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Früherer italienischer Außenminister: Geschäfte mit dem Iran sind zu riskant

Der frühere italienische Außenminister Botschafter Giulio Terzi warnte Unternehmen davor, dass Geschäfte mit dem Iran zu riskant sind.

Bei einer Rede vor UANI (Vereinigung gegen einen atomaren Iran), einer parteilosen pon-profit Interessensvertretung, zu der unter anderem auch frühere CIA Direktoren und frühere Botschafter zählen, sagte Terzi, dass westliche Unternehmen eine Reihe wichtiger finanzieller, rechtlicher und imageschädigender Risiken betrachten müssen, wenn sie Geschäfte mit Teheran machen wollen.

UANI stellte eine Liste von 10 zentralen Risiken für Unternehmen aus souveränen Staaten auf, die diese bei Geschäften mit Teheran beachten sollten. Zu den Risiken zählen auch das Risiko von Entführungen und Inhaftierungen, die schlechte Cybersicherheit und die Korruption, sowie die Gefahr, Deals mit den Frontfirmen der Revolutionsgarden zu tätigen und in Geldwäschegeschäfte zu fallen. Auch bezüglich der Menschenrechtsverletzungen im Iran, seiner Unterstützung des internationalen Terrorismus und der pro-iranischen schiitischen Milizen sowie der aktuellen Situation in Syrien sind große Probleme mit dem Image als Risikofaktoren in der Liste zu finden.

UANI’s Video über Risiken von Geschäften mit dem Iran kann man hier sehen.
https://youtu.be/yGtSXoRbKAA

Bei seiner Rede auf einem Seminar im italienischen Senat wies Terzi auch auf diverse sanktionierte iranische Unternehmen in einer „Iran Country Presentation“ Ausstellung in Rom 2016 hin. Er zeigte dort das Wirken der Bank Sepah auf, welche laut Vertretern des US-Finanzministeriums „aktiv das iranische Raketenprogramm unterstützte, welches Massenvernichtungswaffen tragen kann“. Auch die Organisation für industrielle Entwicklung und Erneuerung im Iran (IDRO), die Organisation für Entwicklung und Erneuerung der iranischen Minen & Minenindustrie (IMIDRO) sowie die Khorasan Metallverarbeitungsindustrie befinden sich auf der Sanktionsliste für ihre Teilnahme am iranischen Atomwaffenprogramm.