaffnete Soldaten stehen vor den Toren. Es sind keine regulären Soldaten. Es sind Banden, die unschuldige und wehrlose Menschen angreifen. Sie wollen die Menschen töten, ein exaktes Spiegelbild dessen, was bei den Aufständen im Iran passiert.