Sunday, February 5, 2023
StartNachrichtenFake News des iranischen Regimes gegen die PMOI (MEK)

Fake News des iranischen Regimes gegen die PMOI (MEK)

Der Ausdruck „Fake News“ wird seit Neuestem viel gebraucht – manchmal von Leuten, die die in einer Nachricht enthaltenen genauen Nachrichten leugnen wollen, weil sie nicht in ihr Weltbild passen; dies Phänomen erregt Besorgnis. Man muß dagegen vorgehen, damit man den Medien wieder als ‚Wachhunden‘ vertrauen kann. Ein Fall von Fake News traf den europäischen Journalismus ins Herz: Claas Relotius, Mitherausgeber des deutschen Nachrichtenmagazins „DER SPIEGEL“, ließ sieben Jahre lang frei fabrizierte Nachrichten-Artikel im SPIEGEL erscheinen; oft kam es ihm nicht einmal darauf an, die Orte zu besuchen oder die Personen zu interviewen, über die er schrieb.

Doch in einer Erklärung, die sein Handeln verurteilte, stellte das „Internationale Komitee auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ)“ die Frage, wie sich das Handeln von Relotius unterschied von anderen internationalen Desinformations-Kampagnen, besonders denen, die die iranische Widerstandsgruppe „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ aufs Korn nehmen. Das ISJ twitterte: „Ist #Spiegelgate der schlimmste Presseskandal des Westens? Wie steht es um die Desinformations-Kampagne des #Iran?“ Gewiß war Relotius ein gründlicher Lügen-Hausierer, aber er ist keineswegs der einzige seiner Art. In den vergangenen Monaten und Jahren haben „The Guardian“, „The Independent“, die „Channel 4 News“ und „Al Jazeera“ Artikel über die MEK veröffentlicht, die sich einzig auf Informationen stützten, welche aus dem iranischen Geheimdienstministerium (MOIS) kamen. Jedermann kann sehen, daß es eine schlechte Idee ist, von dem Regime Informationen über die MEK zu beziehen, das sie geächtet hat und zu vernichten sucht. Alejo Vidal-Quadras, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, schreibt in der Erklärung des ISJ, es sei an der Zeit, „das Schweigen zu brechen“ über den „bösartigen Einfluß“, den das iranische Regime auf die westliche Presse ausübt. Er schreibt: „Die Presseorgane, die für die Verbreitung von iranischen Artikeln, welche auf entstellten Tatsachen beruhen und betrügerischen Quellen entstammen, verantwortlich sind, scheinen dazu nicht gewillt zu sein. (Hier ist unklar, wozu sie nicht gewillt sind – L. W.) Schande über sie!“ Diese sog. Journalisten haben die Propaganda des Regimes veröffentlicht, darunter direkte Lügen über die MEK – ohne sich darum zu kümmern, lang widerlegte Behauptungen zu überprüfen oder die MEK um Stellungnahmen zu bitten, was dazu führt, daß ihren Artikeln die Neutralität fehlt, die man Nachrichten-Artikeln abverlangen muß. Diese Artikel sind im wesentlichen nichts als Propaganda; sie verbreiten ein feindseliges Bild von der MEK – in angeblich angesehenen Nachrichten-Organen.

Ein Beispiel stellt der „Journalist“ Arron Reza Merat dar. Er veröffentlichte in der britischen Zeitung „The Guardian“ einen Brandartikel gegen die MEK – in dem er Behauptungen über Mord und Entführung wiederholt. Diese Behauptungen kommen direkt vom Regime; jeder Journalist, der seines Lohnes wert ist, kann herausfinden, daß diese Beschuldigungen grundlos und längst widerlegt worden sind. Er benutzte Agenten des MOIS als Quelle; sie alle behaupteten, sie seien früher Mitglieder der MEK gewesen.

Dankenswerterweise gelang es diesen gegen die MEK gerichteten Artikeln nicht, die Regierungen dazu zu bewegen, ihre Haltung zur MEK und zum iranischen Regime zu ändern. Immer mehr Regierungen erkennen die Rolle der MEK im iranischen Widerstand an – ebenso wie sie die bösen Mittel durchschauen, deren sich das Regime bedient, um die MEK und den Rest der Welt anzugreifen.

Genau einen Monat nach der Veröffentlichung von Merats Brandartikel über die MEK wies die albanische Regierung die bei ihm akkreditierten iranischen Diplomaten aus – wegen Konspiration gegen die im Lande lebenden Flüchtlinge der MEK. Die Maßnahme wurde von Donald Trump begrüßt; er bedankte sich im Namen der USA bei Albanien für seine „standhaften Bemühungen, sich gegen den Iran zu wenden und dessen destabilisierenden Unternehmungen entgegenzutreten, mit denen er die Dissidenten (darunter die MEK) überall in der Welt zum Schweigen bringen will“. Das Regime ist vor der MEK erschrocken, besonders angesichts der Art, wie die von der MEK organisierten Proteste im Lande selbst es unter Druck setzen, weshalb es vor keiner Maßnahme, die geeignet scheint, die MEK zum Schweigen zu bringen, zurückschreckt. Es folgt: Die westlichen Medien und Regierungen sollten vor jeder Hetze gegen die MEK, die ihnen vor Augen kommen, auf der Hut sein.