Thursday, February 9, 2023
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Früherer Vizepräsident des EU-Parlaments gedenkt 50. Jahrestag des Widerstandes für Freiheit durch die PMOI im Iran

NWRI – Berlin – Der frühere Vizepräsident des EU Parlamentes und aktuelle Präsident des internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ), Dr. Alejo Vidal-Quadras, nahm am Freitag an einem Treffen mit jungen Iranern teil. Er ist seit 15 Jahren ein treuer Begleiter der Volksmojahedin Iran (PMOI, Mojahedin von Khalq, MEK) und freute sich zusammen mit ihnen auf das bevorstehende 50. Jubiläum der „größten und aktivsten politischen Bewegung der iranischen Geschichte“,

so Vidal-Quadras. Die Veranstaltung fand in der Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran in Berlin statt.

Er rief die jungen Menschen und die junge Generation des Widerstandes auf, weiterhin deutlich zu zeigen, dass der Widerstand nicht gebrochen werden kann, selbst wenn dafür grausame und brutale Unterdrückung zu erwarten sind. Er erinnerte sie auch an die Massenhinrichtungen von mehr als 30.000 politischen Gefangenen im Sommer 1988, von denen die meisten Mitglieder der PMOI waren und die in Massengräbern verscharrt wurden und damit ihren Familien keinen Ort gaben, um sie zu trauern. Er bezeichnete die Hinrichtungen von 1988 als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und dass die Verantwortlichen dafür verfolgt und bestraft werden müssen. 

Dr. Vidal-Quadras sprach dann über die entscheidendsten Momente in der Geschichte der PMOI. Nachdem drei Studenten die Organisation gegründet hatten, ging sie durch viele Höhen und Tiefen. Ein Tiefpunkt war die brutale Niederschlagung der Bewegung fünf Jahre nach ihrer Gründung durch den SAVAK, der Geheimpolizei des Schahregimes. Auch Massoud Rajavi wurde inhaftiert. Ein weiterer Tiefpunkt war die Machtergreifung von Chomeni 1979 im Iran. Danach wurden Zehntausende Mitglieder der PMOI in wenigen Jahren ermordet und hingerichtet. 

Doch trotz der brutalen Unterdrückung, so Dr. Vidal-Quadras, hat die PMOI nicht nur überlebt, sondern sie hat sich weiter entwickelt und wurde stärker denn je. Er wies darauf hin, dass die PMOI „das Rückrat des landesweiten Widerstandes gegen die religiöse Diktatur im Land“ ist und dass sie „ein Schatz der Moral, der kulturellen und politischen Werte der heutigen Welt“ ist. Er lobte zudem die Mitglieder der Gruppe dafür, dass sie einen toleranten und demokratischen Islam befolgen, der zeigt, dass der Islam das Gegenteil von dem ist, was der extremistische Islam im Mittleren Osten an Terror zufügt.  

Dr. Vidal-Quadras widmete einen Teil seiner Rede Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI). Er lobte ihre harte Arbeit und Entschlossenheit. Er sagte, dass es sehr wichtig ist, dass gerade eine Frau die Anführerin des organisierten Widerstandes ist, denn dies zeigt, „dass eine Revolution die islamische Welt in einem sehr positiven Sinne verändern kann“. 

Dr. Vidal-Quadras schloß seine Rede mit einigen Worten an das iranischen Volk und seine Jugend. Er sagte, dass die Mullahs so schnell wie möglich verschwinden müssen, wenn das Land zur wahren Demokratie gelangen will. Er beschrieb die Mullahs als Feind des iranischen Volkes und auch als „Feind der Menschlichkeit“. Er betonte gegenüber den Zuhörern, dass Hassan Rohani nicht moderat ist, sondern dass „er eher einen Weltrekord als Massenmörder aufgestellt hat“, was kaum als moderat bezeichnet werden kann. Er erinnerte auch daran, das der aktuelle Atomdeal kein Resultat dessen ist, dass die Mullahs moderat geworden sind, sondern es ist einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass Sanktionen und internationaler Druck die Mullahs zu den Verhandlungen zwangen. 

Am Ende dankte er den vielen Menschen, die so viel in ihren eigenen Leben geopfert haben, um für einen freien Iran zu kämpfen und er dankte der PMOI und dem NWRI dafür, dass sie eines Tages für einen demokratischen Wandel im Iran sorgen werden. Er sagte:“ Ich denke, dass neben dem Einstehen für die zivilen Freiheitsrechte meine Zusammenarbeit mit ihnen die wichtigste Aufgabe war, die ich in meinem politischen Leben hatte. Sie sind so freundlich, mir dafür immer wieder zu danken, aber ich bin es, der ihnen dafür danken muss, dass ich Teil an der Gestaltung eines Zukunft des Iran und der gesamten Welt sein durfte.“ Er sagte, dass ohne Zweifel die Mullahs von der Macht vertrieben werden müssen, und dass dies der „größte Schritt in Richtung eines globalen Friedens seit dem Fall der Berliner Mauer wäre.“