Wednesday, December 7, 2022
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Hinrichtung einer iranischen Frau ausgesetzt

Das iranische Regime hat die Hinrichtung der 26jährigen Rayaneh Jabbari ausgesetzt, die zum Tode verurteilt worden war, weil sie in Notwehr einen Agenten des bekannten Ministeriums für Geheimdienste des iranischen Regimes erstochen hatte,

als er einen sexuellen Übergriff gegen sie versucht hat. 

Als bekannt wurde, dass Frau Jabbari in das berüchtigte Gohardasht Gefängnis zur Hinrichtung gebracht worden war, haben sowohl internationale Menschenrechtsgruppen als auch eine Gruppe von Mitgliedern des Europäischen Parlaments dringende Maßnahmen zur Rettung ihres Lebens gefordert.

In einer Erklärung der Sprecherin des US Außenministeriums Jen Psaki heißt es, Washington sei tief besorgt über Berichte, dass die iranischen Behörden den Plan, Reyaneh hinzurichten, zu Ende führen wollten. Sie erläuterte dazu, „eine solche Hinrichtung müsste als eine schwere Verletzung der Garantien für ein faires Verfahren gelten, die Frau Jabbari nach dem iranischen Gesetz und nach den internationalen Verpflichtungen des Iran zustehen“.

„Obwohl wir Berichte erhalten, dass die Hinrichtung ausgesetzt worden sein könnte, bleiben Besorgnisse über die Rechtmäßigkeit des Verfahrens gegen Frau Jabbari bestehen. Das betrifft auch Berichte über Geständnisse unter  schwerem Zwang“, heißt es in der Erklärung weiter.

Frau Jabbari ist Dekorateurin und ist seit sieben ein halb Jahren im Gefängnis, nachdem sie in Notwehr eine Waffe gegen einen Agenten des Nachrichtendiensts benutzt hat. Dieser Agent hat sie getäuscht und sexuell genötigt, was sie gezwungen hat, sich zu verteidigen.

Das Handgemenge führte zum Tod des Agenten. Die Henker des Regimes der Kleriker setzten Reyaneh schweren Folterungen aus, um ein Geständnis zu erzwingen.