Sunday, December 4, 2022
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Google sperrt Spionagesoftware des iranischen Regimes

 

NWRI – Google hat eine vom iranischen Regime unterstützte App im Google Play Store sowie seinen Entwickler von der Plattform gesperrt. Es gibt den Verdacht, dass diese App User ausspioniert. Der Tipp dazu kam von einer iranischen Widerstandsgruppe.

Die Telegramm Black Spyware App, mit ähnlichem Namen zu einer bereits gern genutzten Instant Massager App im Iran, wurde von Google gesperrt, nachdem die US Abteilung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI – USA) einen Bericht veröffentlicht hatte, wie das iranische Militär und Sicherheitskräfte mobile Apps manipulieren, um iranische Bürger auszuspionieren.

Der Bericht mit dem Titel:“ Iran: Cyberkontrolle – Wie die Revolutionsgarden den Cyberkrieg benutzten, um die Theokratie an der Macht zu halten“ zeigte auf, dass das Regime fast 100 Spyware Apps kreiert hat. Dazu zählen unter anderem Mobogram, Telegram Farsi, Hotgram, Wispi und Telegram Talayi, die beliebten Apps ähneln und die Iraner ohne ihr Wisen ausspionieren, wenn sie versehentlich diese Apps downloaden.

Alireza Jafarzadeh, der stellvertretende Direktor des NWRI in den USA, sagte dazu:“ Sie haben eine spezielle Einheit, die sich die Geheime Organisation nennt. Es ist eine spezielle Abteilung für den Cyberkrieg. In dieser Abteilung geht es um den Cyberkrieg mit dem Westen und jetzt auch verstärkt gegen seine eigene Bevölkerung.

Laut US Geheimdienstagenturen nutzt das iranische Regime Spyware, um Demonstranten der landesweiten Aufstände zu orten und sie zu verhaften. Die landesweiten Aufstände begannen im Dezember in Masshad und verbreiteten sich von dort aus schnell. Der US Geheimdienst deckte auf, dass der Iran zudem Wege sucht, um US Bürger auszuspionieren. Dabei benutzt man auch Apps, die es im Apple Store zu erwerben gibt. 

Dan Coats, der Direktor des Nationalen Geheimdienstes, sagte:“ Während Rußland, China und Nordkorea bereits jetzt eine Cyberbedrohungen darstellen, breitet sich der Iran in den USA und in verbündeten Netzwerken aus, um eine Grundlage für zukünftige Cyberangriffe zu schaffen.“

Am 20. Februar startete der Staatsanwalt Jeff Sessions eine neue Taskforce für Cybersicherheit mit dem Ziel der Bekämpfung von Bedrohungen aus dem Ausland.

Das iranische Regime betreibt eine öffentliche Kampagne gegen die westliche Welt und vor allem die USA. Das Regime sieht die USA seit vielen Jahren als „großen Satan“ und viele US Bürger haben Angst vor einem atomaren Krieg mit dem Iran. Die Administration von Donald Trump und US Politiker haben jedoch auch mehrfach davor gewarnt, dass es eine steigende Bedrohung durch Cyberkrieg durch den Iran gibt.

Es wird angenommen, dass auch diese Sicherheitsbedrohung eine Rolle spielen wird, ob sich Trump und die USA am 12. Mai aus dem Atomdeal von 2015 zurück ziehen werden oder nicht.