Saturday, February 4, 2023
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IAEA: Wiederholte Modifikationen in Parchin haben die Machbarkeit der Überprüfung der Agentur untergraben

Durch die Weigerung strikter Inspektionen in Parchin versucht das Regime, Enthüllungen im Hinblick auf vergangene militärische Aktivitäten zu verhindern und den Weg für weitere geheime Projekte aufrecht zu erhalten

NWRI – Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte in seinem aktuellen Bericht vom Gouverneursrat:“ Vor allem im Bezug auf die Anlage von Parchin muss die Agentur sich weiterhin auf Satellitenfotos verlassen, um die Anwesenheit von Fahrzeugen,

Ausrüstung und möglichen Baumaterial zu überprüfen. Es ist auf ihnen zu sehen, dass eine weitere kleine Einheit zu den bereits bestehenden Gebäuden hinzu gefügt wurde.“ Die IAEA betont, dass „die Aktivitäten auf der Anlagen seit Februar 2012 zu beobachten sind und dass diese die Möglichkeiten der Agentur zu einer effektiven Kontrolle untergraben haben.“ 

Im Bericht heißt es weiter:“ Die Agentur ist über die mögliche Existenz von bisher nicht angegebenen atomaren Aktivitäten durch militärische Organisationen besorgt. Dazu gehören auch Aktivitäten zur Entwicklung einer Trägerrakete für atomaren Sprengstoff. Der Iran muss in allen Belangen mit der Agentur zusammen arbeiten, um ausstehende Fragen zu klären, vor allen diejenigen, welche die Sorgen über die militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms betreffen. Dazu gehört auch, ohne Verzögerung Zugang zu allen Anlagen, Ausrüstungen, Personal und Dokumenten zu gewähren, wenn die Agentur dies anfordert.“ 

Im Fazit des Bericht heißt es:“ Die Agentur ist nicht in der Lage, mit Sicherheit zu sagen, ob es nicht deklariertes Material und geheime Aktivitäten im Iran gibt und daher kann sie auch nicht Schlußfolgern, dass auf allen iranischen Anlagen friedliche Aktivitäten statt finden.“ 

Reza Najafi, der Vertreter des Regimes in der IAEA, sagte wütend über die Vermutung illegaler Aktivitäten in Parchin:“ Noch lächerlicher ist die Behauptung, ein kleiner Anbau zu einem bestehenden Gebäude sei gemacht worden, obwohl nicht einmal klar ist, was dieser Anbau überhaupt mit der IAEA zu tun hat.“ Dann sagte er in absurder Weise:“ Das Regime braucht nicht die Erlaubnis dieser Agentur, um Gebäude auf seinen Anlagen zu bauen.“ Er beschrieb die Aussagen in dem Bericht als „haltlose Anschuldigungen“ über die „möglichen militärischen Dimensionen des Atomprogramms“ und nannte diese „technische und unnötige Details“ welche den Teil des Berichts „nutzlos machen“. (Fars Nachrichtenagentur, in Besitz der Revolutionsgarden, 27. August 2015). 

Der aktuelle Bericht der IAEA zeigt, dass das iranische Regime große Angst davor hat, dass in Parchin Aktivitäten aufgedeckt werden, welche den Bau von Kernwaffen betreffen. Das Behindern von stringenten und akkurate Inspektionen soll den Pfad für geheime Aktivitäten offen lassen. Das Verhalten des Regimes in Hinblick auf Inspektionen in Parchin zeigt auch, dass das Regime nur eine Sprache der Entschlossenheit versteht und dass es Verhandlungen benutzt – so wie auch in den letzten Jahrzehnten – um die internationale Gemeinschaft zu täuschen und fehl zu leiten, um weiter an seinem Atombombenprojekt zu arbeiten.  

Wie der iranische Widerstand bereits bei mehreren Anlässen aufgezeigt hat – darunter auch im November 2014 – ist Parchin eine der zentralen Anlagen für den Bau von Kernwaffen und sie war früher schon über der Organisation „Zentrum für Entwicklung fortschrittlicher Verteidigungstechnologie“ aktiv. 

Saeid Borji, einer der zentralen Leiter dieser Organisation, stand in direkten Kontakt mit dem ukrainischen Wissenschaftler Vyacheslav Danilenko, welcher den Bau von Sprengkammern in Parchin überwachte. Borji war der Leiter des „Zentrums für Sprengstoffe, Sprengtechnologie und Sprengforschung (Metfaz)“, welche eine der Abteillungen war, die zu der Organisation zum Bau von Kernwaffen gehörte. Er lernte in dieser Zeit direkt von den Erfahrungen und dem Wissen Danilenko’s in diesem Bereich. 

Das sogenannte „Separate Abkommen II zwischen dem islamischen Staat Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde“ über Inspektionen in Parchin, welches kürzlich von AP aufgedeckt wurde und welches von Ali Hosseini-Tash, einem Brigadegeneral der Revolutionsgarden, unterzeichnet wurde, zeigt, dass in den letzten zwei Jahrzehnten hochrangigste Vertreter des Regimes am Bau von Kernwaffen, Sprengkammern und Sprengsätzen beteiligt waren. Hosseini-Tash ist unter anderem Untersekretär für strategische Angelegenheiten im obersten Nationalen Sicherheitsrat des iranischen Regimes (SNSC).

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

29. August 2015