Verhaftete Frauen werden brutal gefoltert
NWRI – Nahezu einen Monat nach dem unterdrückende Einheiten Frau Taraneh Mousavi (28) verhaftet haben, gibt es immer noch keine Informationen über ihr Schicksal und ihren Aufenthaltsort. Sie wurde am 17. Juni von den unterdrückenden Einheiten in der Sharia’ati Straße in Teheran während der landesweiten Aufstände des iranischen Volkes verhaftet. Ihre Mutter wurde vor kurzem darüber informiert, dass sich Taraneh im Khomeni Krankenhaus in Karaj in Behandlung befindet, aber als ihre Mutter in das Krankenhaus ging, sagten ihr die Mitarbeiter des Krankenhauses, dass es dort keine Aufzeichnungen über sie gäbe.
Augenzeugenberichten zu Folge wurde Taraneh zusammen mit einer Gruppe anderer Personen verhaftet und von Agenten in Kampfausrüstung zu einer geheimen Foltereinrichtung, bekannt als “Sicherheitshaus”, gebracht. Alle verhafteten Personen wurden wohl später in das Evin Gefängnis verlegt, aber niemand war in der Lage, zu bestätigen, dass sie an diesem Ort verlegt oder von den Agenten entfernt wurden.
Die Gefangenen der Aufstände, insbesondere Frauen und Mädchen, werden brutal physisch und psychisch gefoltert und sogar von den Agenten vergewaltigt, welche direkt unter dem Oberbefehl des Büros von Ali Khamenei (oberster Führer des Regimes) stehen.
Es gibt, wie bei Taraneh, ebenfalls keine Informationen über viele andere gefangen genommene Frauen und Mädchen. Mindestens 14 Frauen und Mädchen wurden während der Proteste am 9. Juli verhaftet und ihre Angehörigen haben bisher keine Informationen über ihren Verbleib. Es gibt nur eine Liste mit ihren Namen.
Frau Sarvnaz Chitsaz, die Vorsitzende des Frauenausschusses des Nationalen Widerstandsrates Iran, forderte Frau Navanethem Pillay, die UN Hohekommisarin für Menschenrechte und Dr. Yakin Ertürk, UN Sonderberichterstatter über Gewalt gegen Frauen, auf, sich der Fälle der verhafteten Frauen und Mädchen anzunehmen, besonders des Falles von Taraneh Mousavi. Sie rief den UN Sicherheitsrat auf, sofortige Maßnahmen gegen die brutale Unterdrückung von Gefangenen, besonders gegen Frauen, zu unternehmen.
Frau Chitsaz sagte, dass es klar sei, wie die Frauen und Mädchen in den Folterzimmern des “Sicherheitshauses” behandelt werden, wenn man sieht, wie das frauenfeindliche Regime gewaltsam gegen Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit vorgeht.
Sie bat das iranische Volk, besonders die engagierten Jugendlichen, für die Verwandten der verhafteten Frauen und Mädchen zu demonstrieren und ergänzte, dass die inhumanen Verbrechen des Regimes nur die Entschlossenheit des iranischen Volkes stärken, die Aufstände weiter zu führen, bis es Demokratie im Land gibt.
Frau Chitsaz forderte alle Menschenrechtsorganisationen und Persönlichkeiten auf, jede mögliche Aktion gegen die Verbrechen des Regimes gegen Frauen zu starten und rief die Regierungen auf, die diplomatischen Beziehungen mit dem frauenverachtenden Regime zu beenden.
Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran
15. Juli 2009
