Saturday, December 3, 2022
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Fragen über Rolle der USA nach dem Überfall steigen

 Iraner, die Teil der Bewegung der Mojahedin von Khalq sind, lebten seit Jahrzehnten im Irak und halfen den westlichen Geheimdiensten im Jahre 2002 mit wertvollen Informationen über das iranische Atomprogramm.

Quelle: Foxnews.com. August 24, 2009
 
Tausende iranische Dissidenten leben in einem Camp außerhalb von Bagdad, wo irakische Einheiten im letzten Monat auf die Versicherungen der irakischen Regierung, dass sie die dortigen Bewohner „human“ behandeln, spuckten. Dies führt zu Fragen, was die US Regierung und das Militär tun können oder sollten, um ihren Schutz sicher zu stellen.

Die Iraner, die Teil der Bewegung der Mojahedin von Khalq sind, lebten seit Jahrzehnten im Irak und halfen den westlichen Geheimdiensten im Jahre 2002 mit wertvollen Informationen über das iranische Atomprogramm.

Die US geführten Truppen versprachen Sicherheit für die Gruppe während des Irakkrieges – bis sie in diesem Jahr die Kontrolle an irakische Streitkräfte übergaben.

Doch trotz der Versicherungen der Iraner, dass sie keine Gewalt oder Bestrafungen anwenden, kam es Ende Juli in Camp Ashraf zu Auseinandersetzungen, bei denen laut Aussagen der Gruppe 11 Personen starben und 500 verletzt wurden.

„Sie schlugen brutal die Bewohner ein, die friedlichen Widerstand leisteten.“, sagte ein Mitglied des mit ihnen in Verbindung stehenden Nationalen Widerstandsrates Iran, der in dauerhaften Kontakt mit den Bewohnern ist, gegenüber FOX News per Mail. „Am nächsten Tag jagten und überfuhren sie Bewohner mit gepanzerten Humvee Fahrzeugen. Es wurde auch scharfe Munition gegen die unbewaffneten Bewohner eingesetzt.“.

Während des Überfalls auf die 3.500 Mitglieder der Gruppe standen US Streitkräfte dabei und beobachten alles.

Hier finden sie ein Video über den Angriff

Doch die Mitarbeiter der USA äußerten, dass ihre Hände gebunden seien, seit der Westen seine Kontrolle über das Camp an die irakische Regierung im Februar übergab und alle irakischen Städte Ende Juli verlassen habe.

Der Irak ist eine souveräne Nation“, sagte der Kommandosprecher Lt. Kmdr. Bill Speakes. „Wir beobachten die Situation und sprechen mit den zuständigen Behörden“. Andere Mitarbeiter sagten, dass die irakische Operation als legitime Aktion begann, als die Regierung beabsichtigte, eine Polizeistation in dem Ort zu errichten – etwas, was sie seit Monaten versuchen.

Die Iraker habe einige Male versucht, mit den Bewohnern zu verhandeln. Doch ein Mitarbeiter des Außenministeriums sagte, dass sie auf einen „heftigen und erbitterten Widerstand“ trafen. Die Bewohner von Camp Ashraf hätten angeblich Steine geworfen und Messer gegen die irakischen Einheiten gezogen und damit den gewaltsamen Zusammenstoß provoziert.

Doch US Mitarbeiter sagen auch, dass die Antwort der Iraker nicht verhältnismäßig war.

„Wir hätten dies anders gehandhabt. Es führte zu einer ausufernden Gewalt“, sagte der Mitarbeiter des Außenministeriums. Er sagte auch, dass US Diplomaten darauf drängen, dass es eine Untersuchung gibt.

Die Sprecherin des Außenministeriums, Laura Tischler, sagte, dass die USA daran arbeiten, dass die Iraker wieder ihren früheren Versprechen über die Sicherheit und die humane Behandlung der Dissidenten folgen.

„Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden daran, sicher zu stellen, dass die irakische Regierung ihre Versprechungen einhält“, sagte sie.

Ali Safavi, ein Mitglied des Nationalen Widerstandsrates Iran sagte, dass es an der Zeit sei, dass die USA die Kontrolle des Camps wieder von den Irakern übernehme.

„Trotz der Übergabe des Schutzes von Ashraf an die irakische Regierung hat die USA die Verantwortung, die Entwicklung zu beobachten und wenn die irakische Regierung sie nicht schützen kann,….dann muss die USA ihre Verpflichtung zum Schutz der Bewohner von Ashraf wieder aufnehmen“, sagt er. „Offensichtlich hat die irakische Regierung ihre Vereinbarung nicht eingehalten.“

Ein anderes Mitglied der Gruppe, der Details an FOX übergab sagte, dass den Überfall von Premierminister Nuri al-Maliki angeordnet wurde, nachdem er vom iranischen Regime unter Druck gesetzt wurde, die Bewohner zu vernichten oder sie gewaltsam zu vertreiben.

Das Mitglied schrieb in der Email, dass die Iraner noch mehr Druck auf den Irak ausüben werden, weil sie Angst vor den Protesten im Iran nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen haben, in denen Ahmadinejad zum Sieger erklärt wurde.

„Der irakische Premierminister hat persönlich die Angriffe und seine Nachwirkungen angeordnet“, sagt das Mitglied. Es gäbe nichts im Camp, was nicht völlig zerstört sei und die Iraker sind weiterhin hier stationiert – alles in allem rechnen wir mit weiteren Angriffen.“

Nach den Überfällen gingen einige Unterstützer der Gruppe vor dem Weißen Haus in einen Hungerstreik. Er dauert mittlerweile 27 Tage.

Die FOX News Reporter Jennifer Griffin und Justin Fishel schrieben diesen Bericht.