Wednesday, November 30, 2022
StartNachrichtenHook: Man kann mit den USA oder dem Iran arbeiten aber nicht...

Hook: Man kann mit den USA oder dem Iran arbeiten aber nicht mit beiden zusammen

Der US Sonderbeauftragte für den Iran, Brian Hook, sagte, dass die USA dem Regime im Iran bereits mehr als 10 Milliarden $ an Einnahmen versagt haben. Diese Summe dürfte noch einmal erheblich steigen, wenn die Ausnahmegenehmigungen an acht Länder enden, welche noch Öl vom Iran trotz der US Sanktionen kaufen konnten. Diese Genehmigungen enden zum Beginn des nächsten Monats.

Er sagte:“ Wir haben diesem Regime bereits Einnahmen in Höhe von 10 Milliarden $ verwehrt. Diese Summe wird bald rapide ansteigen, weil es keine Ausnahmegenehmigungen mehr gibt….wenn man sich die Umfragen zu dem Thema sowie Interviews mit dem iranischen Volk ansieht, wen sie für die wirtschaftliche Lage verantwortlich machen, dann nennen 2/3 den iranischen Präsidenten Rouhani und den Obersten Führer. Nur 1/3 gibt den USA die Schuld. Diese Umfragen sind wichtig, weil das iranische Regime sein Volk belügt und andere für die Wirtschaftskrise verantwortlich macht und es weis immer sofort, wer der Schuldige ist. Doch das iranische Volk versteht, dass wir an seiner Seite stehen.“

Hook erklärte weiter, dass es viele Übereinstimmungen in den Zielen der nationalen Sicherheit zwischen den USA, Saudi Arabien und den VAE gibt. Diese Länder arbeiten daran, ihre Ölproduktion zu erhöhen und somit den globalen Markt zu stabilisieren, wenn die Ausnahmegenehmigungen auslaufen.

Er sagte weiter:“ Wir hatten sehr gute Treffen mit den Saudis und den Emiratis und sie teilen mehrere Sicherheitsziele in Hinblick auf den Iran mit uns. Es ist also in unseren und ihren Interessen, dem iranischen Regime Einnahmen zu verweigern, welche dieses für seine Außenpolitik einsetzt. Saudi Arabien war vor allem im Hinblick auf die Erhöhung seiner Ölproduktion sehr hilfreich und diese wurde bereits vor vielen Monaten angekurbelt, damit der Verlust des iranischen Rohöls auf dem Markt aufgefangen wird und sie werden darin auch in Zukunft sehr hilfreich sein.“

Hook betonte, dass die Sanktionen gegen den Iran darauf abzielen, die Finanzierung der libanesischen Hisbollah zu beenden. 70% der gesamten Einnahmen der Hisbollah (700 Millionen $) kommen vom iranischen Regime.

Er sagte:“ Im März hat sich der Anführer der Hisbollah an die Öffentlichkeit gewendet und um Spenden gebeten, was es bisher noch nie gegeben hat. In der New York Times gab es auf der ersten Seite einen Artikel, in dem es um die Söldner des Iran in der Region ging und wie sehr ihre Finanzierung bereits jetzt beeinträchtigt wird. Der Iran hat schlicht und ergreifend kein Geld mehr, um uns so zu finanzieren, wie es nötig wäre, heißt es dort. Dies ist zum einen das Ergebnis des Mismanagement in der iranischen Wirtschaft und zum anderen ist es ein Ergebnis unser Sanktionen, welche dem Regime eine Menge Einnahmen verwehren.“

Am Montag gaben die USA bekannt, dass alle erteilten Ausnahmegenehmigungen zum Kauf von iranischem Rohöl am 2. Mai auslaufen werden. Diese Genehmigungen wurden an die acht größten Abnehmer – Indien, China, Südkorea, Japan, Taiwan, Griechenland, Italien und die Türkei – erteilt, als die USA im November wieder die Sanktionen in Kraft setzten, die nach dem Atomdeal von 2015 aufgehoben worden waren. Die USA zogen sich aus diesem Deal im Mai 2018 zurück.

Vor allem China wird diese neue Situation treffen. Hook betonte jedoch, dass China bereits vorher seine Importe von iranischem Rohöl zurück gefahren hatte und auch China hat begriffen, dass es besser ist, sich den Forderungen der USA zu beugen.

Er sagte:“ Jedes Land musste sich entscheiden, ob es mit dem iranischen Markt oder dem US Markt zusammen arbeiten will. Das war die Wahl, die wir allen Ländern gaben. Man kann entweder mit den USA oder dem Iran zusammen arbeiten, aber nicht mehr mit beiden Ländern gleichzeitig.“