Monday, November 28, 2022
StartNachrichtenGenf: Iran’s Massaker von 1988 an politischen Gefangenen von der UN verurteilt

Genf: Iran’s Massaker von 1988 an politischen Gefangenen von der UN verurteilt

NWRI – Zeitgleich mit der Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Genf wurde eine Konferenz mit dem Namen:“ Straffreiheit und internationale Gerechtigkeit – Das Massaker von 1988 im Iran an politischen Gefangenen – Entwicklung von 1988 bis 2017“ auf Einladung von fünf Nicht – Regierungsorganisationen (NGO‘s) abgehalten, die als UN Berater dienen. Politische Würdenträger, Juristen und Menschenrechtsaktivisten nahem an der Versammlung teil.

Die Redner verurteilten die Hinrichtungswellen und andere inhumane Verbrechen des iranischen Regimes gegen sein eigenes Volk. Sie riefen zu einer internationalen Untersuchung des Massakers von 1988 an über 30.000 politischen Gefangenen auf sowie die Verfolgung und Verurteilung der Verantwortlichen im iranischen Regime für dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Dr. Taher Boumedra, ein früherer Vertreter der UN Menschenrechtsmission im Irak, betonte, dass die UN das Massaker von 1988 untersuchen muss. Professor Reynaldo Galindo Pohl hat genügend Informationen von den Familien der Opfer bekommen, was damals geschah. Es gibt zudem Massengräber und ihre Orte sind bekannt. Dies ist ein großartiger Fortschritt.

Aktuell haben die UN und alle relevanten Gremien das Massaker von 1988 auf ihre Agenda gesetzt. Die Ergebnisse der letzten sechs Monate werden dem UN Sonderbeauftragten für Menschenrechte im Iran präsentiert werden mit dem Ziel, eine Untersuchungskommission für diesen Fall zu gründen.

Dr. Alejo Vidal-Quadras, der frühere Vizepräsident des EU Parlamentes, lobte den Bericht über die Opfer. Er ergänzte, dass das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen als das größte Massaker an politischen Gefangenen seit dem Ende des 2. Weltkrieges angesehen wird.

Diese Massaker wurde nach einer Anweisung des Gründers des iranischen Regimes, Ruhollah Chomeni, verübt und alle Teile des Regimes waren daran beteiligt. Dr. Quadras ergänzte: „Die sogenannten Moderaten im Iran sind nichts anderes als ein Märchen und dieses Regime zu beschwichtigen, ist reine Zeitverschwendung und wird keine positiven Ergebnisse hervor bringen“.

Bezüglich einer möglicher Terrorlistung der iranischen Revolutionsgarden durch die USA sagte Dr. Quadras, dass der Westen aufhören muss, jegliche Art von Deals mit dem iranischen Regime abzuschließen.

Er ergänzte:“ Was wir jetzt brauchen, ist eine klare Verurteilung und starke Resolutionen sowie eine dauerhafte Beobachtung durch die UN, Menschenrechtsorganisationen und NGO’s über die Situation der Menschenrechte im Iran. Wir müssen den Iran zum Beispiel zwingen, bedingungslose Inspektionen der Gefängnisse mit politischen Gefangenen darin zuzulassen. Wir müssen die Beziehungen mit dem Iran von einer dauerhaften Verbesserung der Menschenrechte und einem Ende der Todesstrafe abhängig machen und diejenigen, die 1988 am Massaker beteiligt waren, müssen vor Gericht gestellt werden.“

Professor Alfred-Maurice de Zayas, ein unabhängiger Experte der UN für die Stärkung von Demokratie und einer gerechten internationalen Ordnung, begrüßte ebenfalls den neuen Bericht des UN Sonderbeauftragten für die Menschenrechtslage im Iran und das er den Fokus nun auf das Massaker von 1988 an Tausenden politischen Gefangenen legt.

Professor Zayas rief zu mehr Druck und steigenden internationalen Sanktionen gegen den Iran auf, um von ihm Antworten über das Massaker von 1988 zu bekommen.

Die Veröffentlichung einer Tonbandaufnahme von Ayatollah Montazeri bezüglich des Massakers von 1988 schockierte die iranische Gesellschaft, sagte Azadeh Zabeti, die stellvertretende Vorsitzende des Komitees iranischer Anwälte in Großbritannien. Obwohl das Massaker bereits vor 28 Jahre geschah, fordern die Familienangehörigen der Opfer bis heute zu Recht Gerechtigkeit, ergänzte sie.

Zohre Bizhan Yar, eine Angehörige eines Opfers des Massakers von 1988, sprach ebenfalls auf der Konferenz. Sie beschrieb, wie ihre Schwester Zahra während des Massakers verhaftet und hingerichtet wurde. Sie wies auf das Leid der Familien in dieser Zeit hin und auch den inhumanen Druck, den die Mullahs ihnen auferlegten. Die Welt müsse erfahren, was 1988 im Iran geschah und das diese Verbrechen bis heute weiter gehen.