Monday, November 28, 2022
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Frauenkomitee des NWRI ruft zu Aktionen bezüglich der Situation der iranischen Frauen auf

ChitsazParis, 16. Dezember – In einem Brief an den UN Hohekommisar für Menschenrechte rief Frau Sarvnaz Chitsaz, die Vorsitzende des Frauenkomitees des nationalen Widerstandsrates Iran, die internationalen Gremien dazu auf, die Verbrechen des Regimes gegen Frauen zu verurteilen und verwies auf ein Dossier über Menschenrechtsverletzungen des Teheraner Regimes, das den UN Sicherheitsrat zur Verabschiedung von dringenden und mandatsfähigen Maßnahmen auffordert. Frau Chitsaz schrieb in dem Brief, dass “nach verschiedenen Berichten, 18 inhaftierte Frauen im Iranischen Kahrizak Gefängnis gestorben sind. Das Gefängnis befindet sich in den südlichen Vororten von Teheran. Sie starben aufgrund von unmenschlichen und inakzeptablen Bedingungen in diesem Gefängnis.

Die offiziellen Stellen des Regimes berichten, dass die Frauen in einem Metallcontainer eingesperrt wurden, damit sie später dem Kahrizak Gefängnis zugewiesen werden konnten. Weil die Bearbeitung des Falls nicht gelöst wurde, starben die Frauen in der brütenden Augusthitze an Wassermangel und erstickten qualvoll. Dies war das Resultat eines kriminellen und tragischen Aktes. Andere Gefangene fanden den Vorfall heraus, als sie den Leichengeruch der verwesenden Leichen im Zellenkomplex rochen. Die Henker des Regimes machten jedoch keinerlei Versuche, die Toten aus dem Container zu schaffen, sondern entschieden, sie in dem Metallcontainer zu lassen, um eine Atmosphäre des Terrors und der Angst unter den Gefangenen zu verbreiten.  In der Vertuschung des Falls erfanden die Behörden falsche Gründe und erklärten, dass die Gefangenen an Herzversagen und an Selbstmord gestorben wären.

“Im letzten Monat drückte der UN Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem umfassenden Bericht die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über den steigenden Trend der Menschenrechtsverletzungen im Iran aus. Am 28. Juli 2008 meldeten die Medien der Welt die Hinrichtung von 29 Menschen im Evin Gefängnis. Die Tageszeitung Figaro schrieb damals:“ Ein neuer Rekord der Hinrichtungen im Iran: 29 Menschen an einem Tag! Am Morgen des 26.

November 2008, einen Tag nach dem internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen erhängten die Mullahs in einem kriminellen Akt 10 Gefangene im berüchtigten Evin Gefängnis. Darunter war auch eine 37 Jahre alte Frau.“, ergänzte sie.

Sie führte weiter aus: “Am 1.Januar 2008 wurde Raheleh Zamani, die Mutter von zwei Kindern (drei und fünf Jahre alt) im Iran gehängt. Shabnam Setayesh, 34, wurde am 8. August 2008 gehängt. Und am 26. November wurde Fatemeh Haghighat Pajouh, die Mutter einer 14 Jahre alten Tochter zum Tod durch den Strick zusammen mit neun weiteren Gefangenen verurteilt.“

“In den letzten Monaten hat das Regime die unterdrückenden Maßnahmen gegenüber Frauen und jungen Menschen erheblich verschärft. Die Maßnahmen wurden am 20. April 20008 verkündet und standen unter dem Motto „Soziale Sicherheit“. Sie betreffen verschiedene soziale Bereiche, vor allem Jugendliche und Frauen. Sie tragen Namen wie „mal-veiling” (Kleidungsvorschriften) oder “Zusammenrottung von Strolchen und Hooligans”. In Zusammenhang mit den offiziellen Statistiken wurden im Zuge der Maßnahmen über 1,2 Millionen würdevoller und gut gekleideter Frauen mit Straßenkontrollen belästigt. Tausende wurden verhaftet und eine Anzahl von Jugendlichen wurde gehängt.

“Die staatlich nahestehende Fars Presseagentur berichtete, dass während der ersten drei Monate des persischen Kalenders mehr als 200.000 Menschen in Isfahan und den östlichen Azerbaijan Regionen verhaftet wurden, weil sie an öffentlichen Plätzen gegen die Kleidervorschriften (mal- veiling) verstoßen hatten. (Fars, 28. May 2008)
“In der Verfolgung ihres Kurses der “Sozialen Sicherheit”, bauten die Mullahs Straßensperren auf und verkündeten Urteile auf öffentlichen Plätzen. Die staatlich nahestehende Agentur Fars schrieb in dieser Hinsicht: “Ein Richter des Gerichtes und Vollzugsbeamte verhandelten Fälle und sprachen Urteile auf den Bürgersteigen aus.“ (Fars, 6.Juli 2008)

“Im Namen des Frauenkomitees des nationalen Widerstandsrats Iran möchte ich sie auf die schreckliche Menschenrechtssituation im Iran aufmerksam machen und vor allem auf die sich verschlechternde Situation der iranischen Frauen hinweisen. Ich bitte sie mit vollem Respekt, Maßnahmen zu unternehmen und diese Verbrechen vehement zu verurteilen. Ich bitte sie außerdem, dass das Dossier der Menschenrechtsverletzungen der religiösen Mullahdiktatur den UN Sicherheitsrat dazu veranlasst, dringende und Mandatsträchtige Maßnahmen einzuleiten.“