Monday, November 28, 2022
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Frauen werden den Iran und den Mittleren Osten zur Freiheit führen

THE HUFFINGTON POST – Soona Samsami 8.März 2011

In diesem Jahr markiert der 8.März den 100. Jahrestag des internationalen Frauentages. In meinem Heimatland, dem Iran, fahren die Frauen damit fort, sich gegen Tyrannei, Diskriminierung und Diktatur mit einem entschiedenen „Nein“ aufzulehnen.

Die Frauen standen bei den Aufständen im Sommer 2009 an vorderster Front, als die iranische Jugend dazu aufrief, die frauenverachtenden Kleriker zu stürzen und Demokratie im Land Einzug halten zu lassen. Es war kein Zufall dass das Symbol der Aufstände Neda, eine junge Frau, war, die mit offenen Augen nach der Freiheit suchte, währen die Welt zusah.

Diese Demonstrationen werden trotz Vergewaltigungen, Folter und öffentlichen Erhängungen fortgesetzt. Am 14. Februar waren es wieder die Frauen, die an vorderster Front bei den Demonstrationen gegen das iranische Regime standen und dies wiederholte sich am 20. Februar erneut.

Die iranischen Frauen haben gute Gründe, einen Wandel zu fordern, weil die Apartheid der Geschlechter seit 1979 fester Bestandteil der Politik der Theokratie ist.

Die Restriktionen spüren Frauen in allen Bereiches des Lebens, welche auch in den Gesetzen des Regimes verankert sind. Das iranische Regime beruht auf dem Prinzip des velayat-e faqih, der absoluten klerikalen Herrschaft. Die Verfassung des klerikalen Regimes zeigt dies und sie führt sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Privatleben zur Kontrolle der Frauen. Man muss nicht erwähnen, dass der Sinn des velayat-e faqih nicht Islamisch ist, es ist eine Erfindung von Khomeni, welche die Volkssouveränität des Iran außer Kraft setzen sollte.

Die iranischen Frauen haben sich nie der herrschenden Theokratie unterworfen. An der Sperrspitze des Kampfes stehen die Frauen der Mojahedin von Khalq (MEK/PMOI), der Hauptopposition im Iran, welche die Bewegung seit Jahren anführen. Im Gegensatz zu der mittelalterlichen Theokratie im Iran besetzten die Frauen in der MEK die höchsten Stellen in der Freiheitsbewegung. Aktuell leben mehr als 1000 Frauen in Camp Ashraf (Irak), welches die Bewegung symbolisiert.

Die Frauen in Ashraf, die zuvor Jahre unter den brutalsten Formen der physischen und psychischen Folter in den Gefängnissen des iranischen Regimes gelitten haben, sind fest entschlossen, alle Arten von Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu bekämpfen, die von den herrschenden Fundamentalisten im Iran verhängt werden.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates sprach an diesem Tag in Paris und sagte:

In diesem Jahr haben die Frauen im Mittleren Osten zum internationalen Frauentag einen großen Sieg im Kampf gegen die Diktatur errungen, sie haben Freiheit und Gleichheit zu ihrem Höhepunkt geführt.

Das Aufblühen dieser Bewegungen ist der größte, fast vergessene Wunsch unserer Gesellschaften: Es sind die Gleichheit der Frauen, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie. Die Erfahrungen, welche die Menschen unter der fundamentalistischen Herrschaft machen mussten, war, dass die Frauen die Hauptopfer der Unterdrückung waren. Daher haben die Frauen eine enorme Energie entwickelt, um zu kämpfen und das hat sie zu einer starken Kraft des Wandels gemacht. 

Neben vielen anderen Faktoren, die den Kampf um Freiheit im Iran entscheiden werden, ist der Faktor der Entschlossenheit der Frauen extrem wichtig. Diese Tatsache versteht man um so mehr, wenn man sich die Geschichte des Kampfes der Frauen um Freiheit gegen zwei Diktaturen ansieht. In den letzten drei Jahrzehnten vertraute die iranische Gesellschaft auf den unerschütterlichen Kampf der Frauen gegen den religiösen Faschismus.

General James Jones, der Nationale Sicherheitsberater von Barak Obama bis Oktober 2010 sagte:“ Frau Rajavi, die Zeit ist für uns in den USA gekommen, um ihre Ziele und die ihrer Mitstreiter zu verstehen und alles dafür zu tun, damit ihre Bewegung und ihre Ideale anerkannt werden. Ich selbst werde ihnen dabei helfen, an diesem Ziel mitzuarbeiten. Ich stimme ihnen zu, Frau Rajavi: Die USA muss sich jetzt ändern.“

Ähnliches sagte im Februar Gouverneur Howard Dean, der frühere Vorsitzende des Nationalen Demokratischen Komitees, bei einer Konferenz:“ Wir müssen die hohen moralischen Werte, die in der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung der USA verankert sind, aufleben lassen und wir müssen wieder für Freiheit und Demokratie einstehen, selbst wenn es unseren geopolitischen Interessen widerspricht. Daher müssen wir unsere Einstellung zur MEK ändern und damit aufhören, sie eine terroristische Organisation zu nennen. Sie sind keine terroristische Organisation, sie haben ihre eigene Freiheitsurkunde, welche unter der Führung von Maryam Rajavi sehr deutlich wird und sie zeigt dies auf großartige Art und Weise. Lassen sie mich aus dem Zehn-Punkte Plan von Frau Rajavi zitieren: „Aus unserer Sicht sind freie und faire Wahlen das einzige Kriterium für Legitimität.

Wir wollen ein pluralistisches System, wo es Versammlungsfreiheit und Freiheit zur Gründung von Parteien gibt. Wir werden die Todesstrafe in jeder Form abschaffen. Wir wollen eine Trennung von Kirche und Staat.

In der Tat werden die Frauen den Iran, so wie in den anderen Ländern des Mittleren Ostens war, zur Freiheit und Demokratie führen, weil sie die Hauptleidtragenden der Diktatur und des islamischen Fundamentalismus sind.