Tuesday, November 29, 2022
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Glance and Iran State Media: Worsening COVID-19 Crisis

Blick in die staatlichen Medien im Iran: Die COVID-19 Krise verschlimmert sich
In den letzten Tagen haben die staatlichen Medien des Iran einen Teil der Krisen im Land zugegeben und auch die Art, wie diese Krisen sich auf die unruhige Gesellschaft auswirken. Der Iran wird von der Covid-19 Krise geplagt. Wegen der inhumanen Coronavirus Politik und dem Fehlen einer allgemeinen Impfung setzen sich die Sterblichkeit und Rate der Ansteckungen im ganzen Iran rasch fort.
Die Covid-19 Krise ist eines der Hauptthemen, über die in den staatlichen Medien diskutiert wird. In den letzten Tagen haben die Amtsträger des Regimes die Reise von 40 000 Pilgern in den Irak aus dem Anlass des Arba’een autorisiert. Arba’een ist eine religiöse Zeremonie, die vierzig Tage nach dem Tag von Ashura und der Märtyrerschaft von Hossein Ibn Ali, dem dritten schiitischen Imam, stattfindet.
Das Regime benutzt diese religiösen Zeremonien, um Terrorismus zu verbreiten und seine Basis im Irak zu stärken. Mitten im Ausbruch von Covid-19 Menschen in den Irak zu schicken, würde Covid-19 im ganzen Irak und Iran weiter verbreiten.

Khamenei tut das Coronavirus als keine große Sache ab und nennt es sogar einen Segen!
„Die Amtsträger sollten zu dem Anstieg der Zahl der Covid-19 Patienten eine Antwort

geben, die sich sicherlich durch diese Entscheidung ergeben würde. Warum ignorieren die Amtsträgere an der Spitze den Rat der Gesundheitsexperten?“, schrieb die staatliche Johmhuri-e Eslami („Islamische Republik“) am Samstag, dem 5. September.
Das iranische Regime hat damit begonnen, die Bevölkerung systematisch auszuplündern parallel mit der Verweigerung der Impfung. Die sogenannte „Drogen- und Medizin-Mafia“, die mit den Revolutionsgarden (IRGC) und dem Obersten Führer Ali Khamenei verbunden ist, plündern weiterhin die Leute aus, die unter Covid-19 leiden. „Jenseits der hohen Zahl der Todesfälle und der Infektionsrate legt das Coronavirus im Iran neue Dimensionen medizinischer Unterschlagungen, einer Drogenmafia, einer fehlenden Behandlungsstrategie, Schwächen bei Verwaltung und Diplomatie usw. bloß“, schrieb die staatliche Tageszeitung Hamdeli („Sympathie“) am 5. September.

„Die Russen haben einen Vertrag unterzeichnet, wonach ab Oktober der Sputnik Impfstoff im Iran produziert und nach Russland geliefert wird, nicht an den Iran. Russland hat damit die Produktion des Impfstoffs outgesourct und der Sputnik Impfstoff, der im Iran produziert wird, erreicht nicht den heimischen Verbrauch, er wird exportiert“, schreibt Hamdeli und zitiert dabei Mohammed Kariminia, den Vertreter des Hauptquartiers für Bio-Verteidigung.
Die Wahrheit über die Coronavirus Impfung im Iran
Hamdeli räumt ein: „Einige der Medikamente, die benutzt werden, um das Coronavirus zu behandeln, sind in diesen Tagen zu einem kontroversen Thema geworden. Auf diese Weise ist die Bezeichnung „Drogenmafia“ aufgekommen. Eines der am häufigsten verwendeten Mittel ist Remdesivir“. „Es muss nicht erwähnt werden, dass das Bestehen auf das Verschreiben und die Benutzung von nutzlosen Medikamenten wie Remdesivir eine dunkle Seite hat und auf Aktivitäten einer Drogen- und Behandlungsmafia im Gesundheitswesen des Landes hindeutet“, schreibt Hamdeli ergänzend. „Laut Ghazizadeh Hashemi, einem Mitglied des Nationalen Hauptquartiers für Covid-19, hat die Drogenmafia einen großen Profit eingestrichen mit dem Verkauf von Serum und Medikamenten. Die Drogenmafia verdient 3 Billionen Toman im Monat mit dem Verkauf von Serum und einigen Covid-19 Medikamenten“.
Alireza Zali, der Chef des Komitees für die Reaktion auf Covid-19 in Teheran, hat zugegeben, dass die Autoritäten des Regimes es abgelehnt haben, Dosen von bewährten Impfstoffen zu kaufen, einfach weil sie der Idee, die betreffenden Kosten zu übernehmen, abgeneigt waren. „Wir haben 720 Millionen Euro für Remdesivir ausgegeben, obwohl wir das Geld für Impfstoffe hätten ausgeben können“, erklärte er.
Unter Verweis auf Zalis Eingeständnis gibt Hamdeli zu, dass „die Verzögerung bei der Versorgung mit Impfstoffen auch mit der Drogen- und Medizin-Mafia im Zusammenhang steht“.
Die Versorgung mit Impfstoffen wurde nicht verzögert. Khamenei hat die Einfuhr von verlässlichen Impfstoffen im Januar 2021 verboten und darauf bestanden, dass die sogenannten „heimischen Impfstoffe“ produziert werden. Diese Impfstoffe wurden unter der Aufsicht von Ausführung der Befehle des Imam (EIKO) produziert, einem der großen Finanzinstitute unter der Kontrolle Khameneis.
Über 400 000 Tote durch das Coronavirus im Iran

Unterdessen hat Masoud Nilly, einer der Ökonomen des Regimes, am 5. September eingestanden, dass, wenn der Impfprozess sich wie bisher fortsetzt, er es „unmöglich macht, dass wir aus der pandemischen Situation herauskommen. Damit könnten die besonderen Umstände, wie wir sie jetzt beobachten, weiter bestehen“.
Mitten in den sich zuspitzenden wirtschaftlichen Krisen des Iran sollen die Menschen für die Impfdosen, die sie bekommen, bezahlen. „Ein inflationärer Tsunami hat die Programme zur Kontrolle über Covid-19 im Land zurückgeworfen. Inmitten der Krise sind Medikamente und Sauerstoff knapp und viele Patienten sterben zuhause, weil sie nicht in der Lage sind, für Medikamente und Behandlung zu bezahlen. Die Kosten für die Krankenhausbehandlung von Patienten in privaten und nichtstaatlichen Spitälern sind auch in den Himmel geschossen“, schrieb die staatliche Tageszeitung Arman dazu am 5. September.
Wenn das Regime seine inhumane Covid-19 Politik und andere unheilvolle Aktivitäten fortsetzt, werden die Menschen reagieren, warnen die staatlichen Medien. Die staatliche Tageszeitung Jahan-e Sanat („Welt der Industrie“) schrieb am 5. September: „Das System kann nach den Erfahrungen von 43 Jahren nicht länger Versuche machen und Fehler begehen. Wenn es auf dem gleichen Pfad weitermacht wie vorher, wird das zu einem Desaster führen. [Das Regime] sollte den inneren Zorn der Menschen über die jetzige Situation nicht ignorieren, bevor es zu spät ist“.