Thursday, December 1, 2022
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Genf: Unterstützer des iranischen Widerstandes protestieren seit sechs Monaten für den Schutz von Camp Ashraf

 

NWRI – Unterstützer des iranischen Widerstandes begannen ihren 151. Tag eines Streiks, in dem sie den Schutz von Camp Ashraf im Irak fordern. Die Demonstranten baten Navi Pillay, die UN Hochkommisarin für Menschenrechte, sowie andere Mitglieder der UN, ein permanentes Beobachterteam zu entsenden, welches die Sicherheit von Ashraf überprüft und dass die UN einen klaren Standpunkt gegen das von der Regierung von Maliki geäußerte Ultimatum zur Schließung von Camp Ashraf am Ende des Jahres einnimmt.

Struan Stevenson, ein Abgeordneter des EU Parlamentes und Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen mit dem Irak, sprach zu den Demonstranten und sagte:“ Ich habe heute erfahren, dass sie bereits seit 151 Tagen hier sitzen. Ich danke ihnen für ihre Hingabe zum Schutz der Rechte von Camp Ashraf. Wenn sie auf die Webseite des Hochkommisars für Flüchtlinge in der UN schauen, dann sehen sie, dass alle 3400 Mitglieder von Camp Ashraf, die um Flüchtlingsstatus baten, nun offiziell in das Asylprogramm der Vereinten Nationen fallen. Das ist ein großer Sieg. Jetzt ist es noch wichtig, dass die 27 Staaten der EU, Kanada, Australien und die USA diese Menschen als Flüchtlinge akzeptieren, bevor katastrophale Dinge passieren können. Sie wissen sicher, dass Camp Ashraf mit der Kommission für Flüchtlinge zusammenarbeitet, aber Nuri al-Maliki hat dennoch ein völlig unbegründetes Ultimatum zur Schließung des Camps verkündet, welches zurück genommen werden muß.“

Am Ende der Rede möchte ich die Worte des schottischen Ritters und berühmten Freiheitskämpfer William Wallace wieder geben, der selbst unter der Folter: Freiheit, Freiheit, Freiheit rief.

 [Camp Ashraf ist ein Ort in der nordirakischen Provinz Diyala. Dort leben 3400 Mitglieder der Mojahedin von Khalq (PMOI/MEK). Nuri al-Malikis Truppen griffen das unbewaffnete Camp im Januar 2009 und April 2011 an, töteten dabei 47 Menschen und verwundeten Hunderte. Der Angriff wurde vom UN Hochkommisar für Menschenrechte und UNAMI verurteilt, Generalsekretär Ban Ki-moon forderte eine unabhängige und transparente Untersuchung der Ereignisse.]